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Digitale Hochschule: Studenten, zurück an die Kopierer!
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Digitale Texte ade, es gibt wieder Papierkopien: Ab Januar könnten viele Onlineaufsätze für Studenten gesperrt werden. Grund ist ein Streit ums Urheberrecht - jetzt wird nach einer Lösung in letzter Minute gesucht.

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MisterD 11.12.2016, 14:14
1.

Und so geraten wir weiter ins Hintertreffen, was Digitalisierung angeht. Ist ja nicht so, dass wir vo dieser Entscheidung schon vorbildlich oder gar führend waren... ich fasse es nicht...

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feilhammer 11.12.2016, 14:31
2.

Ja was die Digitalisierung angeht haben wir noch Nachholbedarf...

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crazy_swayze 11.12.2016, 14:56
3.

Ausgerechnet im wissenschaftlichen Bereich sperrt man das Wissen aus Digitalplattformen aus. Hat man den Richtern nicht gesagt dass dies unser einziger "Rohstoff" ist?

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Hamberliner 11.12.2016, 15:34
4. nennen wir es semi-analog

Einen Rückfall zur Fotokopie auf Papier wird es nicht geben. Auch Scanner sind inzwischen überflüssig. Man kann jedes normal gedruckte Dokument doch mit dem Smartphone knipsen um ein durchaus lesbares PDF zu bekommen. Damit ist es zwar noch lange nicht digital, aber das Gerenne zum Kopierer und Papierwirtschaft wie anno dunnemals bleiben einem erspart.
Sehr oft, wenn auch mit mieser Qualität, kann man danach den überwiegenden Teil des Textes auch mit der OCR-Schrifterkennung von Adobe digitalisieren.

Ich finde es schon OK, wenn Hochschulen sich hemmungslosen Abzock-Versuchen von Urheberrechte-Inhabern widersetzen.Ich finde es schon OK, wenn Hochschulen sich hemmungslosen Abzock-Versuchen von Urheberrechte-Inhabern widersetzen.

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Newspeak 11.12.2016, 15:40
5. ...

Das ist halt alles "Neuland" in der "Bildungsrepublik" Deutschland.

Faktisch sind wir in der DDR. Da hat sich auch immer alles toll angehört und die Realitäten waren ganz andere. Dieses Land belügt sich ständig selbst und es finden sich genug Doofe, die alles auch noch glauben.

In 20, nein in 10 Jahren sind wir dann Entwicklungsland.

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spmc-12355639674612 11.12.2016, 15:42
6. Papier ist nicht schlecht

Vor allem lassen sich Papierkopien bei guten Bedingungen 500 Jahre aufbewahren. Alles Digitale hält, wenn man Glück hat und regelmäßige Backups macht, vielleicht 15-20 Jahre, vieles nicht einmal 5 Jahre.
Ich bin selbst "Wahrnehmungsberechtigter" der VG-Wort und erhalte jedes Jahr ein wenig Geld aus den entsprechenden Einnahmen (viel ist es nicht). Gerade für viele wissenschaftlichen Autoren, die meistens keine Bestseller schreiben, sind die Tantjemen der VG-Wort eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle, da sie von den Verlagen selbst selten üppige Honorare erhalten. Den Bibliotheken ist das Problem der Abrechnung seit Jahren bekannt. Sie hätten sich also rechtzeitig etwas überlegen können. Auf der einen Seite wird von einigen gefordert, elektronische Dienste nutzungsabhängig abzurechnen, auf der anderen Seite ist eine pauschale Abrechnung einfacher und besonders für Autoren selten gelesener (aber nicht unbedingt unwichtiger) Veröffentlichungen attraktiver. Ich denke, hier sind die Bibliotheken in der Pflicht, etwas zu tun.

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Berg 11.12.2016, 15:46
7.

Ich bin ganz verblüfft: ich studierte 6 Jahre und sollte nicht einen einzigen "Aufsatz" schreiben, weder in Mathematik, Mechanik und Physik, noch in Strömungstechnik, Wärmelehre und Fördertechnik. Und für Seminaraufgaben, Vordiplom und Diplomarbeit hätte ich nichts "downloaden" können. Was studieren die denn da alle nur, dass man so voneinander abschreiben kann?

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tpro 11.12.2016, 15:46
8.

Zitat von feilhammer
Ja was die Digitalisierung angeht haben wir noch Nachholbedarf...
Klar doch. Mach alles digital, versuche für alles eine App zu bekommen. Hauptsache der Kopf muß nicht mehr denken, da die "App" das Addieren von 2+2 macht. Und Copy/Paste sorgt dafür, daß die Rechtschreibung stimmt und ein Anderer die Sauklaue nicht lesen muß.

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Berg 11.12.2016, 16:19
9.

Zitat von Newspeak
Das ist halt alles "Neuland" in der "Bildungsrepublik" Deutschland. Faktisch sind wir in der DDR. Da hat sich auch immer alles toll angehört und die Realitäten waren ganz andere. Dieses Land belügt sich ständig selbst und es finden sich genug Doofe, die alles auch noch glauben. In 20, nein in 10 Jahren sind wir dann Entwicklungsland.
Zunächst findet sich hier ein ganz Doofer, der das Studium von heute postfaktisch mit "in der DDR" gleichsetzt. Junge, Junge. Was hatte sich denn dort "ganz toll angehört"? Warst Du dabei? Was lehrt uns das? Falsche Frage, falscher Blickwinkel, falsche Antwort.

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