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Digitale Hochschule: Studenten, zurück an die Kopierer!
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Digitale Texte ade, es gibt wieder Papierkopien: Ab Januar könnten viele Onlineaufsätze für Studenten gesperrt werden. Grund ist ein Streit ums Urheberrecht - jetzt wird nach einer Lösung in letzter Minute gesucht.

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joehe 12.12.2016, 11:18
50. Jede Generation hat die Verpflichtung ihr Wissen an ...

... die nächste Generation kostenfrei weiter zu geben. Entweder kommt hier der Staat onde die Gesellschaft Ihre Aufgabe nicht nach oder die Gier einer Gruppe kennt keine Grenzen. Schändlich und schädlich das Ganze !

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Carl Lowr 12.12.2016, 11:20
51.

Zitat von Berg
Fakt ist, dass alle bisherigen fehlerhaften Dissertationen von Guttenberg bis Schavan in solche Laberfächern gemacht worden waren. Ja, auch viele solcher sog. "wissenschaftl.-journalistischen" Texte sind nicht viel anderes. Zugegeben, machmal sicherlich ganz interessant, aber eben entbehrlich. Ich verstehe schon immer, dass diese Betreffenden beleidigt sind über solche Beurteilungen aus technischen Ingenieurfachrichtungen. So ist eben die akademische Welt. An "Mehrheits"auszählungen oder gar Rankings beteilige ich mich nicht. Das ist oft auch so ein Gelaber.
Kommt halt drauf an, wie man Entbehrlichkeit definiert.

Gehörten wir alle zur Spezies Homo Faber, wäre das doch ziemlich langweilig, so auf die Dauer ;-)

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Berg 12.12.2016, 11:23
52.

Zitat von kumi-ori
Ich finde die vielen Möglichkeiten des Internetzeitalters phantastisch, aber ein bisschen Selbstständigkeit muss schon noch sein. Wie wollen Sie sonst überleben, wenn mal eine Woche das Internet ausfällt?
"Ein bisschen Selbstständigkeit"?? - Das ist doch viel zu wenig. Ja, Student muss zunächst das bisher schon Bekannte auch kennenlernen. Aber dann beginnt doch das Studium mit dem Ziel, eigenes Wissen und Können zu erwerben. Denn später im Arbeitsleben werden überwiegend nur noch eigene Aktivitäten, eigene neue Arbeitsergebnisse, eigene neue Lösungen erwartet. Eigene Bilder, Zeichnungen, Konstruktionen, Kalkulationen, Texte.

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erzengel1987 12.12.2016, 11:38
53. Wo ist das Problem?

Man hat doch weiterhin Zugang zu Bibliothek man kann sich weiterhin Bücher ausleihen. Man kann sich bei Bedarf Bücher kaufen und vor allem man hat doch teilweise noch seinen Kopf.

Ob ich jetzt einen Text kopiere oder ihn daheim ausdrucke ist doch egal. Ich persönlich lese und lerne sehr viel lieber auf Blatt Papier.
Das ist jedenfalls meine Meinung und ich habe mein Studium vor einem Jahr abgeschlossen. Mit haben oftmals sogar die Vorlesungsunterlagen gereicht^^.

Allerdings wenn man hier davon ausgeht, dass die Verwaltung versagt hat... kann man nur den Kopf schütteln... Auch wenn ich mich über die Onlineangebote meiner Uni aufgeregt habe, allein wegen dem gefühlten 20er Jahre Programm Clix^^(ich weiß in den 20er Jahren gab es keine PC's oder gar Internet). Nur es gibt viele die darauf schwören, Studenten und Professoren.
Da ist es wirklich schade wenn so eine Technologie nicht gefördert wird sondern weiter Steine in den Weg gelegt werden.

Ich meine vielleicht werden Onlineangebote an Unis ja mal wirklich gut?!? :-) :-D aber nicht solange die Regierung das Internet als Neuland bezeichnet ^^ daher meine Empfehlung Bücher ganz Analog und zur Not eigene Lernprogramme programmieren :-) ist deutlich effektiver. Oder lerngruppen/ Nachhilfe etc^^

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cosmiccat 12.12.2016, 11:51
54. Gelaber?

Zitat von Berg
Fakt ist, dass alle bisherigen fehlerhaften Dissertationen von Guttenberg bis Schavan in solche Laberfächern gemacht worden waren. Ja, auch viele solcher sog. "wissenschaftl.-journalistischen" Texte sind nicht viel anderes. Zugegeben, machmal sicherlich ganz interessant, aber eben entbehrlich. Ich verstehe schon immer, dass diese Betreffenden beleidigt sind über solche Beurteilungen aus technischen Ingenieurfachrichtungen. So ist eben die akademische Welt. An "Mehrheits"auszählungen oder gar Rankings beteilige ich mich nicht. Das ist oft auch so ein Gelaber.
Offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt, dass in allen Wissenschaften die Ergebnisse in Form von Aufsätze zusammengefasst und publiziert werden. Bei den Ingenieuren wird das auch so sein, auch wenn es hier eher anwendungsnah ist. Vielleicht müssen Sie sich davon trennen, dass ein Aufsatz so etwas ist, wie Ihre Erlebniserzählung vom Campingurlaub in der 8. Klasse. Die Dissertation von Jean Tirole hatte beispielsweise den Titel "Essays in Economic Theory"; schauen Sie sich doch einmal dieses „Gelaber“ eines Wirtschaftswissenschaftlers an. Ihre Aussage "Fakt ist, dass alle bisherigen fehlerhaften Dissertationen von Guttenberg bis Schavan in solche Laberfächern gemacht worden waren" können Sie vielleicht überdenken, wenn Sie sich bei "Retraction Watch" etwas umsehen (http://retractionwatch.com/) oder googeln sie einmal nach "Jan Hendrik Schön Physik".

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Berg 12.12.2016, 11:54
55.

Zitat von Carl Lowr
Kommt halt drauf an, wie man Entbehrlichkeit definiert. Gehörten wir alle zur Spezies Homo Faber, wäre das doch ziemlich langweilig, so auf die Dauer ;-)
"Entbehrlich" war offenbar der Vergleich von Verfassungen zwischen Amerika und Europa, den Guttenberg als Dissertation einreichte. Denn über seine gelaberten Ergebnisse wurde gar nichts berichtet, nur über fehlerhafte Zitate. Schavan promovierte über "Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernisse heutiger Gewissensbildung". SO definiere ich entbehrliche Dissertationstexte.

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St.Baphomet 12.12.2016, 12:00
56. Wichtig bei dieser Debatte

und für unsere Studenten ist m.E nur eine einzige Frage:
"Wie regeln dies Länder die wirtschaftlich zu uns in Konkurrenz stehen (dies zu recherchieren haben die Autoren wohl vergessen)??"
Mit anderen Worten:
" Wollen wir unseren Studenten unnütze Steine in den Weg legen oder nicht?"

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harryholdenwagen 12.12.2016, 12:15
57.

Zitat von kumi-ori
Ich bin manchmal erstaunt, wie unmündig heute die Studenten gehalten werden. Ich habe noch zu Off-Line-Zeiten studiert und Diplom statt Master geschrieben, aber kein Mensch hat sich damals für uns Gedanken gemacht, wie wir an unsere Informationen kommen. Lehrbücher gab es nur für die ersten vier Semester, die musste man allerdings in Papierform kaufen. Aber auch damasl gab es schon Skripten, die von Semester zu Semester weitervererbt wurden, X-Fach kopiert und immer wieder von sozial denkenden Kommilitonen mit Tipp-Ex redigiert. Heute, im Computerzeitalter müsste das doch mit einem USB-Stick hundertmal einfacher gehen. Ab dem fünften Semster gab es ohnehin keine Bücher mehr, sondern Papers, die man sich damals noch in der Bibliothek aus den Fachzeitschriften kopierte (und kopierte-kopierte, denn der Weg in die Bibliothek war oft weit und die Mittagspasue der Bibliothekarin war unantastbar). Ich finde die vielen Möglichkeiten des Internetzeitalters phantastisch, aber ein bisschen Selbstständigkeit muss schon noch sein. Wie wollen Sie sonst überleben, wenn mal eine Woche das Internet ausfällt?
Immerhin hatten Sie Lehrbücher. In meinem Studiengang mussten zahlreiche Texte aus verschiedenen Büchern gelesen werden, die uns digital zur Verfügung gestellt wurden. Für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten stand ich dann die meiste Zeit in der Schlange vorm Kopierer und noch mal die gleiche Zeit am Kopierer. In der Zeit hätte ich schon ein paar E-Books nach relevanten Informationen durchgearbeitet. Ich bin froh, dass ich dadurch Zeit gewinnen kann, die ich bei dem verschulten Studium unbedingt brauche.

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schraubenzieher 12.12.2016, 12:17
58.

Zitat von harryholdenwagen
Ich habe vor ein paar Wochen ca. 100kg Texte aus meinem Bachelorstudium weggeworfen, weil sie einfach Balast sind bei einem Umzug und dem Leben nach dem Studium. Nach dem Studium braucht man die Texte nicht mehr. Ich habe selbst im Masterstudium nur noch ein altes Buch und 1-2 Texte aus dem Bachelor gebraucht. Ich habe tagelang vor dem Drucker oder Kopierer verbracht, weil meine Uni damals noch kein großes Angebot an digitalen Büchern hatte. Im Master änderte sich das und ich lud mir ein Buch nach den anderen runter. Nicht nur für meinen Studienbereich, sondern auch Bücher, die mich interessierten. Das Studenten die Bücher als digitale Kopie nutzen, heißt nicht, dass dadurch die Bücher verschwinden. Die Bücher kann man sich als reales Buch auch ausleihen, aber digitale E-Books machen es einfacher und ohne viel Papier, dass dann sowieso weggeworfen wird. Niemand wird die Texte 500 Jahre lang an die nächsten Generationen weitergeben. Das Problem ist die Abrechnung. Jeder Autor soll für seine Arbeit bezahlt werden, aber darunter müssen nicht die Studenten und Dozenten leiden.
Als Schweizer krieg ich das mit Deiner Rechtschreibung nicht hin. "Das Studenten die Bücher als digitale Kopie nutzen, ..." - wo es doch eigentlich "Dass" heissen sollte. Und dann das "heißt" mit scharfem S - wo bleibt die Konsequenz? "...und ohne viel Papier, dass dann sowieso weggeworfen wird." Ja, wie nun, Bachelor/Master?

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Berg 12.12.2016, 12:27
59.

Zitat von cosmiccat
Offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt, dass in allen Wissenschaften die Ergebnisse in Form von Aufsätze zusammengefasst und publiziert werden. Bei den Ingenieuren wird das auch so sein, auch wenn es hier eher anwendungsnah ist. Vielleicht müssen Sie sich davon trennen, dass ein Aufsatz so etwas ist, wie Ihre Erlebniserzählung vom Campingurlaub in der 8. Klasse. Die Dissertation von Jean Tirole hatte beispielsweise den Titel "Essays in Economic Theory"; schauen Sie sich doch einmal dieses „Gelaber“ eines Wirtschaftswissenschaftlers an. Ihre Aussage "Fakt ist, dass alle bisherigen fehlerhaften Dissertationen von Guttenberg bis Schavan in solche Laberfächern gemacht worden waren" können Sie vielleicht überdenken, wenn Sie sich bei "Retraction Watch" etwas umsehen (http://retractionwatch.com/) oder googeln sie einmal nach "Jan Hendrik Schön Physik".
Is ja gut. Nein, nicht alle Master, Bachelor, Diplom, Diss-Arbeiten in Laberfächern sind entbehrlich. Ja, es sind selbstverständlich auch wichtige Ergebnisse dabei. Zufrieden? Dass allerdings derartig viel von einem Aufsatz in den anderen abgeschrieben werden kann, zeigt, dass oft unnötig wiederholt wird, was längst erklärt wurde. Nicht immer, aber oft! Sonst gäbe es die ganze Diskussion gar nicht.

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