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Doktortitel: Weiterer FDP-Politiker unter Plagiatsverdacht

Die Plagiatsjäger im Netz graben weiter: Sie wollen in der Doktorarbeit des FDP-Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai Plagiate entdeckt haben. Die Uni Köln prüft die Arbeit, der Parlamentarier weist die Vorwürfe zurück.

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tocoma 02.06.2011, 23:49
60. Völlig korrekt.

Zitat von Holledauer
Naturwissenschaftler und in der Forschung tätige Mediziner haben es da wesentlich einfacher (nicht leichter!), da sie wirklich bei der Erarbeitung ihrer Dissertation zu etwa 50 - 70 % auf die Ergebnisse eigener Arbeiten zurückgreifen können. Es stellt sich generell die Frage, ob denn bei einem Juristen oder praktizierenden Mediziner der Doktrotitel wirklich nötig ist. Zum aktuellen Fall: Mund halten, sich zurückziehen.
Nötig ist der Doktortitel rein sachlich keineswegs. Der Nachweis fundierten Fachwissens ist da ungleich wichtiger! Es ist nur zu beobachten, dass es darauf in der Politkaste kaum Hinweise gibt. Fürs Ego und als Propagandafassade ist so ein Titel sicherlich nützlich. Vor allem wenn man sich als nutzloser Hinterbänkler damit tarnen kann um ausreichend Diäten abzuziehen.
Die Mehrzahl aller Doktortitel bedeutdet lediglich, dass der/die Betreffende den Studienstoff auswendig gelernt hat und fehlerfrei wiedergeben kann. Wozu man da einen Doktortitel vergibt verstehe ich nicht.
Ganz anders bei echten Wissenschaftlern aller Gebiete. Da gibt es welche die wirklich forschen und tatsächlich ganz neue Erkenntnisse erarbeiten, die nicht nur allen nützen sondern auch die Wissenschaft als solche weiterentwickeln. Promotionen die auf solchen realen Arbeitsresultaten resultieren, sollten auch mit Doktortiteln und vor allen entsprechenden Gehältern honoriert werden. Und wie ist bitte die Realität? Doktoren gibts wie Sand am Meer, nur richtige Wissenschaftler verlassen Deutschland so schnell wie möglich. Und das gilt nicht nur für Wissenschaftler, sondern für viele andere auch die man allgemein als Fachkräfte bezeichnet.

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tocoma 02.06.2011, 23:52
61. Korrekt...

Zitat von Holledauer
Naturwissenschaftler und in der Forschung tätige Mediziner haben es da wesentlich einfacher (nicht leichter!), da sie wirklich bei der Erarbeitung ihrer Dissertation zu etwa 50 - 70 % auf die Ergebnisse eigener Arbeiten zurückgreifen können. Es stellt sich generell die Frage, ob denn bei einem Juristen oder praktizierenden Mediziner der Doktrotitel wirklich nötig ist. Zum aktuellen Fall: Mund halten, sich zurückziehen.
Nötig ist der Doktortitel rein sachlich keineswegs. Der Nachweis fundierten Fachwissens ist da ungleich wichtiger! Es ist nur zu beobachten, dass es darauf in der Politkaste kaum Hinweise gibt. Fürs Ego und als Propagandafassade ist so ein Titel sicherlich nützlich. Vor allem wenn man sich als nutzloser Hinterbänkler damit tarnen kann um ausreichend Diäten abzuziehen.
Die Mehrzahl aller Doktortitel bedeutdet lediglich, dass der/die Betreffende den Studienstoff auswendig gelernt hat und fehlerfrei wiedergeben kann. Wozu man da einen Doktortitel vergibt verstehe ich nicht.
Ganz anders bei echten Wissenschaftlern aller Gebiete. Da gibt es welche die wirklich forschen und tatsächlich ganz neue Erkenntnisse erarbeiten, die nicht nur allen nützen sondern auch die Wissenschaft als solche weiterentwickeln. Promotionen die auf solchen realen Arbeitsresultaten resultieren, sollten auch mit Doktortiteln und vor allen entsprechenden Gehältern honoriert werden. Und wie ist bitte die Realität? Doktoren gibts wie Sand am Meer, nur richtige Wissenschaftler verlassen Deutschland so schnell wie möglich. Und das gilt nicht nur für Wissenschaftler, sondern für viele andere auch die man allgemein als Fachkräfte bezeichnet.

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karlauer 03.06.2011, 00:46
62. Keine Motivation

Zitat von SenYek
Immerhin gab es ja den Versuch, im "Nilsplaq" die Doktorarbeit des Spitzenkandidaten von Baden-Württemberg zu untersuchen. Das "Plaq" wurde liebevoll in Szene gesetzt. Leider fehlt bis heute auch nur ein einziger verwertbarer Hinweis auf Plagiate. Schade eigentlich
Tja, scheinen sich wohl keine Leute zu finden, die dafür eine Motivation haben.

Das Literaturverzeichnis wurde aus "urheberrechtlichen" Gründen leider nicht auf google-books veröffentlich, was für die Suche nach Plagiaten natürlich die wichtigste Quelle ist.

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Tsardian 03.06.2011, 05:14
63. ...

Das ganze wird langsam ziemlich lächerlich. Ähnlich wie bei der Arbeit von Chatzimarkakis markiert "Vroniplag" einfach alle indirekten Zitate als "Plagiat", auch wenn ein entsprechender Verweis auf die Originalquelle ist. Auf die Art kann man 99% aller wissenschaftlichen Arbeiten als Plagiat abstempeln. Denn wie soll man sonst den momentanen Stand der Wissenschaft wiedergeben, ohne zu "zitieren"? Leider machen sich die Journalisten bei solchen News-meldungen selten die Mühe zu prüfen was da als "Plagiat" gehandelt wird.

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mats123 03.06.2011, 10:31
64. Selektive Plags

Zitat von SenYek
Immerhin gab es ja den Versuch, im "Nilsplaq" die Doktorarbeit des Spitzenkandidaten von Baden-Württemberg zu untersuchen. Das "Plaq" wurde liebevoll in Szene gesetzt. Leider fehlt bis heute auch nur ein einziger verwertbarer Hinweis auf Plagiate. Schade eigentlich
Die Arbeit von Nils Schmid wurde noch gar nicht untersucht, sie steht auch noch gar nicht zur Verfügung. Ist auch logisch, da sich die Plagiatejäger auf Doktorarbeiten von FDP- und Unionspolitikern beschränken. So weit zu den Fakten.

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derlabbecker 03.06.2011, 10:32
65. was?

Zitat von wilko0070
"Schaemt euch, Leistungsverweigerer." Die FDP-Leistungsträger beweisen ja gerade, wie es geht. Und selbst diejenigen, die eventuell nicht plagiiert haben (z. B. Rösler), zeigen durch diese Aktion, was ihre Dissertationen wert sind (bei Rösler: ganze 59 Seiten :=)))) auf dem Niveau einer Seminararbeit und für den "wissenschaftlichen Mülleimer").
... der Rösler hat ne Dr. Arbeit mit ganzen 59 Seiten geschrieben? Wenn dem so ist will ich aber posthum für meine Diplomarbeit mit 100 Seiten Text und zehntausenden von Zeilen SourceCode einen Dr-Ing haben...

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camemberta 03.06.2011, 10:45
66. ...

Ich finde diese Blenderei und Möchtegernerei zum Kotzen.

Einige Bekannte von uns, die einen Doktorgrad erworben haben, möchten den schon gar nicht mehr genannt wissen, weil sie befürchten, dass man sie dann nicht mehr ernst nimmt und auf eine Stufe mit den Plagiierern stellt. Es wird dann leicht vergessen, dass der "normale" Doktortitel-Träger auch ein ganz normaler Arbeitnehmer ist, der nicht mit seinem Titel auftrumpfen kann wie unsere politischen Würdenträger, die jetzt alle echten Mühen in den Schmutz ziehen.

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don_politicus 03.06.2011, 11:40
67. Doktorarbeit

Zitat von derlabbecker
... der Rösler hat ne Dr. Arbeit mit ganzen 59 Seiten geschrieben? Wenn dem so ist will ich aber posthum für meine Diplomarbeit mit 100 Seiten Text und zehntausenden von Zeilen SourceCode einen Dr-Ing haben...
Tja...Doktorarbeit ist eben nicht gleich Doktorarbeit. Selbstverständlich gibt es hier und da Ausnahmen - aber Mediziner stehen nicht gerade im Ruf, äußerst hohe Anforderungen zu stellen. Man betrachte sich doch lediglich, wie inflationär in dieser Branche der Dr.-Titel gehandhabt/verteilt wird. 59 Seiten sind da keine Seltenheit - oft endet ein Studium planmäßig mit dem Doktortitel. Auch die Rechtswissenschaft hat makabere Schwachstellen. Ich empfehle dringend folgenden Artikel:

http://www.zis-online.com/dat/artikel/2009_4_308.pdf

Lustig und beschämend zugleich. Übrigens: meine Staatsexamensarbeit in Politik hat einen Umfang von rd. 190 Seiten (ohne Verzeichnisse). Im Anschluss an mein Studium darf ich mir übrigens keinen Titel vor/nach den Namen setzen - im Gegensatz zu Diplomern, Magistern und neuerdings Studierenden mit erweitertem Grundstudium als Abschluss (genannt: Bachelor). Ich finde das nicht weiter tragisch - jeder soll wissen was er kann/nicht kann. Für Personen außerhalb des akademischen Betriebs wird es aber nicht einfacher, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Mein Tipp: schaut euch die Leute einfach genau an, hört ihnen 3 Minuten zu - und man wird schnell feststellen, ob Koch-Mehrin dazu fähig ist, einen Dr.-Titel zu erarbeiten. Ebenfalls so mit Herrn Rösler und Konsorten verfahren. Bei Chatzimarkakis wirds etwas schwieriger wegen seiner Eloquenz; hier muss man dann schon mal einen Blick in die Promotion werfen um beispielsweise bei der Beschreibung von Theorien internationaler Beziehungen geistige Verwirrungen attestieren zu können.

Weiterhin wünsche ich den Anti-Plagiats-Webseiten alles erdenklich Gute für die Zukunft; ich kann nur hoffen, dass möglichst viele "schwarze Schafe" gefunden werden. Bisher wurde m.E. lediglich die Spitze des Eisbergs freigelegt...leider.

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wilko0070 03.06.2011, 11:47
68. "Chatzi" - Das vermeintliche Cleverle

Zitat von Tsardian
Ähnlich wie bei der Arbeit von Chatzimarkakis markiert "Vroniplag" einfach alle indirekten Zitate als "Plagiat", auch wenn ein entsprechender Verweis auf die Originalquelle ist.
Bei vroniplag heißt es:
"Typisch ist, dass GC einen ganzen Paragraphen abschreibt, ohne Anfuehrungszeichen, und am Ende eine Fussnote mit der Quelle anhaengt."

Bei einer wissenschagftlichen Arbeit muss klar zwischen eigenem und fremden Gedankengut getrennt werden können, was auf diese Weise nicht möglich ist.

Die Universität Bonn wird aber ohnehin mit bisherigen Plagiatsfunden auf mehr als 70% der Fließtextseiten keinerlei Spielraum mehr für "Chatzi"s kreative Zitierweise haben.

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Glasperlenspiel 03.06.2011, 12:26
69. Also, für mich ist der Titel ...

Zitat von maniac_odin
Ich frage mich die ganze Zeit , warum einigen Leuten dieser Titel so wichtig ist ?? Gehört das mittlerweile zum Imponiergehabe , oder sieht es auf dem Namensschild besser aus ?? Ich kenne viele Studierte die keinen Doktortitel innehaben , und mehr geleistet haben als diese angeblichen "Doktoren" .
... persönlich nicht wichtig. Wenn ich bei meinen Projekten mit Leuten zusammenarbeite, die immer wieder darauf bezug nehmen, dann sage ich denen bald, dass sie das sein lassen sollen.

Der entscheidende Vorteil liegt aber darin, dass ich andere (für die das vielleicht außérordentlich wichtig ist) nicht mit Dr.... anreden muss, wenn ich nicht will.

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