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Doktorarbeit: Von der Leyen weist Plagiatsvorwürfe zurück
DPA

Plagiatsjäger der Internetplattform "VroniPlag" werfen Ursula von der Leyen vor, Teile ihrer Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Die Ministerin weist die Anschuldigung nun zurück. Sie habe selbst eine Überprüfung der Arbeit veranlasst.

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hubie 27.09.2015, 20:21
40. Überdurchschnittlich viele Plagiate

Ohne jetzt Von der Leyen beurteilen zu wollen, ausgehend von den vorherigen Fällen: Es scheint doch überdurchschnittlich viele Plagiate bei den Leuten zu geben, die es "zu etwas gebracht haben". Mag sein, dass es daran liegt, dass deren Doktorarbeiten einfach auch stärker geprüft werden seit zu Guttenberg... in beiden Fällen verstörend. In dem einen, da ich wissenschaftliche Originalität hoch schätze und im anderen, weil ich mir die Frage stelle, von wem wir eigentlich regiert werden...

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howun 27.09.2015, 20:22
41.

Ist doch egal, sie arbeitet ja nicht als Ärztin, sondern als Ministerin. Da schießt man quasi mit Spatzen auf Kanonen-Uschi.

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curiosus_ 27.09.2015, 20:25
42. Also, wer es schafft ...

... bei einer Mediziner-Promotion (die anforderungsbedingt in den Naturwissenschaften sicher als unzureichend für eine Diplomarbeit anzusehen ist) zu plagiieren, der muss mehr als unterirdisch unterwegs sein.

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PolitBarometer 27.09.2015, 20:26
43.

Ach, dann ist js bald wieder jermand fällig. Aber schon jetzt kann man ihr das vollste Vertrauen seitens unserer Bundesmutti zusichern. Ich glaube, dass war's dann wohl, Frau v.d. Leyen.

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io_gbg 27.09.2015, 20:28
44.

Mir ist es eigentlich einerlei, ob sie Ministerin bleibt oder nicht.

Aber so wie es aussieht, ist der Verdacht sehr begründet, dass sie Wissenschaftsbetrug begangen hat. Wenn sich das weiter erhärtet und nicht entkräftet werden kann, dann muss sie ihren Dr.-Hut abgeben.
Ministerin kann sie von mir aus bleiben.

Sie hat mit Sicherheit, bei der Abgabe der Dissertation eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, nach den wissenschaftlichen Grundsätzen gearbeitet zu haben.
Nimmt man an, sie habe das nicht getan, wäre sie meineidig.


Wer keine Lust hat sich, die Details in VroniPlag anzusehen, und da ist so manches, was wirklich belastend ist, der sollte wenigstens diesen Beitrag der Süddeutschen von heute genauer lesen:

"Wie schwer die Vorwürfe gegen von der Leyen wiegen"
http://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsvorwurf-von-der-leyen-in-der-defensive-1.2666913

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curiosus_ 27.09.2015, 20:31
45. Eine Mediziner-Promotion ...

Zitat von reflechir
Das kann ja wohl nicht wahr sein, 70 Seiten.....
... wäre in den Naturwissenschaften sicher nicht für eine Diplomarbeit ausreichend. 3 Monate reichen dafür, als Physiker waren für mich 12 Monate Vollzeit verpflichtend. Wohlgemerkt, für die Diplomarbeit! Eine Promotion in Physik dauert 3 bis 5 Jahre. Vollzeit.

Da wundern mich 70 Seiten gar nicht.

Bei einer Mediziner-Promotion zu plagiieren, dazu muss man mehr als unterirdisch unterwegs sein.

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hubertrudnick1 27.09.2015, 20:32
46. Betrug

Zitat von Badischer Revoluzzer
Falsche Doktoren sind mordsmäßig in. Zumindest bei Parlamentariern. Das läßt natürlich Rückschlüsse zu. Die möchte ich aber nicht hier ausführen. Das wäre zu gemein.
Betrug ist doch eines der Hauptsäulen dieser Gesellschaft, die einen stolpern über jedes Bein und andere kommen damit durch.

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tpro 27.09.2015, 20:35
47.

Zitat von tertialtulip
Merkel ist doch eh nur Dr.hc !
Woher haben Sie denn Ihre "Weisheit"?


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkels-promotionsnoten-glaenzend-in-physik-maessig-in-der-ideologie-a-675061.html

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Volks.Hirn 27.09.2015, 20:35
48. Text-Stellen

In der Arbeit finden sich Referenzen auf Textstellen die NICHT EXISTIEREN !! Leider wurde dieser sehr wichtige Umstand im Artikel nicht erwähnt. Denn das gibt der Arbeit eine "ganz besondere" Note und stellt nicht nur die Sorgsamkeitspflicht an diesen Stellen in Frage...

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Oliver Berthy 27.09.2015, 20:36
49. Plagiate

Im letzten Jhdt. war niemanden richtig bewußt, welche Informationszugriff das Internet bewirken wird. Zwar gab es auch schon das Usenet, wo es in erster Linie um Themen bedingte Inhalte ging. Also auch die Studienarbeit.

Die Anmaßung fremder geistiger Leistungen, ist das wichtig machen auf fremden Lorbeeren. Dies kann sich auf die Übernahme fremder Texte oder anderer Darstellungen beziehen; in erster Linie der Wissenschaftliche Veröffentlichungen. Warum wird nicht die Ursprungsquelle genannt?

Die nicht als Zitat gekennzeichnete Übernahme fremder Texte ist grundsätzlich eine Verletzung von Urheberrechten. Aber auch bei Angabe des Quellennachweis ist die Übernahme fremder Ideen nicht per se legitim, gerade wenn es sich um wirtschaftliche Daten handelt.

Im Universitätsrecht ist es vertretbar, sollte aber auch einvernemlich geklärt sein. Da es für die Urheber, die im med. Bereich für den Menschen arbeiten, eine Annerkennung ihrer Arbeit ist, die dem Wohle der Menschen dient. Es entspricht dem, was Paracelsus von seiner Forschung gewollt hatte: Die Weiterarbeit. Darauf bauen nämlich weitere Studien auf. Außerdem ist es meist im Sinne der Forscher, dass ihre wissenschaftliche Arbeit verbreitet wird. Letztendlich zum Wohl der Menschen - gerade wenn es sich um Medizin handelt.

Ob eine Exkulpation vorliegt ist ganz klar: 27 von 62 Seiten, wo die zitierten Passagen nicht als solche deklariert werden.

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