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Doktorarbeit - wie viel Mogeln ist erlaubt?

Die Doktorwürde als akademischer Grad ist ins Gerede gekommen, da immer mehr prominente Doktoren beim Schummeln mit Zitaten, Ergebnissen und der Erstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten ertappt wurden. Nun ist im Zeitalter der digitalen Verfügbarkeit von Daten und Fakten im Internet manche Grauzone entstanden. Müssen nun die Regeln für wissenschaftliche Arbeiten erneuert werden? Provokant gefragt: Wie viel Mogeln ist erlaubt?

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mikkey1962 22.03.2013, 07:38
40.

Zitat von Berg
Naja, Sie können sich gerne die Existenzberechtigung eines urdeutschen Wortes verwahren. Vor dem großen Betrug steht immer noch die kleine Mogelei. Und so hatte ich eben die Eingangsfrage verstanden. Die Zahl der deutschen Worte ist nunmal begrenzt, und Wiederholungen sind gar nicht auszuschließen. Aber ein vergessenes Zitat ist wohl gemogelt, 100 unterlassene Zitat-Fußnoten sind Betrug.
Ich verwahre micht nicht gegen das Wort sondern gegen dieses Wort in diesem Zusammenhang.
Die Eingangsfrage lautet : Doktorarbeit - wieviel Mogeln ist erlaubt. In diesem Zusammenhang ist das Wort "mogeln" schlicht und ergreifend falsch. Man mogelt evtl. beim Mensch-ärgere-dich-nicht oder beim Mau-Mau(Ich lehne mogeln strikt ab und vermittele dies auch meinen Kindern) aber man mogelt nicht bei Klausuren oder bei Doktorarbeiten. Dort betrügt man zur Erlangung eines persönlichen Vorteiles und im Falle der Doktorarbeit zum Schaden Dritter, was ebenfalls das Wort "mogeln" obsolet macht. Bei letzteren gibt man meines Wissen nach eine Erklärung an Eides statt ab, eben nicht betrogen zu haben. Da ist die Frage nach dem Schwellenwert des erlaubten Mogelns einfach grotesk.

Ein VERGESSENES Zitat ist ein Fehler und hat mit Mogeln oder Betrug nichts zu tun. Mogeln/Schummeln oder auch Betrug setzt Vorsatz voraus.

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Berg 22.03.2013, 13:29
41.

Zitat von mikkey1962
Ich verwahre micht nicht gegen das Wort sondern gegen dieses Wort in diesem Zusammenhang. Die Eingangsfrage lautet : Doktorarbeit - wieviel Mogeln ist erlaubt. In diesem Zusammenhang ist das Wort "mogeln" schlicht und ergreifend falsch. Man mogelt evtl. beim Mensch-ärgere-dich-nicht oder beim Mau-Mau(Ich lehne mogeln strikt ab und vermittele dies auch meinen Kindern) aber man mogelt nicht bei Klausuren oder bei Doktorarbeiten. Dort betrügt man zur Erlangung eines persönlichen Vorteiles und im Falle der Doktorarbeit zum Schaden Dritter, was ebenfalls das Wort "mogeln" obsolet macht. Bei letzteren gibt man meines Wissen nach eine Erklärung an Eides statt ab, eben nicht betrogen zu haben. Da ist die Frage nach dem Schwellenwert des erlaubten Mogelns einfach grotesk. Ein VERGESSENES Zitat ist ein Fehler und hat mit Mogeln oder Betrug nichts zu tun. Mogeln/Schummeln oder auch Betrug setzt Vorsatz voraus.
Das artet jetzt in heiteres Begrifferaten aus, sind Sie Jurist? Es ist wohl nur Ihr Wunschdenken, dass "man" in Klausuren nicht mogelt. Ich sehe das realistischer. Mehr ist nun nicht mehr zu sagen.

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discotieren 22.03.2013, 14:08
42. Klärung

Zitat von Berg
Das artet jetzt in heiteres Begrifferaten aus, sind Sie Jurist? Es ist wohl nur Ihr Wunschdenken, dass "man" in Klausuren nicht mogelt. Ich sehe das realistischer. Mehr ist nun nicht mehr zu sagen.
Womit nun klar wäre, dass in der Welt des einen das absichtliche Vorteilserschleichen moralisch indifferent beim andern moralisch negativ bewertet wird. Mit wem, liebe Mitforisten, würden sie lieber auf einer einsamen Insel stranden?

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