Forum: Leben und Lernen
Deutschlands größte Uni: So fern und doch so voll
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Größer geht nicht: 88.000 Studenten lernen an der Fernuniversität Hagen, darunter drei 12- und ein 93-Jähriger. Die Studentenzahl hat sich in den vergangenen sieben Jahren verdoppelt. Und die Uni erwartet weiteren Zuwachs.

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Stefan Hartmann 20.12.2013, 09:45
1. Anspruch

Der einzige "Nachteil", den ich selbst als betroffener festgestellt habe ist, dass man die Prüfungen nicht aus dem "kalten" schreiben kann. Der Anspruch den die Uni hat ist sehr hoch und ich habe schon ein Studium absolviert. Wenn ich dann bei Bekannten sehe, wie das Niveau z.B. bei der GGS in Heilbronn ist, um dort einen Master zu bekommen und dieses mit den Anforderungen für einen Bachelor in Hagen (llb) vergleiche kommt einem schon das Lachen. Von der GGS würde ich keinen einstellen, von der FernUni Hagen jeden, der abgeschlossen hat.

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OliverKönig 20.12.2013, 09:56
2. Bin einer von denen

nutze hiermit die Gelegenheit, mal darauf aufmerksam zu machen, wie die FernUni Gelder verschwendet, indem sie das komplette Studienprogramm im Format eines dicken Telefonbuchs zweimal jährlich an ALLE Sudenten verschickt, egal ob sie wollen oder nicht, OBWOHL das komplette Programm und alle sonstigen Informationen auch ONLINE sind! Der AStA tut das übrigens auch, die verschicken ebenfalls Printmedien nach Prinzip Gießkanne, auch wenn man gar nicht will. Warum kann man diese sinnlose Papier-, Druck-, und Portoverschwendung nicht endlich mal reduzieren, bitte? Hoffentlich liest das mal jemand, der dort Einfluss hat...

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whostalking 20.12.2013, 10:02
3.

Zitat von Stefan Hartmann
Wenn ich dann bei Bekannten sehe, wie das Niveau z.B. bei der GGS in Heilbronn ist, um dort einen Master zu bekommen und dieses mit den Anforderungen für einen Bachelor in Hagen (llb) vergleiche kommt einem schon das Lachen. Von der GGS würde ich keinen einstellen, von der FernUni Hagen jeden, der abgeschlossen hat.
Das ist ja nun auch nicht verwunderlich, das eine ist ja auch eine Universität und das andere eine Fachhochschule; auch wenn diverse Landespolitier gerne etwas anderes erzählen, und es ja jetzt überall Bachelor/Master heisst.

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herbedium 20.12.2013, 10:41
4. Sauerland

Im Sauerland herrscht halt noch Zucht und Ordnung. Da stehen die Kinder im Bus sogar noch für Oma und Opa auf. Das wirkt bis in die Fern-Uni.
Aber etwas anderes ist natürlich, daß sich in Hagen keine orientierungslose Arbeitslose verstecken können.

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Sibylle1969 20.12.2013, 10:52
5. Wer ein Fernstudium neben der Arbeit absolviert,...

...hat ganz schönes Durchhaltungsvermögen bewiesen. Ein Fernstudium ist ja ohnehin schon schwieriger als ein Präsenzstudium, weil einem der Kontakt zu den Mitstudenten fehlt. Und das ganze auch noch neben der Arbeit. Hochachtung, wer das durchzieht.

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Pango 20.12.2013, 10:58
6. Debatte Uni vs FH überflüssig

@wohostalking: "Das ist ja nun auch nicht verwunderlich, das eine ist ja auch eine Universität und das andere eine Fachhochschule" - Nehmen Sie mal ganz fix davon Abstand, alle über einen Kamm zu scheren. Es gibt genug Unis, wo der Master einem geschenkt wird ... Andererseits gibt es FHs, mit deren Abschluss man sich bei einer begehrten Stelle gegen rund 230 Mitbewerber durchsetzen kann. War in meinem Fall so. Zur Uni Hagen kann ich nur sagen: Ein ehemaliger Freund hat dort angefangen, da er in seinem Uni-Studium versagt. Die erste Hagen-Klausur wurde ihm (und seinen Kommilitonen) gleich geschenkt, weil die Prüfungsaufgaben fehlerhaft waren. Es haben also alle automatisch bestanden. Tut mir leid, so ein Vorgehen steigert in meinen Augen nicht gerade den Ruf einer Fern-Uni ...

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maziar.beik 20.12.2013, 11:48
7. hat Vor- und Nachteile

Ich habe bereits einmal an einer Präsenz Uni studiert und studiere jetzt an der FernUni Hagen 1. Semester.
Es gibt eine virtuelle Lernumgebung, wo man sich sehr gut austauschen kann. Die Betreuer sind kompetent und hilfsbereit. Aber es fällt mir auf, dass die Beteiligung in dieser Lernum-gebung (Foren) gering ist. Die Betreuer versuchen die Studenten zu motivieren Fragen zu stellen und sich gegenseitig die Fragen zu beantworten. Aber es gehen wenige Studenten darauf ein. Da Ergebnis ist, dass man in Forum eine Frage stellt und einen Tag warten muss bis überhaupt jemand darauf antwortet.
Für mich als Vollzeitbeschäftigter ist die Fern Uni eine sehr gute Möglichkeit zu studieren.

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kfp 20.12.2013, 13:45
8.

Es wundert mich, dass dieses Konzept sich im Zeitalter von Coursera, edX, iversity und anderen MOOCs nicht nur überlebt, sondern sogar noch wächst. In Fällen, wo man einen vollen Studiengang mit Abschluss absolviert, mag das noch verständlich sein. Aber gerade in der Weiterbildung aus Interesse scheinen mir die MOOCs doch dasselbe oder mehr zu liefern, i.d.R. von weltweit führenden Unis... (Plus Kurs in angewandtem Englisch ganz nebenher.)

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markusob 20.12.2013, 17:19
9.

Die allermeisten Studenten an der FernUni Hagen streben auch tatsächlich einen Hochschulabschluss an. Als bloße Weiterbildung eignen sich die Kurse dort meiner Meinung nach nur sehr bedingt, da sie viel zu theoretisch sind. Unter Weiterbildung würde ich jedenfalls etwas anderes verstehen, nämlich ganz konkretes berufliches Wissen, das man anderswo sicherlich viel besser erwerben kann.

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