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Deutsche Pisa-Ergebnisse: Das Nachsitzen hat sich gelohnt
DPA

Deutschland kann zwei Pisa-Pluspunkte verbuchen. Die Leistungen der Schüler haben sich verbessert, und an den Schulen geht es gerechter zu als noch vor Jahren. Doch es bleibt viel zu tun.

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thapk 03.12.2013, 15:14
1. Ausländer

Mich interessiert die Gegenüberstellung der Leistungen deutscher und ausländischer Schüler in dieser Studie.
Das schlechte Abschneiden Deutschlands hängt sicher mit an dem hohen Ausländeranteil zusammen.

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kurswechsler 03.12.2013, 15:36
2. Die Realität sieht anders

Ich möchte gar nicht wissen, wie das alles hin-manipuliert wird, damit es in irgend ein Bild passt.

Tatsächliche haben die meisten Jugendlichen inzwischen kaum noch Allgemeinbildung, ist die Rechtschreibung eine Katastrophe und die Fähigkeit Dreisatz zu rechnen sowieso verloren gegangen.

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dickebank 03.12.2013, 15:41
3. Inländer

Zitat von thapk
Mich interessiert die Gegenüberstellung der Leistungen deutscher und ausländischer Schüler in dieser Studie. Das schlechte Abschneiden Deutschlands hängt sicher mit an dem hohen Ausländeranteil zusammen.

Wer in Deutschland zur Schule geht, der ist deutscher Schüler.

Es gibt sogar Schüler mit deutscher Abstammung, die in Deutschland auf ausländische Schulen gehen.

Die Frage der Abstammung ist also kein Erfassungsmerkmal für die Leistungsbewertung. Spannender ist daher die Frage, zu welchen sozio-ökonomischen Gruppen gehören die Schüler der einzelnen Leistungscluster gehören. Schulischer Erfolg/Miserfolg ist nämlich wesentlich weniger von der Abstammung als von den wirtschaftlichen Gegebenheiten in den Familien abhängig.

Das heißt nicht, dass wer arm ist zwangsläufig doof ist. Nur die fehlenden materiellen Ressourcen führen in der Regel zu schlechteren schulischen Leistungen. Das weiß ja selbst die Schulverwaltung,; deshalb gibt es in NRW fünf verschiedene Standorttypen - von Schule im bürgerlichen Villenviertel am Stadtrand bis Schule im Ghetto. Bei der Klassifizierung geht es einzig und allein um das sozio-ökonomische Schulumfeld.
Bezeichnend ist die Tatsache, dass es keine Gymnasien des Standorttyps 5 gibt. Das Ghetto-Gymnasium heißt nicht umsonst Gesamtschule.

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Pedda 03.12.2013, 15:46
4. Die Eltern

Zitat von kurswechsler
Tatsächliche haben die meisten Jugendlichen inzwischen kaum noch Allgemeinbildung, ist die Rechtschreibung eine Katastrophe und die Fähigkeit Dreisatz zu rechnen sowieso verloren gegangen.
Tja, wenn man nicht wenigstens von den Eltern etwas lernen kann :-)

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Weberameise 03.12.2013, 15:54
5. naja

Also die Ausschnitte aus den Tests die hier im Spiegel zum Selbstversuch zitiert werden sind ja mitunter etwas fragwürdig.
"Heike ist 6 km zum Haus ihrer Tante gefahren. Ihr Tachometer hat für die gesamte Tour durchschnittlich 18 km/h angezeigt. Welche der folgenden Aussagen ist richtig?"
klingt ja erst mal recht einfach, aber es nicht völlig klar ob die Durchschnittgeschwindigkeit über die Zeit oder über die Strecke gemeint ist. Über die Strecke klar, 20 min. Über die Zeit? Keine aussage möglich.

Oder die Aufgabe mit den durchschnittlichen Besucherzahlen. Der Fuji st 2 Monate lang für Besucher frei, bei der Frage nach den durchschnittlichen Besucherzahlen ist aber unklar ob genau dieser Zeitraum oder etwa das Jahr gemeint ist. Letzteres muss in Anbetracht der Auswahloptionen zwar verneint werden, aber ich nehme an, dass die Kinder unter Zeitdruck stehen und keinen Taschenrechner benutzen dürfen. Wer intelligent genug ist um die unzulängliche Aufgabenstellung als solche zu erkennen vertrödelt hier Zeit und verliert am Ende womöglich Punkte.

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ProDe 03.12.2013, 15:55
6. was soll denn dieser Blödsinn und v.a. diese Methode!!!

wie kann man denn "Bildung" oder Lernfortschritt messen?
Man kann maximal das Ergebnis messen, nicht welchen Weg ein Schüler genommen hat oder ob er das Thema verstanden hat.
Der Versuch ein solch komplexes Thema in eine Punkte-Skala zu pressen zeigt doch welche Generation hier wirklich nachsitzen müsste.
Die Macher der Pisa Studie hätten Nachhilfe hier wirklich verdient.

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hubie 03.12.2013, 15:59
7. Mal nebenbei

Man muss nicht das deutsche Leistungsdenken komplett auf Schulen übertragen. Mir würde es schon reichen, wenn besonders die Interessen der Schüler gefördert werden können (Informatik Unterricht, Kunst Unterricht, nicht nur Mathe und Deutsch sind wichtig) und es weniger Mobbing gibt. Kinder sind kein "Projekt" was es zu "optimieren" gilt... man muss nur den Entdecker- und Forschergeist wecken, und die Kinder erledigen den Rest (mit etwas Hilfe von Mama und Papa) ganz von allein.

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commencal 03.12.2013, 16:02
8. Die Pisa -Mär

Im vorletzten Abschnitts ihres Kommentars treffen die Autoren einigermaßen das Thema, nämlich die Frage,
wonach sich schulische Qualität bemisst. Der Pisa zugrunde liegende Ansatz der Messbarkeit von Bildung ist möglicherweise ein für die Verwendung der Schüler in der Wirtschaft taugliches Instrument. Für die Bewertung einer Schülerpersönlichkeit und deren sozialen, fachlichen, emotionalen und durch fundierte Allgemeinbildung gekennzeichneten fachlichen Kompetenzen ist die Studie weitgehend unbrauchbar. Auch taugt sie aufgrund der Intentionen ihrer Macher und der Fragestellungen kaum dazu, schulische Arbeit oder konzeptoionelle Weiterentwicklungen der Schulen zu unterstützen. Nein, Bildung und Erziehung funktionieren anders. Es braucht Lehrerpersönlichkeiten die in der Lage sind, Schüler für ihre Fächer und ihre Person zu begeistern, ihnen aus ihrem Fachwissen und ihrer Lebenserfahrung taugliches Rüstzeug für das Leben mitzugeben. Der Staat sollte dafür sorgen, dass dafür auch die nötigen Rahmenbedingungen wie z.B. die infrastrukturelle Ausstattung der Schulen und den unterschiedlichen Talenten und Begabungen der jungen Menschen angemessene Bildungsangebote gewährleistet sind. Statt dessen springen wieder Politik, Medien und sogenannte "Bildungsexperten" bereitwillig über die Stöckchen, welche ihnen die Macher von Pisa (übrigens eine teuer bezahlte Agentur) hinhalten.

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marthaimschnee 03.12.2013, 16:03
9.

Wenn ich mir den verlinkten Test so ansehe, sagt das eher weniger über zB mathematische Fähigkeiten aus, sondern eher darüber, wie sehr der Getestete sich von Belanglosigkeiten in der Fragestellung ablenken läßt. Insofern müßte man, um ein vergleichbares Ergebnis spezieller Fähigkeiten zu bekommen, erstmal dafür sorgen, daß alle Probanden die Fragen korrekt verstanden haben - denn das war kein Testgegenstand!

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