Forum: Leben und Lernen
Digitalpakt: Lehrer fühlen sich mit digitalen Medien im Stich gelassen
DPA

Bremsen die Lehrer den digitalen Wandel im Klassenzimmer aus? Nein, sagen vielen von ihnen: Wir würden ja gerne anders unterrichten - wenn wir nur könnten.

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zensurgegner2016 01.03.2019, 09:59
40.

Zitat von DJ Doena
Ich bin Informatiker, ich hatte meine erste EDV-Klasse in der 8. (1991-1992 - Sachen eintippen in Word für DOS) und dann Informatik ab der 11. Klasse. Ich hab 1995 angefangen, via AOL ins Internet zu gehen und war vorher schon ein paar Jahre in Berliner Mailbox-BBSen unterwegs. Ich bin seit 2001 vollberuflicher Software-Entwickler. Und ich sehe nicht, wo iPads und Notebooks das Lernen in den jüngeren Klassen gravierend verbessern könnten. Schon gar nicht, wenn diese Rechner Internetzugang haben. Ich hatte ja schon als Volljähriger (wenn auch nicht ganz erwachsen ;-)) Probleme damit, mich auf Vorlesungen zu konzentrieren, wenn ich dabei vor einem PC saß. Und das war 1999, wo im Internet ja nun noch nicht ganz so viel los war.
So ähnlich denken leider ganz viele Ältere

Irgedwann bleibt man stehen und sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr

Wie wäre ein Blick ins Ausland?

Oder ganz kindlich formuliert
Was spricht GEGEN Ipads und Notebooks?
Das Internet Surf und Daddelproblem lässt sich problemlos in Griff bekommen

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giftzwerg 01.03.2019, 10:08
41.

Ich verstehe diese Fixierung auf digitale Medien nicht. Selbst wenn überall Whiteboards hängen, wird dadurch die Qualität des Unterrichts auch nicht besser. Bildung erreicht man durch eine gute Lehrerausbildung, weniger durch das genutzte Material, das ist nebensächlich.

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Friise 01.03.2019, 10:09
42. Bildungsföderalismus

Zitat von zensurgegner2016
Schafft den Bildungsföderalismus (und die meisten 16 Fach Strukturen des Föderalismus) ab So negativ können die Nachteile gar nicht sein
In der vergleichsweise kleinen Schweiz liegt die Bildungshoheit bei den 26 Kantonen und es funktioniert besser als in Deutschland. Zentralistischer Mursk aus Berlin würde nichts ändern. Zudem sind für Schulgebäude und deren Ausstattung weder Bund noch Länder, sondern in der Regel die Kommunen zuständig, was Sinn macht, denn die Verantwortlichen sind vor Ort.

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zensurgegner2016 01.03.2019, 10:25
43.

Zitat von Friise
In der vergleichsweise kleinen Schweiz liegt die Bildungshoheit bei den 26 Kantonen und es funktioniert besser als in Deutschland. Zentralistischer Mursk aus Berlin würde nichts ändern. Zudem sind für Schulgebäude und deren Ausstattung weder Bund noch Länder, sondern in der Regel die Kommunen zuständig, was Sinn macht, denn die Verantwortlichen sind vor Ort.
Das ist doch nur die konsequente Zerredung eines Sachverhaltes
oder auf gut Deutsch Nebelkerzen werfen

Welche Begründung, welcher Faktor spricht denn für den Bildungsföderalismus
Und bitte nicht in der Theorie, sondern anhand des Istzustandes

Hier mal meine "Sammlung"

Alle 16 Bundesländer haben

-einen unterirdisch schlechten Lehrer/Schülerschlüssel
-halbverfallende Schulen
-total überaltertes Lehrerkolleg
-drohnede Rentnerwelle, die nicht aufzufangen ist
-Alle Neuerungen der letzten 25 Jahre konsequent verpennt
-und auch jetzt wird das Alte verteidigt bis aufs Messer


Wäre es bei der Hälfte der Länder super und beim rest mies, dann würde ich ja noch Potential sehen
Aber Fakt ist:
Der Bildungsföderalimus ist ein lahmes träges Fossil, dass aus so vielen Köpfen, Mitbestimmern und Wichtigtuern besteht, dass rein gar nichts substantielles mehr geht

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st2000 01.03.2019, 10:26
44. App Camps

Tools mit KI: Hier eins für Mathe: Bettermarks (das Icon oben mit der Puzzlestück-Form führt zu den per KI ermittelten Wissenslücken, die Schüler nochmal durchnehmen sollten.
Informatikunterricht an sich kann mit vorbereiteten Unterlagen und Videos durchgeführt werden, die Lehrer hier gratis runterladen können: Appcamps.de
Sind die PCs zu alt: Informatik einfach ohne PC unterrichten (denn im Kern gehts erstmal um was anderes , bevor Computer zum Einsatz kommen müssen):
https://csunplugged.org/de/
https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/fortbildungen/bildungsangebot/fortbildungen-vor-ort/informatik-entdecken/

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zensurgegner2016 01.03.2019, 10:37
45.

Zitat von st2000
Sind die PCs zu alt: Informatik einfach ohne PC unterrichten (denn im Kern gehts erstmal um was anderes , bevor Computer zum Einsatz kommen müssen): https://csunplugged.org/de/ https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/fortbildungen/bildungsangebot/fortbildungen-vor-ort/informatik-entdecken/
Und wie machen Sie das bei Schulen die alle Leistungsspektren anbieten?
Informatik ohne PC, der Brüller, für Anfänger?
Und der Rest fällt aus wegen zu alter PCs?

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t_go 01.03.2019, 10:48
46. Deutschland wird Brillenland

Hat sich jemand schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass die Arbeit am Computer und Co. bei Kindern und Jugendlichen zur Kurzsichtigkeit führt? Kinder bis 10 Jahren sollten max. 30min vor dem Bildschirm sitzen, so eine aktuelle Studie. Deutschland gleich Brillenland? Und wer bezahlt´s - der Bürger aus eigener Tasche....

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noalk 01.03.2019, 10:48
47. Die Grundstrukturen könnte man von Portugal bis Finnland einsetzen, ..

Haha - gerade die Deutschen sind doch Weltmeister im Nichtübernehmen von Lösungen, die sich anderswo schon seit Jahren bestens bewährt haben.

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new#head 01.03.2019, 10:52
48.

Dass die Digitalisierung des Klassenzimmers von der Politik nicht zu Ende gedacht wurde, war ja zu erwarten und sollte uns nicht wundern. Das hier aus den Beiträgen vieler Lehrer eine unterschwellige Ablehnung mitschwingt ist auch nicht verwunderlich. Die Klagen über mangelnden technischen Support verstehe ich nur bedingt. So muss ein Kraftfahrer oder auch ein Flugkapitän nicht nur fahren oder fliegen können, sie müssen sich auch ein ausreichendes technisches Verständnis für ihr Arbeitsgerät aneignen und es wird vorausgesetzt, dass sich auf dem Stand der Technik halten. Also wetden sich Lehrer wohl auch mit technischen Basiskenntnissen der neuen Arbeitsgeräte auseinanser setzen müssen. Dazu bedarf es aber einer ausreichenden Identifikation mit diesem Medium. Nur so können Schüler realistisch auf ihre zukünftigen Arbeitswelten vorbereitet werden.

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cyblord 01.03.2019, 11:08
49.

Zitat von fördeanwohner
Genau! Wir wussten ja schon immer, dass Lehrkräfte alles können müssen. Besonders, weil sie ja auch noch verbeamtet sind. Von anderen Menschen verlangt man das nicht, aber Lehrkräfte sind ja eigentlich auch gar keine richtigen Menschen, oder so.// Ironie aus
Wieso "alles können"? Es geht hier doch um DIE Kernkompetenz eines Lehrers: Vermittlung von Wissen und Bildung. Und das bedeutet natürlich mit AKTUELLEN Werkzeugen. Waren das früher Bücher und ab und zu mal nen Film, ist halt heute PC und Tablet angesagt. Eine Fachkraft muss sich natürlich mit neuer Technik für ihr Fachgebiet auseinandersetzen können. Das gilt für jeden Handwerker, für Ingenieure natürlich sowieso, aber natürlich genau so auch für Lehrer. Wieso das nun ausgerechnet bei Lehrern übermenschliche Kräfte erfordern sollte bleibt wohl deren Geheimniss. Natürlich muss man sich dazu bewegen und neuer Technik offen gegenüberstehen. Daran scheint es ein wenig zu mangeln. Aber abzuwarten bis andere eine Lösung präsentieren ist jedenfalls keine professionelle Herangehensweise.

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