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Digitalpakt: Lehrer fühlen sich mit digitalen Medien im Stich gelassen
DPA

Bremsen die Lehrer den digitalen Wandel im Klassenzimmer aus? Nein, sagen vielen von ihnen: Wir würden ja gerne anders unterrichten - wenn wir nur könnten.

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wago 02.03.2019, 22:31
80.

Zitat von zensurgegner2016
Nein das ist falsch 1: Die Länder , also Bundesländer geben den Schulen viel und hoffnungslos zuweig Geld Dafür wirds an anderer Stelle rausgeschmissen 2: Für IT ist kein Geld da, was kein Wunder ist, da die Strukturen der Länder so unglaublich analog sind, die wissen gar nicht was IT ist Schonmal versucht mit Behörden zu mailen? 3: Gleichzeitig sind die Kultusminister aber so unendlich machtgeil, dass die sich sogar vom Bund haben ins Gesetz reinschreiben lassen, dass de 5 Milliarden nicht für Personal ausgegeben werden DÜRFEN Nun haben wir für 5 Milliarden Hardware und Nach wie vor kein Geld für Personal, dass die Hardware betreut Grund: Die Angst vor Machtverlust der Kultusminister Da lässt man lieber die Jugend und die Zukunft über die Klinge springen als vorausschauend zu planen Und das in allen 16 Bundesländern Zum heulen
Keine Ahnung und davon viel. Für die Ausstattung der Schulen sind nicht die Länder zuständig, sondern die Kommunen bzw. Kreise. Wissen schadet nicht - auch nicht, wenn man sich als vermeintlich Wissender ausgibt.

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RandomName 03.03.2019, 10:22
81. Digitalisierung ist eine Nebelkerze

Das ständige Rumreiten auf dem angeblichen Digitalisierungsbedarf bei Schulen lenkt nur von den wahren Problemen im Schulsystem ab. Denn auch wenn es sicherlich viele Firmen gibt die gern sehr viel Geld damit verdienen würden, tausende Schulen zu "digitalisieren", so lernen die Schüler damit ersteinmalmal überhaupt nicht notwendigerweise besser als bisher. Das Entscheidende ist beim Lernprozess nicht, ob man jetzt in ein Buch bzw. auf die Tafel oder eben in Tablets und auf den Beamer guckt (obwohl für die Augen natürlich ersteres angenehmer ist). Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Unterricht im Computerraum (mal angesehen von Informatik) sieht meistens so aus, dass die Schüler 5 Minuten das recherchieren was sie eigentlich sollen und sich die restliche Zeit mit Surfen oder Spielen vertreiben (wenn der Lehrer nicht hinguckt versteht sich).

Unserer Schulen haben ganz andere Probleme als fehlende Digitalisierung. Viele sind dringend sanierungsbedürftig und je nach Schule lässt auch einfach das Niveau zum Teil sehr zu Wünschen übrig (Stichwort: geschenkte Noten).
Zudem sind manche Schulen zu sozialen Brennpunkten geworden, an dem nochmal ganz andere Probleme sozialer Art vorherrschen.

Diese Probleme sollten in den Fokus genommen werden und nicht die Frage ob die Kinder in Bücher oder in Tablets starren (was sie in ihrer Freizeit sicherlich eh ausgiebig tun werden...)!

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hinz.und.kunz 03.03.2019, 13:23
82.

Zitat von cyblord
Lehrer scheinen schnell mal überfordert zu sein, wenn es um etwas anderes geht als eine Seite weiter im Lösungsbuch zu sein als die Schüler. Als hoch bezahlte und teils verbeamtete Spezialisten sollten sie eigentlich in der Lage sein, selbständig neue Technologien für den Unterricht zu erkennen und einzusetzen. Anstatt ängstlich auf andere zu warten die ihnen sagen wie es geht.
Lehrer sind also "verbeamtete hoch bezahlte (Computer)spezialisten?"-

Was sind denn in Ihren Augen erst hochbezahlte Ingenieure oder BWLer, die ganze IT-Stäbe beschäftigen? Müssen die Ihrer Meinung nach auch selbständig neue Computer-Technologien erkennen und sie dann in ihrem betrieblichen Umfeld einsetzen, einfach so?

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hinz.und.kunz 03.03.2019, 13:31
83.

Zitat von cyblord
[...]Das gilt für jeden Handwerker, für Ingenieure natürlich sowieso, aber natürlich genau so auch für Lehrer. Wieso das nun ausgerechnet bei Lehrern übermenschliche Kräfte erfordern sollte bleibt wohl deren Geheimniss. Natürlich muss man sich dazu bewegen und neuer Technik offen gegenüberstehen. Daran scheint es ein wenig zu mangeln. Aber abzuwarten bis andere eine Lösung präsentieren ist jedenfalls keine professionelle Herangehensweise.
Ach, und die Handwerker und Ingeneure sind also gleichzeitig auch noch ihre eigenen Systemadministatoren?

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T. Wittlinger 04.03.2019, 13:29
84. Oxymoron?

War es Realsatire, die REWE-Anzeige im Magazin des DPhV auf Seite 9(!) im vergangen Jahr oder nur sehr gutes Marketing-Nudging?
vgl.: https://www.profil-dphv.de/wp-content/uploads/Profil-01_02_2018.pdf
In Anbetracht der sehr heftigen Reaktion von Lehrkräften, hier in den Kommentaren muss man wohl feststellen - das "nudging", dafür gab es 2017 den "The Sveriges Riksbank Prize in Economic Sciences" vgl.: https://www.nobelprize.org/prizes/economic-sciences/2017/thaler/facts/
... bei den Philologen nicht funktioniert...;-)

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Olaf 08.03.2019, 14:15
85.

Ich bin in dem Geschäft auf der IT Seite seit fast 25 Jahren unterwegs. In der Zeit hat sich die Technik mehrmals revolutioniert, organisatorisch ist bei den Schulen aber nichts passiert.

Wie zu Zeiten meiner ersten Schul-PC mit Windows 3.1 und 15 Zoll Röhrenmonitor, hängt es völlig davon ab, ob sich an der jeweiligen Schule ein engagierter, IT-affiner Lehrer befindet oder nicht.

Jede Schule muddelt vor sich hin und kommt bei dem Thema nur richtig in Fahrt, wenn irgend etwas zentral vorgeschrieben werden soll. Dann wird auf die Eigenständigkeit gepocht.

Was aber sowieso kaum geschieht, denn wenn die Länder digitalen Unterricht vorschreiben würden, müssten sie auch für eine entsprechende Ausstattung sorgen und das kostet Geld. Also lässt man es lieber und schwingt statt dessen große Reden.

Meiner Ansicht nach, sollten die Schulen ein Konzept erstellen, wie sie sich ihren digitalen Unterricht vorstellen, welche Fächer und welche Inhalte sie vermitteln wollen, welche Anwendungen und Programme sie brauchen usw. Dann kann man sich Gedanken machen über ein technisches Konzept, wie man diese Anforderungen erfüllt.

Heutzutage am Besten als eine Cloud-Lösung, die vom Land betrieben wird und welche die Schulen einfach per Terminaldienst nutzen. Das bedeutet minimaler Betreuungsaufwand vor Ort bei maximaler Verfügbarkeit, aber genau das wird wahrscheinlich nicht passieren. Lieber bastelt jeder ein bisschen vor sich hin.

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fischblase 27.06.2019, 21:40
86. Ewig der gleiche (Sch/T)rott

Wo ist nun der große Unterschied zu vom Lehrer erstellten und ausgeteilten Zetteln/Skripten, die dann zu lernen sind?
Und warum sollen überhaupt alle dasselbe lernen? Es ist wohl kaum ein Zufall, dass bspw. der zweite deutsche Fields-Medaillen-Gewinner sofort auf ein (Ost-)Berliner Gymnasium mit mathematisch-/naturwissentschaftlichem Schwerpunkt ging, wie rein zufälligerweise seine beiden Förderer zuvor auch. Und wenn die Schwerpunkte darauf gelegt werden, bleiben ja andere Fächer zwangsläufig auf der Strecke. Geschadet hat es keinem von ihnen. Man sollte viel früher nach Interessen und Begabungen auftrennen, und diese gezielt fördern, anstatt erstmal zehn Jahre Gießkanne, um allenfalls dann in den LKs ein wenig gezielter auf Interessen und Begabungen der einzelnen Schüler einzugehen.

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