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Digitalpakt: Schulen sollen bis zu 25.000 Euro für Laptops und Tablets bekommen
DPA

Beim Digitalpakt Schule sollen sich Bund und Länder bei den letzten Streitpunkten geeinigt haben. Wenige Wochen vor der geplanten Unterzeichnung sind Details aus einem Entwurf bekannt geworden.

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shardan 22.11.2018, 20:38
1. Ein Witz!

Bis zu 25000 Eur... (Warum erinnert mich das an die "bis zu 16 MBit/s, die die Telekom hier anbietet?) Und wie schlüsselt sich das "bis zu" eigentlich auf? Nach Schülerzahl? Dannbekommt eine Schule mit wenig Schlüern zwei Tablets und eine große Schule mit tausend Schülern grade einmal eine Klassenausstattung? Oder geht das nach Schulform, Gymnasien kriegen das meiste? Ist ziemlich egal - 25k EUR ist, zu gut Deutsch, ein Fliegenschiss, der deutlich macht, wie wenig ernst es der Regierung mit der Förderung der Schulen und Schüler in Wirklichkeit ist. 25K Eur.... es ist ja nicht mit den eigentlichen Gerät getan, es braucht ja ein wenig Ausstattung, Lehrmittel, Programme usw... Soll es einigermaßen tauglich sein, kostet ein Platz ca 500 EUR, knapp gerechnet. Heißt: Grade mal 50 Geräte. Rechnet man einige Geräte als Reserverückstellung ab, ist das grade mal die Ausstattung für eine einzige Klasse! Mit keinem Wort erwähnt: Wer soll das unterrichten? Unterrichten die Schüler dann den Lehrer? Eine ernst gemeinte digitale Bildungsinitiative sieht erstens anders aus, zweitens kostet sie wesentlich mehr. Aber die Milliardenverteilung an Wähler - oft besser verdienende! - waren wichtiger.

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anchises 22.11.2018, 20:42
2. 5 Mrd für genau was jetzt?

Laptops und ähnliches digitales Gerät steht doch eh schon zu Hause herum. Welch gigantische Geldverschwendung. Demnächst kommt noch jemand auf die Idee, betreutes Fernsehen in der Schule oder Fahrschulunterricht sei auch recht nützlich.

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amadeus300 22.11.2018, 20:42
3. boaaah ey ... 25 mille...

Mir ist nicht klar, wer hier wen zum Narren halten will..., doch vermag wohl jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch einzusehen, daß mit 25.000 Euro nie und nimmer an einer Schule mit 1000 Schülern irgendeine bedarfsgerechte und nachhaltige Wirkung erzielt werden kann.
In meinem Lehrerzimmer bedarf es (wenn's gut geht) vom Anschalten des Computers bis zum Ausdruck eines Dokuments 10 Minuten !
Einmalzahlungen sind nutzlos, wenn nicht zugleich der Support, die Aktualisierung der Programme, die Erneuerung der Hardware etc. einkalkuliert werden. Es grüßt eine Lehrer einer digitalen Vorzeigeschule...

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fritz_64 22.11.2018, 20:47
4. 50

Wenn ich mal 500€ Anschaffung rechne sind das 50....bei wieviel Schüler?

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twike-fahrer 22.11.2018, 20:51
5. Schulen am Digital-Dauer-Tropf

Ich hoffe nur, dass jedem klar ist, dass dies zu steil ansteigenden Dauerkosten führt. Nach kurzer Zeit müssen die Rechner erneuert, Infrastruktur ausgebaut, Software aktualisiert werden. Dann kommen Wartungsverträge mit Dienstleistern, die kreativ ihr Geschäft auf Kosten der Steuerzahler ausbauen werden. Das wäre es mir sogar wert, wenn ich an einen Nutzen für unsere Kinder glauben würde. Am besten schneiden heute beim Studium immer noch die ab, die sich am wenigsten durch die Digitalisierung vom lernen ablenken lassen.

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P. M. 22.11.2018, 20:52
6.

Ein Anfang ist gemacht, aber ich denke, dass die meisten Lehrer um dieses neumodische Zeugs einen großen Bogen machen werden.

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kumi-ori 22.11.2018, 21:06
7.

Ich halte es für sehr wichtig, dass die Schüler lernen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Allerdings glaube ich, dass sie das auf einem aktuelleren Stand in der peer group lernen, als im Schulunterricht, der wegen der unvermeidlichen Ministerial- und Fortbildungsbürokratie immer 15 Jahre hinter der Gegenwart herschleicht. Mein damals vierzehnjähriger Sohn hatte vor eineigen Jahren im "Informatik"-Unterricht als einzigen Punkt des ganzen Jahres "zehn Finger blind" zu lernen (vielleicht war der Lehrer in seinem Studium damals auf Stenotypisten-Unterricht geschult worden). Die Schüler brauchen weder Schreibmaschinenunterricht noch das Surfen zu lernen, interessanter wäre der Aufbau von Programmen und Algorhithmen oder das Schreiben von Skripten, aber das übersteigt in jedem Falle die Möglichkeiten des Schulunterrichts. Andere Fragen wie beispielsweise medienkompetenz kann man sicher auch im normalen Frontalunterricht an der Tafel lernen. Dazu braucht man keinen vollständigen Gerätesatz für eine Klasse.

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rhywden 22.11.2018, 21:06
8. Wow, 25,000€!

Ja, damit lässt sich ein Fass aufmachen - das reicht doch glatt für drei Klassensätze Billig-Laptops.
Oder halt ein Klassensatz, wenn man etwas bessere Geräte + Infrastruktur (AccessPoint der die Anzahl an Geräten auch bedienen kann, Laptopwagen/-aufbewahrung) kauft.

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aljoschu 22.11.2018, 21:12
9. Mit Geld auf Probleme schmeißen!

Das hat noch nie jemand geholfen, in aller Regel verstärkt es die vorhandenen Probleme nur noch. Gehen Sie einmal mit einer ganz normalen Klasse in ein Computerlabor! Sie werden hinterher mehr Probleme haben, als vorher. Technologie in der Schule braucht zu allererst Disziplin! Wenn Sie als Lehrer ansagen: "Hört zu, ich will euch was erklären!" Und nur 10% der Schülerinnen und Schüler hören tatsächlich zu, dann wird Ihnen der Computer auch nicht helfen, mehr Aufmerksamkeit zu generieren für das, was Sie sich als Lernziel auserkoren haben. MaW es fehlt an etwas ganz anderem. Was könnte das wohl sein? - Tipp: Es sind weder Computer noch ihre ausgeklügelte Software!

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