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Deutscher Inklusions-Schüler in Kanada: Finnans weiter Weg zum Glück
Privat

Kanada ist Deutschland beim Thema Inklusion 30 Jahre voraus. Sonderschulen für Behinderte sind dort längst abgeschafft. Finnan aus München geht seit einem Jahr in Toronto zur Schule. Wie läuft's?

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wrzlbrnft 01.05.2018, 09:53
20. Das Problem gibt es nicht nur bei Behinderten

Hier sind zwei Probleme: Der Schüler wir von den Lehrern (wegen seiner Behinderung) gemobbt. Das gibt es auch bei Schülern ohne Behinderung. Beispiel: Einem Schüler wird klar gemacht, dass er das Abitur unteranderem wegen Englisch nie schafft. Schüler geht nach England, macht sein Abitur mit guter Englischnote in England
Das zweite Problem ist die generelle fehlende Unterstützung in Deutschland. Amtliche Stellen und sogar Mitarbeiter bei Behindertenbeauftragten haben keine Ahnung welche Hilfen möglich sind (oder keine Lust entsprechend aktiv zu werden). Da ist in Kanada das ganze Umfeld aufgeschlossener.

Man braucht übrigens nicht nach Kanada zu gehen: Südtirol ist im Schulsystem zu Deutschland bei Behinderten um Lichtjahre voraus ‑ ist aber wohl zu nah für eine Bildungsreise der Schulpolitiker.

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spon_5085922 01.05.2018, 10:00
21.

Zitat von muekno
Inklusion heisst die besonderen Bedürfnisse beachten und nich wie bei uns alles über den selben Kamm scheren. Allerdings schein in Kanada auch ganz normale Schulen solche Klassen zu haben. Logisch ist es günstiger an einer Schule solche Klassen zu haben statt ein Sonderschule zu machen in die wieder alle Arten von Behinderten kommen und die somit weder nicht optimal sein kann. Schulen einfach entsprechend mit Personal Räumen und individuellen Hilfen auszustatten ist sicher effektiv und hilft allen. Und sicher ist ei der Breite von Behinderungen nicht jeder behinderte Inklusionsfähig. Aber solche Individualität ist bei uns nicht möglich, da muss alles in eine Regel gepresst werden. Dass zusätzlich neben Wille Geld und personal fehlt pfeifen die Spatzen von den Dächern. Dass bei uns in der aktuellen Situation marode Schulen, Lehrermangel, Geldmangen, zerklüftetes Schulsystem (Ländersache)die Möglichkeit von Inklusion in weiter ferne ist ist jedem denkenden menschen klar, nur nicht unseren Politiken und Grünen Träumern.
Es mag ja sein das ein politisch Grüner Sozialarbeiter auch ein schlechter sein kann. Gut das sich die Schwarzen um die wirklich wichtigen Probleme kümmern wie Kreuze in jeder Behörden. Die Regierungszeit der Grünen ist außerdem nicht allzu groß da 95% der Zeit Union oder SPD am Ruder waren. Gut, zur guten alten Zeit gab es noch keine Grünen aber da hatte man auch noch die Prügelstrafe und war Franz Josef Strauß progressiv (nicht ironisch gemeint).

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three-horses 01.05.2018, 10:02
22. Schwierigkeiten bei Lesen?

Zitat von cyberpommez
Was wird denn da e rzählt? Er geht in eine Learning Disability Klasse? Da haben wohl die Kanadier Inclusion nicht verstanden, denn so eine Klasse ist quasi eine Sonderschule. Mir scheint das Kanada da noch ein bissel nacharbeiten muss, so wie D auch, aber das kostet, und zählt Kanada eher als. Gute Bildung ist hier noch nie erwünscht gewesen
Wie oft zittiert, "lesen koennen kann von Vorteil sein".

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juergenhesse 01.05.2018, 10:04
23. Sicht von Kanada

Es gibt doch immer zwei Seiten von dem Problem!
Schön, dass sich Frau Finnan in Kanada niederlassen kann, um ihren Sohn die, ihrer Meinung nach, eine genehme Schulausbildung zukommenn lassen kann.
Die Schulen in Ontario werden durch Grundsteuern finanziert. Es sei denn, sie besitzt hier ein Haus, dann trägt sie zur Schulsteuer bei. Wir, als kinderloses Ehepaar, bezahlen $8000,00 im Jahr Grundbesitz Steuer. Ein grosser Teil finanziert hier u.a. Schulen. Leider bin ich im Augenblick in Frankreich und habe keinen Einblick in meine Unterlagen, aber es beläuft sich ungefähr um die 30%. Das macht $2600,00, die wir an das Erziehungswesen bezahlen. Wir könnten, als einzige Möglichkeit, die katolischen Schulen mit unseren Geldern unterstützen. So wäre es doch schön, von Frau Finnan ein Dankesbrief zu bekommen.
Meine Familie und ich haben einige Lehrer in der Familie, die sehr eng mit dem "special ed" zu tun haben. Menie Frau hat ihren Special Ed Master und ist wohl etwas bewandert.
Fazit: In einer Klasse mit 30 Schülern sind die "special needs" Schüler, selbts mit (nicht immer) vorhandenen Unterstützung, doch manchmal "störend", entweder durch zusätzliche Anforderung an den, die Klassenlehrer(in) was sich leider an den Ausgangsleistungen bemerkbar macht. Die aufgeweckten Schüler können selbstständig lernen, "special needs" verlangen Unterstützung, und die grössere Mitte fällt durch. Abgesehen von den Disziplin Probleme, leided leider das ganze akademische Programm.
So kann die gnädige Frau Finnan froh sein, dass ihr Sohn eine Sonderbehandlung bekommt. Auch frage ich mich, wie wohlhabend die Familie sein muss, dass sie für ein Jahr im nicht so billigen Kanada bestehen kann.

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ellrodt 01.05.2018, 10:06
24. Learning Disability Class

....bedeutet eben nicht eine Trennung wie in einer Sonder- oder Förderschule, sondern einen getrennten Unterricht in bestimmten (hier naturwissenschaftlichen) Fächern. In allen anderen Fächern wird inklusiv unterrichtet, also alle gemeinsam.

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deviet 01.05.2018, 10:08
25. Wie stehen die Chancen am Arbeitsmarkt

Ich möchte gerne mal wissen, wie stehen die Chancen am Arbeitsmarkt für einen geistig behinderten der durch Inklusion eine normale Schule besucht hat.

Eigenartigerweise lese ich immer, wie gut die Inklusion in der Schule ist. Ich dachte immer, die Schule soll auf das Erwachsenenleben vorbereiten. Was wird also aus diesen Kindern als Erwachsene? Lernen sie wie ihre Mitschüler ein Beruf? Gehen sie einer ordentlich bezahlten Arbeit nach? Haben sie eine eigene Wohnung? Können sie ihr Leben ohne fremde Hilfe organisieren?

Inklusion ist nur ein Erfolg, wenn die geistig Behinderten nach der Schule ein wirklich normales Leben führen können.

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labuday 01.05.2018, 10:11
26. so lese ich das auch - hier ist nur die Sonderschule eine

Zitat von cyberpommez
Was wird denn da erzählt? Er geht in eine Learning Disability Klasse? Da haben wohl die Kanadier Inclusion nicht verstanden, denn so eine Klasse ist quasi eine Sonderschule. Mir scheint das Kanada da noch ein bissel nacharbeiten muss, so wie D auch, aber das kostet, und zählt Kanada eher als. Gute Bildung ist hier noch nie erwünscht gewesen
Schule in einer normalen Schule (LD-Klasse).
Ist Das alles ?
Nix Integration oder integrativ.

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carcaroba 01.05.2018, 10:17
27. was ist "Kanada"?

Wie oberflächlich der Artikel ist merkt man daran, dass hier ganz allgemein von Kanada gesprochen wird, obwohl es ein kanadisches Schulsystem gar nicht gibt. Bildung ist dort noch viel stärker Sache der Provinzen als bei uns Ländersache. Die Systeme unterscheiden sich völlig. Dazu kommt, das Privatschulen eine ganz andere Rolle spielen als bei uns.
Wenn überhaupt, scheint es hier um das System in Ontario zu gehen.

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poppi 01.05.2018, 10:18
28. Inklusive Aussonderung

Es ist schon mehrfach geschrieben worden, man muss es aber unbedingt hervorheben, weil es so verschämt am Ende des Artikels steht: Es widerspricht dem Grundgedanken der Inklusion, wenn der Junge, wenn auch nur teilweise, in einer gesonderten Lerngruppe unterrichtet wird. Da ist Kanada uns offensichtlich keinen Millimeter voraus. In Niedersachsen ist man da sogar schon weiter, §4 NSchG. Aber es ist wohl wie immer: Das Gras ist grüner auf der anderen Seite.

Über die Sinnhaftigkeit inklusiver Beschulung kann man ja ewig disktuieren, man sollte sich dann nur nicht Beispiele suchen, die nicht mal wirklich inklusiv sind - nur weil sie auf der anderen Seite des Atlantik liegen.

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labuday 01.05.2018, 10:21
29. wie wäre es denn, wenn die Eltern, die die Inklusion mit aller Macht

Zitat von muekno
Inklusion heisst die besonderen Bedürfnisse beachten und nich wie bei uns alles über den selben Kamm scheren. Allerdings schein in Kanada auch ganz normale Schulen solche Klassen zu haben. Logisch ist es günstiger an einer Schule solche Klassen zu haben statt ein Sonderschule zu machen in die wieder alle Arten von Behinderten kommen und die somit weder nicht optimal sein kann. Schulen einfach entsprechend mit Personal Räumen und individuellen Hilfen auszustatten ist sicher effektiv und hilft allen. Und sicher ist ei der Breite von Behinderungen nicht jeder behinderte Inklusionsfähig. Aber solche Individualität ist bei uns nicht möglich, da muss alles in eine Regel gepresst werden. Dass zusätzlich neben Wille Geld und personal fehlt pfeifen die Spatzen von den Dächern. Dass bei uns in der aktuellen Situation marode Schulen, Lehrermangel, Geldmangen, zerklüftetes Schulsystem (Ländersache)die Möglichkeit von Inklusion in weiter ferne ist ist jedem denkenden menschen klar, nur nicht unseren Politiken und Grünen Träumern.
wollen, dafür auch zahlen ?
Es kann doch nicht jede Grundschule aus dem 19. Jahrhundert behindertengerecht umgebaut werden, nur weil 5 % Inklusion durchgesetzt werden soll ?
Es werden IMMER wenige Schulen ein solches Angebot baulich und personell anbieten können.
Und wie ist es mit den ganzen ADHSlern ? Davon gibt es inzwischen 50 verschiedene Unterarten mit allen Ausprägungen, die jeweils speziell geführt werden müssen ?
Wir landen demnächst bei 3 Lehrern/Sozialkräften pro Schüler !
Nein danke - dann lieber die Prügelstrafe, die hat auch niemandem groß geschadet haben.

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