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Digitale Schulbücher: Wie Lehrer sich der Zukunft verweigern
DPA

Der Digitalpakt kommt, mehr als fünf Milliarden Euro sollen für Computer und Software an die Schulen fließen. Doch Lehrer bestellen noch immer lieber kiloschwere Bücher.

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Franziskus 28.02.2019, 17:31
250. Externe Festplatte

Zitat von ghdstz
Die heute meist ohne viel Nachdenken postulierten Tablets (Vorteil: relativ billig) eignen sich nicht besonders gut zum Erstellen und Bearbeiten von digitalen Inhalten, da ist eine Tastatur und ein Zeigegerät schon ganz nützlich. Die Komplexität eines normalen PC's ist andererseits häufig kontraproduktiv, da ist Ihr Vorschlag abgespeckte PC's (Thin Clients) zu nutzen deren eigentliche Intelligenz in einem Server liegt (egal ob in der Schule oder in irgend einer Cloud) schon besser. Ein mögliches Problem ist dann aber die benötigte Bandbreite, besonders wenn der Thin Client auch daheim für Hausaufgaben genutzt werden soll - und gleichzeitig andere Familienmitglieder und die ganze Nachbarschaft sich per Streaming irgendwelchen Gehirnkleister 'reinziehen.
Warum nicht eine externe Festplatte für jeden Schüler? Die kann er auch zu Hause an seinen PC anschließen und in der Schule an den Laptop.
Warum müssen Milliarden Programme auf Milliarden von PC verwaltet und gespeichert werden? Die beste Verwaltung und Sicherung ist eine externe Festplatte. Wenn von dieser Festplatte eine Kopie existiert, dann kann mit einem binären Vergleich jede Abweichung erkannt werden.

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ghdstz 01.03.2019, 17:22
251. Theorie und Praxis

Zitat von Franziskus
Warum nicht eine externe Festplatte für jeden Schüler? Die kann er auch zu Hause an seinen PC anschließen und in der Schule an den Laptop. Warum müssen Milliarden Programme auf Milliarden von PC verwaltet und gespeichert werden? Die beste Verwaltung und Sicherung ist eine externe Festplatte. Wenn von dieser Festplatte eine Kopie existiert, dann kann mit einem binären Vergleich jede Abweichung erkannt werden.
Externe Festplatten ? Hört sich zunächst gut an, greift aber leider zu kurz. Die SchülerInnen transportieren dann nur die Daten, arbeiten damit aber ggf. in unterschiedlichen Systemumgebungen und daraus entstehen leicht Probleme. Unbeabsichtigtes Einschleppen von Schadsoftware ist ein weiteres Thema.

Besser wäre ein als Thin Client (= abgespeckter PC) ausgestaltetes Notebook, am besten mit begrenzten Offlinefunktionalitäten damit Hausaufgaben ggf. auch ohne Netzanbindung gemacht werden können. Sowas gibt es heute nicht im Laden zu kaufen. Wenn man bundesweit sowas einführen wollte käme man zwar rasch auf rentable Stückzahlen und könnte damit sogar heimische Hersteller beauftragen. Und wenn sich das Verfahren bewährt könnten rein theoretisch ja auch noch andere auf den Geschmack kommen - und wir hätten plötzlich eine einfachere und zuverlässigere Alternative zum PC "made in Germany", mit der sich dann auch weniger Technikaffine anfreunden könnten und die man auch gut exportieren kann.

Das wird aber wohl nicht klappen, dafür sorgt schon der Föderalismus - Bildung ist ja Ländersache. Und außerdem werden solche sachbezogenen Themen derzeit auch kaum diskutiert - diejenigen welche die Digitalisierung im Schulwesen eigentlich vorantreiben sollen wissen heute ja meist nicht einmal, was sie alles nicht wissen ...

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Elkarlo77 02.03.2019, 02:34
252. Problem sind die Verlage

So sehr die Verlage von ihren tollen Lösungen schwärmen, ich als Administrator einer weiterführenden Schule, die Digital gut aufgestellt ist, immerhin könnten wir in 70% der Räume digital unterrichten. (Aktivboard, Beamer mit Laptops, dazu Soundsysteme)
Wieso machen wir es nicht? Weil die Installations und Update Routinen ein Graus sind, nichts wird Lokal gesichert. Das war witzigerweise vor 5 Jahren besser. Da hat man für die Fachbereiche die CD's auf den Server gelegt und der Lehrer konnte es aufrufen.

Mit den aktuellen neuen System sieht es so aus: Auf jeden Mediengerät kommt ein Content Manager geladen, dieser Content Manager muss einmal aus den Internet sich betanken, das dauert selbst bei unserer 1Gb Leitung schonmal 10-20 Minuten, weil ja nicht nur 1 Mediengerät daran saugt sondern potentiell 70.
Dann kommt der Lehrer mit seinen Schlüssel daher, verbindet sich mit dem Internet und der Content Manager gibt die Software frei.
Was passiert wenn die Internet Anbindung ausfällt und nichts ist Lokal freizugeben? Der Komplette Unterricht muss komplett umgestellt werden.
Dann gibt es das Problem aktuell bei einem Verlag: Im Fremdsprach bereich sind dann im Content Manager alle Sachen für die Fremdsprachen herunter geladen, samt Lösungen. Nun kann der Mathematik Lehrer auch die Lösungen im Fremdsprach bereich einsehen etc... Damit ist das ganze Kernkurrikulum gefährdet.

Wie gesagt vor 4-5 Jahren war es deutlich besser, da konnte man die Beilagen CD's in den Lokalen Server laden, dort konnte dann mit einer Berechtigungssteuerung nur der Fachbereich drauf zu greifen, und es hat alles mit einer 100mbit Leitung geklappt, was nun mit einer 1Gbit Leitung problematisch ist. Und wenn die Leitung zusammengebrochen ist, dann konnte man weiterhin die Digitalen Medien nutzen über den Lokalen Serverknoten der Schule.

Den letzten Großen Ausfall hatten wir als einmal ein Bagger die Hauptleitung getroffen hatte und davor ein Jahr als weiter im Süden bei Hochwasser in Niedersachsen die Leitungen abgesoffen waren. 3 Tage kein Internet bzw stark eingeschränkt. Da hatten wir zum Glück noch nicht umgestellt. Ich sehe die aktuelle Entwicklung extrem kritisch, nicht weil ich Technologie Feindlich bin, sondern weil ich die Grenzen der Technologie sehe und von den Kollegen die Sorgen und Nöte höre. Mit den aktuellen System der Verlage kann man in 1-2 Jahren die Schule für 3 Tage dicht machen, nur weil wieder eine Leitung abgesoffen ist.

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tim_gerhards 02.03.2019, 02:45
253. die welt verändert sich

und so fängt es an nordkoera mit milliarden kameras wenn es 50 jahre usw weitergeht es wird erschreckend die gier des menschen die künstliche iteligenz ist ironie des schicksals die eigne erfindung des menschen wird der fluch als segen in 15 jahren fängt es an wie bei metal gear was kommt als nächstes clone

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GoaSkin 02.03.2019, 03:32
254. bei Büchern weiss man, was man hat

So wünschenswert die Digitalisierung des Unterrichts sein mag - so lange man keine sinnvollen Ideen und Konzepte hierfür entwickelt, ist es besser, an Bewährtem festzuhalten. Leider ist die ganze Debatte sehr davon geprägt, dass man in den Schulen ein Digitalisierungsdefizit sieht, dies zu einem großen Leid erklärt und in der Konsequenz auf Teufel komm heraus Technik anschaffen möchte, damit die zeitgemäße Ordnung hergestellt ist. Insbesondere die ständige Forderung nach Tablets statt Computern zeugt davon, dass es vielen Leuten vor allem darum geht, ihren Modernisierungsfetisch auszuleben. Dass man auf den Dingern nicht vernünftig schreiben kann, die mobilen CPUs für sehr viel Software einfach zu schwach ist und die Geräte für viele Anwendungszwecke weder gedacht, noch gemacht sind, ist an dieser Stelle egal - Hauptsache nicht so Old School sein und den Schnee von gestern (Computer) nutzen. Am Ende wird unüberlegt ein sinnloses Sammelsurium an Geräten und Software angeschafft werden. Dann wird man merken, dass Bücher doch das bessere Mittel für den Unterricht sind, als die Hard- und Software, die man sich ziemlich unüberlegt mit falschen Vorstellungen angeschafft hat.

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christianbecker498 02.03.2019, 07:08
255. mal ganz ehrlich fragen? was wollen die schueler eigentlich

...und was muss man lehren?
dass ma mit sozialen medien ne menge unfug treiben kann , das weiss mittlerweile jeder schueler! wie soll da ein lehrer dagegen wirken!? wir haben damals im mathe zweig noch fortran und pascal gelernt! basic konnte eh jeder nerd der nen c64 hatte!
heutzutage ist das schwerer , ich bruach als leherer eignetlich kein digitales whiteboard! kommt immer auf dem stoff drauf an ...die flaeche unter der kurve wird immer was bleiben? ?????
whiteboard oder ned entweder man weiss es oder halt ned!

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christianbecker498 02.03.2019, 08:43
256. mal ne enrsthafte frage

wer von ihnen ist schon mal an ner uni als hiwi (will meinen doktorand) vor ner klasse am freitag nachmittag gegen 1400 uhr gestanden? ehrlich egal welches dachgebiet - haende hoch? einer , zwei....mehrere? das ergebnisß duerfte fast immer das gleiche sein man versucht sein bestes zu geben - damals wrens es powerpoint praesentatitionen heut nenntmans whiteboard im sinne das gleiche und genau so unnuetz wie´s es anno dazumal auch schon war! am freitag nachm fressen hoert dir keine sau mehr zu! war bei mir als studi so , hab ich selber als entertainer miterleben duerfen! da kannst diech rot /blau kariert anmalen und die leute merkens ned! ausser wehe wehe man stellt mal ne frage in ndie runde . ...so z.b.: ihr kennt die selbe formel ja auch aus nem anderen bereich wozu ist die dann brauchbar! dann schuettelt sich der zu lehrende baer etwas! die nasenspitzre zuckt und wenn ma glueck hat meldet sich wer! dann gigt´s normalerweise einen hinweis ein tiefes durchschnaufen des lehreden und weiter geht´s! wenn ich gegen die leute tetris duell spielen wuerde haette mehr aufmerksamkeit aber ueber pharmakologie haettens dann auch ned mehr ahnung!

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digitaledemenz 02.03.2019, 09:37
257. Sehr einseitig pro digitale Medien

Insbesondere, wenn man gerade "Digitale Demenz" von Manfred Spitzer gelesen hat, merkt man, wie unkritisch dieser Artikel pro digitale Medien in Schulen argumentiert. Klar sind Bücher ein "riesiger Absatzmarkt", aber in der Artikelüberschrift ist auch von 5 Mrd € für den digitalpakt die Rede. Wenn das mal kein Absatzmarkt ist, und andere wirtschaftliche Interessen dahinterstehen.
Im o.g. Buch wird hingegen auch thematisiert, wie das Gehirn lernt und wie digitale Medien insbesondere bei jüngeren Schülern dies nicht optimal unterstützt (vorsichtig formuliert).

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faunino 02.03.2019, 10:28
258.

Sehr hübsch!
Die Schulbuchverlage machen Kohle und die Schüler glotzen auch in der Schulzeit auf den Bildschirm.
Jedenfalls solange, bis sie merken, dass sie LERNEN müssen. Dann verlieren sie die Lust am Spielzeug!

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sven_apitzsch 02.03.2019, 10:57
259. Wenn ich hier einige Meinungen von Lehrern

hier so Lese, dann muß ich echt feststellen, daß die Leherschaft vom Autor zurecht falsch "angegfiffen" wird! Und, anscheinend gibt es in vielen Schulen völlig unterschiedeliche technische "Versagen"!! Die einen Schulen haben wohl Tablets, in anderen Schulen gibts weiterhin "nur" "normale" feste PC's, die tatsächlich wohl bis zu 10min. brauchen, ehe Sie hochgefahren sind!! Das nenne ich mal krass!! Von wegen: "Lehrer verweigern sich der (technischen/digitalen) Welt"!!

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