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Digitalpakt: Lehrer fühlen sich mit digitalen Medien im Stich gelassen
DPA

Bremsen die Lehrer den digitalen Wandel im Klassenzimmer aus? Nein, sagen vielen von ihnen: Wir würden ja gerne anders unterrichten - wenn wir nur könnten.

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cyblord 01.03.2019, 09:15
30.

Lehrer scheinen schnell mal überfordert zu sein, wenn es um etwas anderes geht als eine Seite weiter im Lösungsbuch zu sein als die Schüler. Als hoch bezahlte und teils verbeamtete Spezialisten sollten sie eigentlich in der Lage sein, selbständig neue Technologien für den Unterricht zu erkennen und einzusetzen. Anstatt ängstlich auf andere zu warten die ihnen sagen wie es geht.

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fördeanwohner 01.03.2019, 09:24
31. -

Zitat von cyblord
Lehrer scheinen schnell mal überfordert zu sein, wenn es um etwas anderes geht als eine Seite weiter im Lösungsbuch zu sein als die Schüler. Als hoch bezahlte und teils verbeamtete Spezialisten sollten sie eigentlich in der Lage sein, selbständig neue Technologien für den Unterricht zu erkennen und einzusetzen. Anstatt ängstlich auf andere zu warten die ihnen sagen wie es geht.
Genau! Wir wussten ja schon immer, dass Lehrkräfte alles können müssen. Besonders, weil sie ja auch noch verbeamtet sind.
Von anderen Menschen verlangt man das nicht, aber Lehrkräfte sind ja eigentlich auch gar keine richtigen Menschen, oder so.// Ironie aus

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zensurgegner2016 01.03.2019, 09:30
32.

Das sollte sich mal jeder übersetzen:

1: Länder sagen: Wir haben kein Geld für Schulen übrig
2: Aber Bund, gib uns Geld, aber es darf nicht für Personal benutzt werden
3: Die Länder kaufen nun für 5,5 MRD Hardware
und
4: Da die Länder kein Geld für Personal haben, wird die Hardware logischerweise vergammeln

Kann man besser darlegen, dass es allen 16 Kultusministern nicht um die Schule, nicht um die Schüler, sondern ausschließlich um die eigene Macht, um das Ansehen geht?

Schafft den Bildungsföderalismus (und die meisten 16 Fach Strukturen des Föderalismus) ab
So negativ können die Nachteile gar nicht sein

Mal reine, nackte Fakten

Alles in der Verantwortung von 16 separaten Ministerien

-1994: Win 95 wird vorgestellt
-25 Jahre später haben die meisten Schulen keine sinnige IT
-3/4 aller Schulen haben eine Anschlussbandbreite eines Einfamilienhauses, mehr als 5 leute "surfen" geht nicht
-Gebäude: In allen 16 Bundesländern sind das mehr oder weniger in Teilen Ruinen
-Lehrer/Schüler Personalschlüssel: Überall internationaler Unterdurchschnitt

alle 16 Bundesländer erweisen sich kollektiv als unfähig, zeitnah und rasch im Heute zu agieren
Das ist kein "Versäumnis" einzelner, sondern ein systemisches Totalversagen
Und daran würden auch 16 neue Kultusminister nichts ändern

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gonzel 01.03.2019, 09:36
33. Kostenfalle

Wer meint, dass sich Digitalisierung mit der einmaligen Anschaffung technischer Geräte erledigt hat, irrt. Die Kosten für Support und Nutzungsrechte belaufen sich etwa bei iPads auf 25?/Gerät/Woche. Da werden für Schulen genau prüfen, wieviele Geräte tatsächlich angeschafft werden können - definitiv nicht ein Klassensatz je Fachbereich. Ferner sind sie Geräte spätestens nach fünf Jahren veraltet oder abgenutzt. Das bedeutet wiederum regelmäßige Neuanschaffungen...Die 5 Mrd. Euro sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

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dragondeal 01.03.2019, 09:40
34. Es klingt im Text so,

als würden da mindestens 3 Vollzeitstellen benötigt, um ein Schulsystem qm Laufen zu halten. Ebenso denke ich, dass man nur dann 7 Minuten braucht, um einen Rechner an den Start zu bringen, wenn man entweder die Peripherie jedesmal neu verkabeln muss oder wenn das System schon völlig versaut ist (was dann zumindest zum Teil auch an den Benutzern liegt).

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Friise 01.03.2019, 09:44
35. Clevere Schüler?

Zitat von fuchsi
Das Warten auf eine eigene IT Abteilung an jeder Schule kann noch lange dauern. Wie wäre es, cleveren Schülerinnen und Schülern in der Zwischenzeit diese Aufgabe anzuvertrauen, sozusagen in Selbstverwaltung? Es gibt doch auch so schon viele Projektkurse, und das wäre mal ein nützliches.
Diese Aussage ist fast äquivalent zur Behauptung, dass die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme oder Systeminformatiker überflüssig ist, denn es gibt ja clevere Schüler, die das auch ohne Ausbildung können. Meine langjährige Erfahrung sagt mir, dass diese Annahme zu optimistisch ist. Gerade vorgestern konnte ich wieder die Erfahrung machen, dass die Fehlersuche in IT-Anlagen (die ja gelegentlich vorkommen sollen) auch Fachleuten oft ehebliches Kopfzerbrechen macht.

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zensurgegner2016 01.03.2019, 09:45
36.

Zitat von cyblord
Lehrer scheinen schnell mal überfordert zu sein, wenn es um etwas anderes geht als eine Seite weiter im Lösungsbuch zu sein als die Schüler. Als hoch bezahlte und teils verbeamtete Spezialisten sollten sie eigentlich in der Lage sein, selbständig neue Technologien für den Unterricht zu erkennen und einzusetzen. Anstatt ängstlich auf andere zu warten die ihnen sagen wie es geht.
Sie scheinen leider eine Meinung aber Null Erfahrung zu haben

In jeder klitzekleinen Firma gibt es Fachleute für IT, die sowohl für Wartung als auch für die Netzwerkeinrichtung zuständig sind

Und in Schulen mit hunderten von Schülern, mehreren dutzend Klassen ...soll ein Lehrer das frewillig in der Freizeit machen?
Sich vielleicht auch noch mit Treiberproblemen und Kompatabilität rumschlagen?
Und dann das alles den anderen Lehreren erklären?

Nein, der Fisch stinkt vom Kopf her

16 Kultusminister, alle so alt dass die das Wort Internet nicht kennen, alle 16 Kultusminister haben nicht kapiert, dass IT Personal bedeutet
16 Kultusminister, die vor lauter Angst vor Machtverlust sogar explizit ausgehandelt haben, dass kein Personal mit den 5 MRD bezahlt werden darf

Zahlen: Grob 34.000 Schulen brauchen IT Fachleute
3/4 dieser Schulen haben eine Internetanbindung eines Einfamilienhauses
Keine dieser Schulen hat eine durchgeplante, personell sinnig besetzte "Digitalstelle"
Keine dieser Schulen hat einen echten "digitalen Lehrplan",

Und die 16 Bundesländer haben ausgehandelt, dass der Bund kein Geld für Personal geben darf

Wir sollten alle 16 Kultusminister abschaffen
Alleine mit dem gesparten Geld ist die IT Personalfrage geklärt

Nebenbei; Seit 20 Jahren verlieren wir als Land immer mehr den Vorsprung bzw verlieren den Anschluss an die konkurrierenden Nationen
Und hier bekommen wir es ein Vierteljahrhundert nach Win 95 nicht hin, in Schulen Computer zuverlässig zu betreiben

Welch Lachnummer ist das denn?

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Friise 01.03.2019, 09:52
37. eBook reader

Zitat von Trymon
... Auch kann kein Tablet oder eBook reader das Gefühl eines echten Buches vermitteln. Allerdings sind natürlich auch die vorteile digitaler Bücher nicht von der Hand zu weisen. Sie benötigen wesentlich weniger Platz. ...
Auch ich ging vor sechs Jahren mit der Zeit und legte mir einen eBook reader zu, Nach einem Jahr hatte ich die Schnauze voll. Seit fünf Jahren liegt das Gerät hier nutzlos rum und ich lese wieder Bücher.

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zensurgegner2016 01.03.2019, 09:53
38.

Zitat von gonzel
Wer meint, dass sich Digitalisierung mit der einmaligen Anschaffung technischer Geräte erledigt hat, irrt. Die Kosten für Support und Nutzungsrechte belaufen sich etwa bei iPads auf 25?/Gerät/Woche. Da werden für Schulen genau prüfen, wieviele Geräte tatsächlich angeschafft werden können - definitiv nicht ein Klassensatz je Fachbereich. Ferner sind sie Geräte spätestens nach fünf Jahren veraltet oder abgenutzt. Das bedeutet wiederum regelmäßige Neuanschaffungen...Die 5 Mrd. Euro sind ein Tropfen auf den heißen Stein.
2017 gab es in Deutschland etwa 33500 Schulen

Wenn jede Schule im Schnitt 1 Vollzeitstelle IT benötigt, dann sind das in etwa 2,5 Milliarden pro Jahr
Und das ist bei Schulen mit bis hin zu 1000 Schülern fraglich ob das reicht

Nun jammern die Länder, dass kein Geld für Bildung da ist
Kein Geld für Hardware
aber der Bund darf kein Personal bezahlen

Die Länder sparen die Schulen zu tode, haben bereits heute einen international gesehen unterirdischen Personalschlüssel, und nun noch IT Kräfte?

Das geschieht ganz sicher nicht
Die Kultusminister verzocken die Zukunft unseres Landes, hauptsache 16 Kultusminister können im Kollektiv im Gleichschritt versagen

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three-horses 01.03.2019, 09:57
39. Mit Ausnahmen gut.

Selten so eine Einstellung. Das "wie in meinem Berufsstand üblich privat finanziert"...soll für die Schüller gelten. Tablet ab der 1te Klasse, ab der 5te ein Lapbook. Warum soll die Schule die Geräte zur Verfügung stellen? Dann Bücher nur digital. Analog nur was zum schreiben. Und wozu braucht man Internet Zugang für die Schüller?
Wie Sie auch sagen...das hat man schon zu Hause. Und dabei soll es mit Ausnahmen auch bleiben. Die Geräte soll man zum lernen benutzen, so wie die Bücher vorher. Nur mit mehr Technik...dürfte auch Vorteile haben...vielleicht kappieren das die Lehrer einmal.
"(Surface, iPad etc.) besitzen alle einen SIM-Karten-Slot"...davon soll
man die Pfoten lassen. Das braucht echt kein Schüller. Und wenn, dann kann man über das Handy und Hot Spot es billiger zu Stande bringen. Und lernt man dabei noch wie. Schön auf dem Tepich bleiben. Die Lehrer kännen so was haben und auch bekommen.

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