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Digitalisierung der Schulen: Parteien einigen sich auf Grundgesetzänderung
DPA

Der Bund darf künftig die Digitalisierung von Deutschlands Schulen mit Milliarden fördern. Die Große Koalition sowie FDP und Grüne haben die dafür nötige Grundgesetzänderung auf den Weg gebracht.

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boraber1990 23.11.2018, 14:06
1. Absolut überholt.

Leider kommt diese Maßnahme viel zu spät. sie hätte schon vor 20 Jahren realisiert werden müssen. Anststt nun auf "Bring your own device" und auf zuschüsse dafür zu setzen werden jetzt milliarden für laptops und tablets ausgegeben die kein mensch nutzt...

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Greedo 23.11.2018, 14:06
2. Grundsätzlich eine gute Sache...

...nur schränkt die neue Datenschutzverordnung die Möglichkeiten des digitalen Unterrichts so sehr ein, dass an dieser Stelle dringend eine neue Regelung für Schulen überlegt werden muss. Ansonsten bleibt es bei der reinen Theorie...

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dasfred 23.11.2018, 14:13
3. Jedes Dorf hat einen eigenen Standard für Schulen

Aber das digitale darf nun vom Bund mitfinanziert werden. Hoffentlich sind die Geräte wasserdicht, denn bis so manches leckende Schuldach wieder dicht ist, kann es noch dauern. Außerdem bin ich gespannt, ob sich sechzehn Kultusminister auf einen einheitlichen Umgang mit Laptops und Tablets einigen können, oder ob der Umzug von einem Bundesland ins nächste für die Schüler noch komplizierter wird.

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soisses007 23.11.2018, 14:24
4. Grundproblem Grundwissen

Die Schulen sollten dringend die Qualität der Ausbildung verbessern. Insbesondere in MINT Fächern ist dies dringend erforderlich. Die Aktuell extrem hohen Abbruchquoten (>50%) im Fachbereich Elektrotechnik zeigen, dass die schulische Grundausbildung ins besondere in Mathematik stark verbesserungswürdig ist. Da nützen auch keine Tablets und PCs, wenn die Grundlagen nicht da sind.
Der Fokus sollte eher auf mehr qualifiziertem Personal in den MINT Fächern und der Verschärfung der Anforderungen liegen. Ein hoher Anteil von Abiturienten eines Jahrgangs zeigt ja deutlich, dass die Qualität im Keller ist. Die heutigen Schüler sind sicher nicht wesentlich intelligenter als die Schüler vor 40 Jahren! Das dreigliedrige Schulsystem sollte insgesamt wieder gestärkt werden, d.h. Haupt- und Realschule gehören aufgewertet. Diesem Land nützt es nichts, wenn zu 80% der Schüler ein mieses Abitur machen. Quality First! ist die Devise. Der Fachkräftemangel erfordert besser ausgebildete Schüler. Daher sollte das Geld in neues Personal investiert werden. Die Technik (PC, Tablet) ist sekundär!

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senapis 23.11.2018, 14:28
5. Das Unwort des Jahres!

Digitalisierung. Damit ist alles und nichts gesagt und spart dem Verwender, sich mit dem Thema dezidiert auseinander setzen zu müssen. Sehr viel mehr Wert muss auf erfolgreiche Lerntechniken gelegt werden. Die auch IT-gestützt sein dürfen. Die inflationäre Verwendung der jeweils modernen Buzzwords lässt auf ein Kenntnisdefizit schließen. Siehe hierzu auch die Erkenntnisse zur Verwendung der guten alten Fibel!

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MannAusmNorden 23.11.2018, 14:37
6. Na Endlich!

Oh man, wie ich den Föderalismus in einigen Ecken Deutschlands hasse! Da darf der Bund, obwohl er die Mittel hat, nicht die Schulen unterstützen, weil die Ländersache sind. Gerade hier ist aber eine gleiche Linie für das ganze Land besser. Wenn Bayern und Berlin sich das leisten können, aber Bremen und Hamburg nicht, dann stehen die Schüler aus den einen Bundesländern schlechter da. Dann ist das Abi nicht mehr unbedingt vergleichbar.

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nils.jessen 23.11.2018, 14:37
7. Hardware ohne Personal-Schulung?

Grundsätzlich eine begrüßenswerte Initiative, wenn auch ein oder zwei Jahrzehnte zu spät.
Da heutzutage der Großteil der Schüler ohnehin ausreichend ausgestattet ist um mit seinen eigenen Geräten (Smartphone & Notebook) arbeiten zu können, könnte mMn deutlich effizienter investiert werden, wenn Endgeräte nur in dem Rahmen angeschafft würden, damit den Schülern, die eben doch kein eigenes Gerät mitbringen, eines zur Verfügung gestellt werden kann.
Stattdessen sollte das Geld lieber in sinnvolle Schulungen des Lehrpersonals gesteckt werden.
Ich habe 2014 Abitur gemacht. Wir hatten während unserer 2 Jahre Oberstufe bereits ein Smartboard im Klassenzimmer. Benutzt hat das genau ein einziger unserer Lehrer, für GeoGebra. Alle anderen waren überfordert und haben lieber nur mit der Außenseite gearbeitet wie mit einer sehr kleinen Tafel.
Ist ja auch nicht verwunderlich. Ohne gezielte und umfangreiche Schulungen ist die Investition in Hardware denke ich nicht sehr sinnvoll.
Eine IT-kompetente Lehrerkraft mit leicht veralteter Hardware kann 10 mal so viel Technik-Kompetenz vermitteln wir die heute durchschnittliche Lehrkraft mit einem tollen Tablet, das sie nicht bedienen kann.

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nochnestimme 23.11.2018, 14:38
8. Damit ist das Tor aufgestoßen

und eine Schwachstelle des deutschen Föderalismus kann geflickt werden. Aber mal abwarten, wie das umgesetzt wird. Die Digitalisierung an den Schulen als dringendste Problem zu nennen, halte ich aber für falsch. Es wäre nur dann okay, die Schulen mit Whiteboards und schnellem Internet zu fluten, wenn vorher wenigstens die Toiletten funktionieren, genug Personal vorhanden ist und Ganztagsangebote flächendeckend vorhanden sind.

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PeterCollignon 23.11.2018, 14:48
9. Besser wäre es gewesen den Bildungsföderalismus

komplett abzuschaffen.
Ein Bildungssystem pro Bundesland passt zu dem Deutschland des 19. Jahrhundert und davor, wo die Fürsten zur Bildung noch die Religion bestimmten.
Deutschland braucht ein einheitliches Bildungssystem.

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