Forum: Leben und Lernen
Diskussion um Sommerferien: Hamburg und Berlin sehen Nachteile für ihre Schüler
Mohssen Assanimoghaddam / DPA

Baden-Württemberg und Bayern sind bei der Ferienzeit privilegiert, die anderen Länder gehen mal früh, mal spät in die Sommerferien. Hamburg und Berlin wollen gegensteuern - doch Kiel fürchtet um einen Wirtschaftszweig.

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Justitia 16.10.2019, 16:08
30.

Zitat von deaxx
Bayern und Baden-Württemberg begründen ihren Ferientermin mit den zwei-wöchigen Pfingstferien in ihren Bundesländern. Diese enden beispielsweise im Jahr 2020 am 14. Juni, der Sommerferienkorridor beginnt bereits eine Woche später. Eine solche Konstellation wäre für Schüler, Schulen und Eltern indiskutabel - Pfingstferien hängen aber nun mal an Pfingsten und können schlecht verschoben werden. Aber warum fühlen sich ausgerechnet die norddeutschen Länder benachteiligt, wenn sie im Sommer Sommerferien haben? Wollen die echt bis Mitte September ins Freibad?
Vielleicht wollen die aber bis Mitte September in den Süden fahren, denn in dieser Zeit ist das Wetter dort stabil und angenehm. Aber wenn Sie schon von Schwimmbad reden, welchen Sinn ergeben denn dann längere Pfingstferien von BW und B, wenn man in dieser Zeit ohnehin nicht ins Schwimmbad kann und warum sollen Kinder anderer Bundesländer so früh Sommerferien erhalten, dass sie zu Beginn dieser Zeit wegen unbeständigem Wetter regelmässig nicht ins Schwimmbad gehen können?

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naschauenwirmal73 16.10.2019, 16:10
31. warum müssen sie wandern?

mir ist nicht klar, warum sich die Ferienzeit innerhalb eines Bundeslandes von Jahr zu Jahr verschieben muss. Kann man nicht festlegen dass Land A immer beginnend von der 2. Juni Woche anfängt Und Land B eine Woche Später zusammen mit C und so weiter - Hätte gern eine Erklärung gehabt woran das liegt dass gewandert werden muss.

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grotefend 16.10.2019, 16:13
32. Nö!

Zitat von widower+2
Die gleichbleibende Länge der Schuljahre ist natürlich der wichtigste Vorteil für die schulische Ausbildung. Wird ja auch im Artikel genannt. Bei der bisherigen Regel werden die anderen Bundesländer jedes Mal wieder und in jeder Hinsicht von Bayern und BaWü über den Tisch gezogen. Gut, dass die das mal gemerkt haben.
Hier wird niemand über den Tisch gezogen. Wenn die anderen Bundesländer weiterhin rotieren wollen, dann sollen sie das tun. Die Südländer sagen ja nur, dass sie nicht rotieren wollen und zwingen die restlichen ja nicht, es zu tun.

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ksail 16.10.2019, 16:13
33. Aus bayrischer Sicht...

Als Bayer kann ich dazu nur sagen, dass es den anderen Bundesländern ja freisteht, sich auf feste gleichbleibende Termine zu einigen. Dann wäre wie bei uns jedes Schuljahr gleich lang. Warum sollten wir ein funktionierendes System aufgeben? Wir stören doch niemanden, wenn wir zwischen August und Mitte September in Urlaub gehen. Also: Machts, was ihr wollt, aber lassts uns in Ruhe...

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ironcock_mcsteele 16.10.2019, 16:19
34.

Wer einmal in der Sommerhitze über einem süddeutschen Lerninhalt sitzen musste, wird das Geschwafel von "Privilegien" bald einstellen. Außerdem leben im Süden weitaus mehr Schulkinder als in den nördlichen Bundesländern und deswegen ziehen sie den Kürzeren.

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cobaea 16.10.2019, 16:20
35.

Zitat von LUAP
.. der Sonderstatus von Bayern und Baden Würtemberg gehört zumindest reformiert. Es ist aus Sicht der anderen Bundesländer nicht gerecht, dass deren Ferienschema jedes Jahr fluktuiert, diese beiden Bundesländer aber immer konstante Zeitfenster haben. In der Vergangenheit mag das seine berechtigten Gründe gehabt haben, diese wurden aber von der Realität überholt.
Der Sonderstatus von Bayern und Ba-Wü liegt im Tourismus begründet (Übernachtungen/Jahr: Bayern 98,7 Mio., Ba-Wü 54,9 - dagegen SH 34,4, Meck-Pomm 30,8). Das Tourismusgewerbe beider Länder gründet zu einem grossen Teil auf Familienbetrieben und funktioniert nur, wenn diese Familien nicht gerade dann in den Ferien sind, wenn halb Deutschland bei ihnen Ferien machen will. Die können ja kaum die Betriebsferien in die Zeit legen, in denen Norddeutsche in Oberbayern oder am Bodensee oder im Schwarzwald Urlaub machen wollen. Also setzen die Ferien in Bayern und Ba-Wü ein, wenn die meisten anderen Bundesländer bereits mit den Ferien aufhören (oder deren Ferien zumindest zum grössten teil vorbei sind), Beide Ländre werden kaum einer starken Verschiebung ihrer Termine zustimmen.

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flaschengaist 16.10.2019, 16:23
36. Zweiklassengesellschaft

Die ehemaligen Ernteländer BY und BW sind überprivilegiert mit ihrem Anspruch auf feste Sommerferienzeiten.
Der ADAC sollte mal ankommen im 21. Jhdt und sehen das die Minderheit 6 Wochen in die Autoferien fährt.
Der Tourismusverband sollte nicht vortäuschen, dass Inländer 6 Wochen Urlaub im Inland an ein und demselben Ort machen.
Die Kultusminister wären mal gut beraten nicht nur auf bisherige Verbände zu hören...wie wäre es bei Abfragen bei Arbeitgeberverbänden wie und wann real die Urlaubsbeantragungen sind.
Der ADAC sollte tunlichst den Transitverkehr rausisolieren zur Sommerzeit. Diese Info könnte sich auch die KMK beim Verkehrsminister holen, vorausgesetzt der arbeitet richtig...

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cobaea 16.10.2019, 16:28
37.

Zitat von grotefend
Das System ständig wechselnder Ferien ist antiquiert. Es führt in der Tat dazu, dass es kurze und lange Schuljahre gibt. Deshalb plädiere ich dafür, dass Sommerferien - wie in anderen Ländern auch - eben nicht mehr flexibel verteilt werden. Ich kann die beiden Süd-Bundesländer nur zu gut verstehen, dass sie bei dem Wechselspielchen nicht teilnehmen wollen.
Die Schuljahre sind immer gleich lang, weil das Verhältnis zwischen Ferienzeit und Schulzeit immer und in allen Ländern gleich ist - 12 bis max. 13 Ferienwochen und 40 Schulwochen. Man muss eben die Ferienzeiten anders aufteilen, je nachdem, wann die Sommerferien sind. An der Länge des Schuljahres ändert das aber gar nichts - mal sind eben die Oster- oder Pfingstferien länger, mal die Herbstferien. Und wenn ein Bundesland mal gar nicht mehr weiss, worüber es klagen soll, dann soll es eben die Sommerferien von 6 auf 5 Wochen verkürzen und dafür längere Weihnachts-/Winterferien einführen. es geht eh niemand 6 Wochen in Ferien - und Berufstätige hätten weniger Probleme mit der Nachwuchsbetreuung.

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Justitia 16.10.2019, 16:41
38.

Zitat von ksail
Als Bayer kann ich dazu nur sagen, dass es den anderen Bundesländern ja freisteht, sich auf feste gleichbleibende Termine zu einigen. Dann wäre wie bei uns jedes Schuljahr gleich lang. Warum sollten wir ein funktionierendes System aufgeben? Wir stören doch niemanden, wenn wir zwischen August und Mitte September in Urlaub gehen. Also: Machts, was ihr wollt, aber lassts uns in Ruhe...
Sie zeigen sehr schön das Problem des Förderalismus auf, der in diesem Fall nichts anderes ist als Egoismus. Zumindest im Schulwesen/Bildung gehört dieser abgeschafft. Dann könnte man auch sehr einfach eine einheitliche Ferienregelung einführen. So, wie es heute läuft sehe ich eine Benachteiligung der Schüler, Eltern und Lehrer anderer Bundesländer, was schlussendlich auch dem grundgesetzlichen Gleichheitssatz widerspricht.

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jujo 16.10.2019, 16:43
39. ...

Ich verstehe die Einlassung aus SH nicht so ganz. Uns hat man schon vor dreißig Jahren in Büsum gesagt, das die Saison rund um das Jahr dauert und beklagte den Stress den man damit hat nicht mehr richtig ausspannen zu können als Pensionsbetreiber.

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