Forum: Leben und Lernen
Digitaler Schulunterricht: "Deutschland ist weit abgeschlagen"
DPA

Der Unterricht in Deutschland könnte digital, modern, anders sein - ist er aber nicht, sagt Informatiker Christoph Meinel. Im Interview erklärt der Chef des Hasso-Plattner-Instituts, was sich ändern muss.

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krautrockfreak 18.06.2019, 18:28
1. Digitales Lernen wird total überschätzt und man weiß

nun auch, dass es sogar kontraproduktiv ist. Es kann normales Lernen nur ergänzen, nicht ersetzen. Wie immer wird man das 20 Jahre später leidvoll zugeben müssen.

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Fragende_Leere 18.06.2019, 18:35
2. Der gute Mann will sein Produkt verkaufen

Insofern ist es verständlich, was er sagt. Ein Schul-Intranet, äh: Cloud, ist wichtig, sicher. Er hätte noch die Begriffe KI und Blockchain bringen können, vielleicht hätte es dann mehr als 7 Mio Zuwendung gegeben.
Bei dem ganzen digitalem Firlefanz sollte nicht vergessen werden, dass Lernen aus Interaktion und Kommunikation entsteht.

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mrotz 18.06.2019, 18:36
3.

Tablets sind Spielzeug und um ein Video zu zeigen genügt Laptop mit Beamer.

Ich habe seit der 2. Klasse einen PC und programmiere seit der 4. Klasse.

Ich bin gegen Tablets im Unterricht da zu nichts zu gebrauchen, und bevorzuge eine Ausfallsichere Kreidetafel.

Smartboards sind der letzte scheiß, außer zum Videoschauen und dazu genügt ein Beamer mit Laptop.

Abgesehen davon dass wir überreguliert sind, was Datenschutz und so ziemlich alles andere anbelangt ist der mehrwert von Lernsoftware überschaubar.
Eine Cloud macht das ganze dann noch mehr fragil und man hat natürlich Abhängigkeiten.

Lesen auf Papier ist nach wie vor angenehmer als auf Tablets. E-ink wird wohl keiner einsetzen.
Und die vorhandenen e-books eine Kathastrophe.

Allerdings gibt es jetzt was Schulstoff anbelangt auch keine große notwendigkeit für hyperlinks in Textdokumenten.

Daher ist der Mehrwert von Tablets und wlan nicht gegeben.

Laptop und beamer und LAN-Dose mitsamt Kreidetafel. Mehr brauchts nicht, abgesehen von gut ausgestatteten Computerräumen. Und die Administration dieser Räume ist auch nur ineffizient wenn man auf windows setzt.


Mfg

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HB8 18.06.2019, 18:43
4. was m.E. vergessen wird

...Digitaler Unterricht sollte auch in das Lehrerzimmer einziehen. Es sollte doch möglich sein, Schüler rechtzeitig zu identifizieren, die leistungsmäßig abrutschen und ein geeignetes / personalisiertes Nachhilfeprogramm aufzustellen.

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Jasro 18.06.2019, 18:46
5. Man sollte auch mal Manfred Spitzer zu diesem Thema interviewen

Professor Dr. Manfred Spitzer schreibt ja in seinen diversen Büchern sinngemäß, Kinder unter 15 Jahren vor einen Bildschirm zu setzen sei im Grunde daselbe, wie sie Schnaps trinken oder rauchen zu lassen, also absolut schädlich. Ein Streitgespräch zwischen Christoph Meinel und Manfred Spitzer zu diesem Thema wäre sicherlich sehr aufschlussreich.

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Immanuel K. 18.06.2019, 18:48
6. Irgend etwas verstehe...

...ich nicht, was soll das - warum müßen die Eltern zustimmen, ob irgendeine Lernsoftware benutzt werden darf...?
Das ist in meinen Augen das gleiche, wie wenn die Eltern gefragt werden müßten, ob ein Schulbuch im Unterricht benutzt werden darf - das hört sich für mich, wie Schwachsinn an. Falls der Datenschutz das erfordert, muss das Gesetz an dieser Stelle eben geändert werden...

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anchises 18.06.2019, 18:56
7. Was soll dieser Digitalisierungswahn?

Für lesen, schreiben, rechnen wird dies wohl kaum benötigt. Ebenso wenig für die Naturwissenschaften, Geschichte und was sonst noch. Mir fällt Grad nichts ein was Computer in der Schule von der 1. bis zur 13. verbessern. Die Schule ist für die Grundlagen da. Anders sieht es da in der Berufsausbildung aus. Das sind dann schon Spezialisierungen und da halte ich das für durchaus angebracht.

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R. Bolitho 18.06.2019, 18:59
8.

Ja der Datenschutz; eine zentrale Cloud- Lösung hattedie Daten über das Lernverhalten einer ganzen Generation. Diese ist dann bis zum Schulabschluss scon sortierbar von Alpha- Plus bis Epsilon-Minus ... und einen Administrator mir vollem Zugriff gibt es immer. Egal wie viele NDAs der unterschreiben hat, ich würde ihm nicht weiter trauen als ich ihn werfen kann. Daten zum Lernverhalten dürfen niemals zental gespeichert werden, es bedarf höchsterr Transparenz, offener Quellcode, einsehbare Datenmodelle, äußerste Datensparsamkeit etc.

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Alfredo Spencer 18.06.2019, 19:15
9.

Erst verhindert der Datenschutz Lernsoftware, dann dient er der Projektmittelaquise. Mit wem aus dem BmBF schläft der Mann?

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