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Die Schul-Verbesserer - Teil 2: Sollten Schulen auf Noten verzichten?
dpa

Tränen, Flucht oder Geldgeschenke: Schulnoten lösen unterschiedliche Reaktionen aus. Doch sind sie überhaupt sinnvoll? Bildungsexperten diskutieren diese Frage in unserer Serie "Wie werden unsere Schulen besser?"

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zeitgeist40 21.09.2014, 16:32
140.

Zitat von colinchapman
Die Schule soll zwar keine Vorwegnahme, muss aber eine Vorbereitung auf das spätere Berufsleben sein. Dazu zählt, dass Kinder und Jugendliche auch mal eine weniger gute / eine schlechtere Note bekommen und anhand solcher Erlebnisse ein Mindestmaß an Frustrationstoleranz lernen. Sogar für mich als eher guten Schüler war der Sprung an die Hochschule gefühlt so schwer, dass ich beinahe hingeworfen hätte. Wäre ich bis dahin in zensurlose Watte gepackt worden und dann im Eiswasser der Universität gelandet, hätte ich mich vermutlich vor den Zug geworfen.
Den Vergleich mit anderen auszuhalten wird einem ohne Noten nicht erspart. Gunst, Beliebtheit, Artenvielfalt, ... es bleibt spannend. Es fragt sich nur, auf welche Motivatoren die Schule dann setzen wird.

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zeitgeist40 21.09.2014, 16:42
141.

Zitat von anders_denker
- Ich habe ein Feedback über meine leistung im Vergleich zu anderen Schülern - dritte haben diese Vergleichsmöglichkeit da das Notensystem eben nur 6 Zustände kennt. Übrigens - wenn der Lehrer durch den Namen des Schülers beeinflusst wird sollte man sich auch bewusst sein das hier mit hoher wahrscheinlichkeit eben das Verhalten des Schülers ausschlaggebend ist. Kurzum die soziale Kompetenz jedes Schülers in der Klassengemeinschaft geht so indirekt mit in die Note ein. So zu sehen eher positiv, oder sollte besser im zeignis stehen "Der Schüler ist ein absoluter Nerd, aber seinen Mitschülern gegenüber ein gefühlsloses arogantes selbstgefälliges A...."?
Ich habe über das professionelle Geben von Feedback eine vollkommen andere Herangehensweise kennengelernt. Dabei kommt es vor allem auf eine wohlwollende Grundhaltung (hat auch was damit zu tun, wie reflektiert der Lehrer über sein eigenes Denken und Verhalten ist) an, ganz bestimmt nicht auf schwarz-weiss-Denken oder Projektion eigener Unzulänglichkeiten wie das hier anklingt.

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zeitgeist40 21.09.2014, 16:47
142.

Zitat von European
die ideale Vorbereitung für ein Leben ohne Arbeit.
Haben mich Noten auf mein Leben mit Arbeit vorbereitet? Eher abgehalten. Was hätte ich in der Zeit lernen können!

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MatrixQ 21.09.2014, 16:48
143.

Zitat von sitiwati
Eltern auch nicht da, die Lücken, die die Schulen hinterlassen zu füllen, wie sagte ein Schulleiter: liebe Eltren ohne eure Mithilfe gehts nicht! ungefähr so, wenn der KFZ Meister sagt: nun lieber Kunde, da hinten hängt ein Blaumann und jetzt frisch ans Werk!
Ebenso ist aber auch die Schule nicht dafür da die Lücken zu füllen, die die Eltern hinterlassen. Genau das ist gemeint, wenn ein Schulleiter sagt, dass es nicht ohne Mithilfe der Eltern geht. Sie müssen den Grundstein dafür legen, auf dem die Schule aufbauen kann, und sie müssen korrigierend eingreifen, wenn Probleme auftreten.

Insbesondere ist dabei aber auch ein gegenseitiger Kontrollmechanismus gegeben. Alle Beteiligten sind lediglich Menschen, und Menschen machen Fehler. Wenn ich als Lehrer einen Fehler mache, dann bin ich dankbar dafür, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, damit ich ihn korrigieren kann. Andersrum kann ich als Lehrer auf Probleme aufmerksam machen, die die Eltern vielleicht so nicht wahrnehmen, da sie ihr Kind nur in bestimmten Situationen wahrnehmen.

Dass diese Beziehung Eltern-Lehrer immer wieder auf ein Gegeneinander anstatt einem Miteinander reduziert wird finde ich sehr schade. Und ich mache mir da nichts vor, das geht von beiden Seiten aus.

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zeitgeist40 21.09.2014, 16:58
144.

Zitat von dickebank
Hurra, endlich können wir uns die lästigen Zeugniskonferenzen schenken, brauchen keine Datenbak zur Erfassung der individuellen Schüler- und Leistungsdaten mehr pflegen, und Gedanken über Leistungsmessung und Berwertung mehr machen. Wenn schon keine Noten, dann aber auch keine Phrasen geleiteten Schwurbeleien zur Erstellung von Wortzeugnissen, die zwischen stets bemüht und stets zur vollsten Zufriedenheit schwanken - aber eben keine schrecklichen Ziffernnoten sind. Diese Wortzeugnisse sind nach spätestens 5 Schuljahren, unendlich vielen Gerichtsprozessen und Urteilen aufgrund von Erlassen der KuMis so rundgeleckt, dass sie entweder nichts mehr aussagen oder so normiert sind, dass alle sich die alten Ziffernzeugnisse zurück wünschen.
Wer sind "alle"?? Ist das Misslingen einer Alternative ein Grund, sich rückwärts zu entwickeln? Ich erwarte mehr Fantasie und Engagement.

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zeitgeist40 21.09.2014, 17:00
145.

Zitat von andere Hobbys
sind ok. Und es gibt ja nicht nur schlechte Noten. Und nicht nur für weisse, blonde Mädchen die guten Noten. Wer schlechte Noten hat, sollte entweder dazu stehen, oder etwas ändern. Und selbst das dt. Schulsystem ist nicht so ungerecht, dass dies nicht möglich wäre. Ausserdem sollten die Noten in den Klassen öffentlich gemacht werden, damit der Focus von den Leistungsverweigerern ,die durch ihr Verhalten den Unterricht bremsen, weg kommt.
Schlechte Noten = Leistungsverweigerung? Auf wieviel Prozent mag das zutreffen? Ist die Pädagogik so einfallslos?

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zeitgeist40 21.09.2014, 17:03
146.

Zitat von nordend-klaus
Warum auf halber Strecke stehen bleiben? Das Sitzenbeliben soll ja auch abgeschafft werden. Im Übrigen sollte es auch einen gestzlichen Anspruch auf das Abitur und einen Studienplatz geben. An den Unis könnte man dann ja uch die Prüfungen abschaffen, die machen doch eh nur bösen Stress. Und es ist ja eh eine Zumutung, dass wir in die vollen Hörsäle müssen. Der Einfachheit halber könnte doch jeder Mensch nach seiner Geburt gleich schon mal sein Uni-Diplom vom Staat erhalten. Mich wundert ja nicht, dass die Zustimmung zur Noten-Abschaffung vor allem von den Gewerkschaftsvertretern kommt.
Und mich wundert es nicht, dass man für nachfolgende Generationen nichts Besseres wünscht als man selber erdulden muss/te. Nein, es hat uns doch auch nicht geschadet, gell? Das ist zutiefst menschlich! Aber überwindbar. Kopf hoch!

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sitiwati 21.09.2014, 17:03
147. im Prinzip

sagen Noten garnix aus, solang nicht eine Beurteilung mitgeliefert wird, wenn zB ein SchülerIn in den Tests laufend 3 minus schreibt, und im Zeugnis eine drei oder gar eine vier bekommt, ist das keine Aussage, sondern eine Note ohne Aussagekraft, zudem wies man zB garnicht woher die schlechte Note kommt, viele Noten orientieren sich am aktiven, mündlichen Unterricht, sag ich mal, mein Sohn bekam damals in Ehtik eine Fünf, warum? nach Aussage des Lehrers hatte er sich nicht aktiv genug am Unterricht beteiligt, bekommen nun alle SchülerInnen, die sich in einer Stunde 20x melden, daher eine bessere Note wie der/ die sich nur 5x melden, in Englisch ähnlcih, 70% der Note wird nach Beteiligung berechnet, also, je lebhabfter ein Kind ist, desto besser die Note, und an Dickebank-natürlich kenn ich mich im Klassenwesen aus. letzthin eine Fortbildung der hessischen Eltern Dings , hab den Namen vergessen, mitgemacht, ein Elternabend muss nicht im Klassenzimmer stattfinden, der Elternvertreter läd ein, nur unsere Lehrerschaft lehnt alles ab.Elternabende nur in der Schule und unter der Leitung der Lehrkraft, Sie können sich Ihre Bem sparen, die Lehrerschaft ist einfach zu einer Zusammnarbeit mit Eltern unfähig und unwillens, die Eltern selber desintrassiert, so stellt die Schule meines Sohnes mit immerhin 1400 Schülern keine Vertreter in den Kreiselternbeirat, weil von 44 Elternsprechern gerade mal 18 an der Versammlung teilnahmen, es ist schlichtweg eine Schande !

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dickebank 21.09.2014, 17:45
148. hahaha

Zitat von sitiwati
sagen Noten garnix aus, solang nicht eine Beurteilung mitgeliefert wird, wenn zB ein SchülerIn in den Tests laufend 3 minus schreibt, und im Zeugnis eine drei oder gar eine vier bekommt, ist das keine Aussage, sondern eine Note ohne Aussagekraft, zudem wies man zB garnicht woher die schlechte Note kommt, viele Noten orientieren sich am aktiven, mündlichen Unterricht, sag ich mal, mein Sohn bekam damals in Ehtik eine Fünf, warum? nach Aussage des Lehrers hatte er sich nicht aktiv genug am Unterricht beteiligt, bekommen nun alle SchülerInnen, die sich in einer Stunde 20x melden, daher eine bessere Note wie der/ die sich nur 5x melden, in Englisch ähnlcih, 70% der Note wird nach Beteiligung berechnet, also, je lebhabfter ein Kind ist, desto besser die Note, und an Dickebank-natürlich kenn ich mich im Klassenwesen aus. letzthin eine Fortbildung der hessischen Eltern Dings , hab den Namen vergessen, mitgemacht, ein Elternabend muss nicht im Klassenzimmer stattfinden, der Elternvertreter läd ein, nur unsere Lehrerschaft lehnt alles ab.Elternabende nur in der Schule und unter der Leitung der Lehrkraft, Sie können sich Ihre Bem sparen, die Lehrerschaft ist einfach zu einer Zusammnarbeit mit Eltern unfähig und unwillens, die Eltern selber desintrassiert, so stellt die Schule meines Sohnes mit immerhin 1400 Schülern keine Vertreter in den Kreiselternbeirat, weil von 44 Elternsprechern gerade mal 18 an der Versammlung teilnahmen, es ist schlichtweg eine Schande !
Und schuld daran sind natürlich die Lehrer, ich lach mich schlapp.

Ja wenn die Eltern den Hintern nicht hochkriegen und es schaffen sich zu organisieren, warum sollen denn die Lehrer sie ernst nehmen?

Sagen Sie mir einen vernünftigen Grund, warum ich den Spagat zwischen Elternwünschen und administrativen Vorgaben meines Dienstgebers machen sollte.

Letztendlich muss ich die adminstrativen Vorgaben auch gegen den erklärten Willen der Eltern umsetzen.

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hussasa 21.09.2014, 17:52
149.

Unsere Kids bekommen nichts mehr beigebracht damit sie sich nicht mehr einmischen können so scheint mir das....
Abi hat das Niveau wie früher unser Realschulabschluss, Hauptschule ist schon garnix mehr wert - Realschule kann man auch halbblöd schaffen....
Wohin soll das führen?
Unsere Kids werden völlig unrealistisch beschult, die Ausbilder, oft vom alten Schlag erwarten mit Recht etwas Anderes....

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