Forum: Leben und Lernen
Die Schulverbesserer, Teil 9: "Man muss nicht jede Flechte kennen"
DPA

Angeblich sind die Lehr- und Stundenpläne überfrachtet - auch mit viel unnützem Wissen. In der Serie "Wie werden unsere Schulen besser", diskutieren Schüler, Lehrer und Bildungsexperten die Frage: Welche Fächer könnte man streichen?

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bartholomew_simpson 09.02.2015, 13:48
80. Die heutige Bildungspolitik

ist zum Büttel der Wirtschaft, die gut funktionierende Rädchen im Getriebe braucht, degeneriert.

Wenn auch Akademiker auf Schneeballsysteme und andere unseriöse Geldanlageangebote hereinfallen, oder sich mit Kreditfinanzierungen übernehmen, dann sind wohl Textanalysefähigkeiten oder Mathematikkenntnisse nicht in ausreichendem und anwendbaren Maß vorhanden.

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astor131 09.02.2015, 13:49
81. @gwyar

...und genau dieses Wissen fällt ja nicht wie Manna vom Himmel

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kumiori 09.02.2015, 13:56
82.

Die Entschlackung der Unterrichtsstoffe ist doch schon weit fortgeschritten.

Ein Großteil der Mitforisten schein ganz gut damit zurecht zu kommen, dass man darauf verzichtet hat, ihnen den Unterschied zwischen "das" und "dass" zu erklären.

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solitaryway 09.02.2015, 13:56
83. Nicht zwangsläufig....

Zitat von camilli79
Zur schulischen Erziehung gehört, dass man auch das lernt, was einen nicht interessiert. Nur so wird Geduld und Toleranz erlernt.
Diese schulische Erziehung hatte bei mir damals durchschlagenden "Erfolg". Gegenüber Fächern wie Musik, Kunst und Sprachen empfinde ich Aversionen. Notenmässig war ich gerad dort sehr schlecht. Mathe und Naturwissenschaften war bei mir grenzwertig. Auch dort ist mir ein wenig Aversion gepaart mit Leistungsangst erhalten geblieben.

Geduld habe ich dort nie gelernt. Meine Toleranz ist auch gerade mal soweit ausgeprägt, um all diese Fächer nicht generell abzulehnen. Für andere Menschen wie auch für die Gesellschaft insgesamt sind diese Fächer wohl wertvoll bis nützlich. Prinzipiell steh ich der Idee des Generalisten nicht abgeneigt gegenüber. Aber meine Schulzeit hat mir deutliche Grenzen meines Potentials aufgezeigt.

Für mich uninteressantes Wissen habe ich längst vergessen und all die Zeit und Mühe, die dafür vom Lehrpersonal aufgewendet wurde, war bei mir Verschwendung. Vielleicht wär die bei einem meiner damaligen Mitschüler besser aufgehoben gewesen.
Ich bezweifle auch stark, dass man etwas tiefgreifend ohne eigenes Interesse lernen könnte. "Bulimielernen" zähl ich nicht zum tiefgreifenden Lernen.

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misterknowitall 09.02.2015, 13:59
84.

Zitat von bronck
Viele Dinge an der Schule sind in der Zeit der Dinosaurier stehen geblieben: - Latein. Diese tote Sprache ist gänzlich überflüssig. Wer meint Theologie studieren zu müssen, kann sie ja dann lernen. Die restlichen 99,999% brauchen das nie im Leben. - Altgriechisch. ......
Typisches Schüler Singsang. So sprechen Schüler, die aufgrund der fehlenden Lebenserfahrung gar nicht beurteilen können, was sie brauchen. Es geht auch nicht darum seinen persönlichen Leidenschaften nachzugehen. Programmieren z.B. kann man auch zu Hause lernen.
Ich kann nun aus einer gesunden Perspektive zurück sagen, dass ich alles! irgendwann wieder gebraucht habe. Und was ich damals mit den gleichen Argumenten nicht lernen wollte, musste ich später umständlich nachlegen.

PS: Was ein Vertrag ist und was ein Steuerbescheid, lernt man noch früh genug und wenn man ein Gedicht von Goehte interpretieren kann, schafft man das auch mit Gesetzestexten oder Steuerbescheiden!

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Zeitwesen 09.02.2015, 14:07
85.

Zitat von spon-facebook-1196441162
Ich bin kein großer Fan von Richard David Precht. Aber die Dinge, welcher er zu Schulen sagt, haben Hand und Fuß. Da bin ich klar für mehr praxisnahe Bildung. Die Kinder werden vollgestopft mit Wissen welches Sie weder interessiert noch irgendwie weiterbringt.
Praxisnahe Bildung gibt es an Hauptschulen und teilweise an Realschulen. An Gymnasien sollen die Schüler auf ein späteres Studium vorbereitet werden.

Wenn man unterrichten würde was Kinder interessiert, hätten wir Mobiltelefone, Bundesligatabellen, Pop-Idole und Petting als Schulfächer (grob überspitzt :) ).

Der Unterricht sollte natürlich interessant gestaltet werden, trotzdem kommen die Schüler ums Lernen nicht herum.

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harryholdenwagen 09.02.2015, 14:13
86.

Zitat von bronck
Viele Dinge an der Schule sind in der Zeit der Dinosaurier stehen geblieben: - Latein. Diese tote Sprache ist gänzlich überflüssig. Wer meint Theologie studieren zu müssen, kann sie ja dann lernen. Die restlichen 99,999% brauchen das nie im Leben. - Altgriechisch. Dito. - Französisch........
Latein, Griechisch: dito
Französich: dito
Sport: auf keinen Fall. Das Übergewicht steigt und gesunde Ernährung ist für viele ein Fremdwort.
Sport aber unbenotet und nach Intressen des Kindes.

Musik/Kunst: muss rein, aber nicht zu viele Stunden in der Woche.
Geschichte: dito. Da muss er Lehrplan mal überarbeitet werden.
Politik und Geografie sehe ich nicht so. Ich weiß ja nicht, was sie für Lehrer hatten, aber bei mir konnte man immer die Meinung sagen.

Ich finde es müsste noch ein Fach Medien geben. Trotz digital Nativs haben die Kinder keine Ahnung. Wenn ich die 10Jährigen bei Youtube sehe wird mir schlecht.

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misterknowitall 09.02.2015, 14:13
87.

Zitat von leser008
Einseitiger Artikel. Natürlich können die älteren Protagonisten fröhlich daherposaunen, alle Fächer und Inhalte seinen ja total wichtig. Die Welt wandelt sich aber. Früher war es wichtig, dass man Reiten konnte, ggf. klassisches Tanzen oder Nähen u. Kochen für Mädchen. Genauso muss man die Lehrpläne entrümpeln. Logarithmenrechnen, Notendiktat, Gedichtanalyse, Nibelungenlied braucht kein Mensch mehr. Dafür muss man in unseren neolib Betrügerwelt einen Mietvertrag verstehen oder eine Finanzierung durchrechnen können. Ich behaupte, man wolle die Jugend dumm halten.
Wer ein Gedicht interpretieren kann, der hat auch keine Probleme einen Mietvertrag zu verstehen.Und wer die einfache Mathematik beherrscht, hat auch kein Problem eine Finanzierung druchzurechnen. Ich schätze mal, sie sind noch jung, vielleicht selber noch Schüler, und deshalb fehlt Ihnen die Lebenserfahrung, die es braucht, um beurteilen zu können, was man nun wirklich braucht. Sie machen das an Ihren eigenen Interessen fest und das ist nunmal nicht für andere geeignet.Letztlich geht es ums lernen lernen. Dann können Sie alles, was sie jetzt nicht in der Schule lernen, sich zu Hause selbst erarbeiten.

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diplpig 09.02.2015, 14:18
88. Sport abschaffen.

Den fitten Sportgranaten nützt der Schulsport eh nichts, außer vielleicht mal ´ne Sportart kennenlernen. Für die Dicken und Bewegungslegastheniker sind 2 Stunden Schulsport viel zu wenig. Also abschaffen, oder jene, die fit sind und einen Freischwimmer haben freistellen und die anderen massiv fördern.

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giovanni.rossi 09.02.2015, 14:20
89. Wir lernen fürs Leben und nicht nur für die Schule

Wenn man den Sumpf austrocknen will darf man nicht die Frösche fragen.

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