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Digitale Schulbücher: Wie Lehrer sich der Zukunft verweigern
DPA

Der Digitalpakt kommt, mehr als fünf Milliarden Euro sollen für Computer und Software an die Schulen fließen. Doch Lehrer bestellen noch immer lieber kiloschwere Bücher.

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rhywden 25.02.2019, 16:41
1. Jo.

Und warum bestelle ich Bücher? Weil die Verlage es nicht gebacken kriegen.

Ein Beispiel: Die "BiBox" basiert immer noch auf Flash. Was natürlich auf jedem halbwegs modernen Browser ganz wunderbar funktioniert (wer Spuren von Ironie findet, darf sie behalten).

Man möge sich das auf der Zunge zergehen lassen: Flash. Im Jahre 2019.

Übrigens, es gibt einen weiteren Grund: Ein Buch funktioniert immer und stürzt nicht ab. Ich benutze selbst gerne digitale Medien. Aber da muss sich im Bildungssektor noch eine Menge tun, bevor der ganze Kram das simple Buch _wirklich_ ablösen kann...

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jogola 25.02.2019, 16:44
2. Bei "Apps und Lernsoftware"

fehlt der Halbsatz "nicht selten in einer jeweils eigenen Variante für jedes einzelne Bundesland". Oder warum sollte das digital anders werden ?

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Rainer Hackenberg 25.02.2019, 16:46
3. Zwangsweiterbildung

Alle Lehrer sollten in den Ferien eine Woche verpflichtend einen Computerkurs absolvieren.

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StonyBrook 25.02.2019, 16:48
4. Mangelnde Unterstützung

Solange immer noch so getan wird, als wäre die Anschaffung von Tablets ein Kostentreiber, und nicht der Betrieb, wird sich daran nichts ändern. Wenns irgendwo hakt, sind die Lehrer dann wieder selbst dabei, an der Technik rumzufummeln. Wo ist denn der Service Desk für die Schüler und Lehrer? Wo ist denn die breitbandige Anbindung und die Infrastruktur, die garantiert, dass moderner Unterricht auch funktioniert?

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tymoe 25.02.2019, 16:48
5. Das liegt nicht nur an den Lehrern...

... Es mag sein, dass es noch eine Generation gibt, die sich vor der Digitalisierung fürchten. Aber wenn ich in unserer Fachkonferenz den Vorschlag nach einem digitalen Schulbuch mache, würde sich wohl jeder fragen, mit was die Schülerinnen und Schüler die eBooks öffnen sollen.
Wir haben nicht mal Beamer in jedem Klassenraum, geschweige denn Internet. Über Tablets für Schüler ist noch gar nicht zu denken.
Dann brauchen wir auch keine digitalen Schulbücher...

PS.: Ich habe mein Schulbuch auch digital und nutze es in den Klassen mit Beamer und wireless Adapter????

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Frietjoff 25.02.2019, 16:51
6. Hauptproblem: Entscheidungsfreiheit der Lehrer

Jede, die selbst engagierte Lehrerin ist oder eine solche kennt, kann ein Lied davon singen: nichts nervt gute Lehrerinnen so sehr wie die alten, faulen und neidischen Bremser unter den Kolleginnen.

Die verhindern dann auch jede Modernisierung. Eben aus Faulheit, Neid und Angst. (»Dann können die Jungen ja mehr als ich! Da wissen die Kinder ja mehr als ich! Dann muss ich ja was Neues lernen!«)

Lehrerinnen ihre Unterrichtsmaterialien selbst aussuchen zu lassen, wird deshalb nie funktionieren. Lasst das Expertinnen machen, dann funktioniert es auch. Lehrerinnen sollen ihre Zeit mit ihren Schülerinnen verbringen und nicht mit der Evaluierung neuer Unterrichtstechnologien (was ohnehin nicht ihre Kernkompetenz ist) verplempern.

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Politikverdrossener24 25.02.2019, 16:51
7. Gut so.

Gut so. Schüler haben schon genug Elektronik. Seien wir doch froh, wenn Kinder noch richtige Bücher lesen.

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muekno 25.02.2019, 16:52
8. Armes Deutschland, kann man da nur sagen

ich sehe nur noch schwarz. Wie wollen wir unsere Jugend fit für die digitale Zukunft machen, Medienkompetenz vermitteln, wenn die Lehrer so rückständig sind. Folien für den Overhead, wofür gibt es Beamer, Cs Powerpoint etc. Nun ja die Ausstattung in den Schulen ist halt auch immer noch von vorvorgestern.
Wir entwickeln und zum 4.Welt Land, 3. Welt Länder sind besser ausgestattet.

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ollimorp 25.02.2019, 16:52
9.

Mir ist ein Blatt Papier tausend Mal lieber als in einem Bildschirm zu starren, dort rumzukritzeln, zu zoomen, zu scrollen etc..

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