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Dramatische Bildungsstudie: Deutschland gehen die Akademiker aus
DPA

Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.

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michaelmuench 29.02.2012, 12:22
1. Wie kann das sein?

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
Ich bin zwar kein Student kann mir aber trotzdem nicht erklären wie es zu einem Mangel an Akademikern kommen soll. Heutzutage schafft es doch fast jedes Kind aufs Gymnasium und die Realschüler machen auch alle auf einem WG oder TG weiter. Fast jeder Schüler geht studieren und wird somit Akademiker. Die Unis in ganz Deutschland sind überfüllt, besonders Studiengänge wie Jura, Medizin und Maschinenbau sind randvoll und die Hörsäle platzen aus alles Nähten. An diesem Bericht kann doch irgendetwas nicht stimmen?!

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rolf_blanck 29.02.2012, 12:28
2.

Zitat von michaelmuench
Ich bin zwar kein Student kann mir aber trotzdem nicht erklären wie es zu einem Mangel an Akademikern kommen soll. Heutzutage schafft es doch fast jedes Kind aufs Gymnasium und die Realschüler machen auch alle auf einem WG oder TG weiter. Fast jeder Schüler geht studieren und wird somit Akademiker. Die Unis in ganz Deutschland sind überfüllt, besonders Studiengänge wie Jura, Medizin und Maschinenbau sind randvoll und die Hörsäle platzen aus alles Nähten. An diesem Bericht kann doch irgendetwas nicht stimmen?!

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tlogor 29.02.2012, 12:28
3. Richtig!

Zitat von michaelmuench
Ich bin zwar kein Student kann mir aber trotzdem nicht erklären wie es zu einem Mangel an Akademikern kommen soll. Heutzutage schafft es doch fast jedes Kind aufs Gymnasium und die Realschüler machen auch alle auf einem WG oder TG weiter. Fast jeder Schüler geht studieren und wird somit Akademiker. Die Unis in ganz Deutschland sind überfüllt, besonders Studiengänge wie Jura, Medizin und Maschinenbau sind randvoll und die Hörsäle platzen aus alles Nähten. An diesem Bericht kann doch irgendetwas nicht stimmen?!
Es geht von Arbeitnehmerseite immer darum, möglichst in allen Sparten ein Überangebot von Arbeitskräften haben zu wollen. In diesen Kontext muss man die Studie einordnen.
Im Übrigen finde ich, dass für ein Hochschulstudium gewisse Mindestanforderungen zu gelten haben. Bei den derzeitigen Anforderungen fürs Abitur, tummeln sich schon genügend Flachpfeiffen an den Unis. Und jetzt will man die Anforderungen noch absenken. Das ist unglaublich.

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cassandros 29.02.2012, 12:29
4. 29. Februar, der neue 1. April

Zitat von sysop
Dramatisch: Deutschland gehen die Akademiker aus.
Noch schlimmer: der Nordsee geht das Wasser aus!

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Motormaul 29.02.2012, 12:29
5.

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
Wie meinen?

Anstatt Leute ohne Abitur in die Hochschulen zu lassen und damit IMO den Bildungsstandard zu senken, sollte die Regierung lieber daran arbeiten, Akademiker nach DE zu locken oder zumindest versuchen die Akademiker die schon (oder noch?) hier sind nicht ständig zu vergraulen und quasi in das Ausland zu verjagen.

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Cassandra105 29.02.2012, 12:30
6. ******************

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
Es wäre schonmal ein guter Anfang, wen Universitäten damit aufhören würde, gerade in den ersten Semestern Studenten gezielt verekeln zu wollen.

Da wird dann mieserabler Unterricht abgeliefert gepaart mit gigantischen Anforderungen, die nicht per se schwer sind, sondern künstlich schwer gemacht werden, um zu sehen, wer dann noch bleibt.

Universitäten müssen DRINGEND und das seit Jahrzehnten, an ihrer Qualität arbeiten. Gerade jene abseits des technischen Bereiches.

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Luke1973 29.02.2012, 12:30
7. Und mir

ist nicht klar was es bringen soll Nichtabiturienten an die Unis zu lassen. Wer schon das Abi nicht geschafft hat, wird wohl kaum ein Hochschulstudium durchhalten.

Von ein paar wenigen Ausnahmen mal abgesehen.

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Reziprozität 29.02.2012, 12:30
8.

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. ...
Mitte der Neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hiess es bspw. in Berlin, die Universitäten würden zusammenbrechen weil bis in die Mitte der 2000er Jahre mehr als 600 Professoren emeritiert werden würden, Lehrbetrieb und Forschung nicht mehr weitergeführt werden könnten. Man solle doch als junger Akademiker eine Hochschullaufbahn einschlagen. Nun, die 600 Profs sind tatsächlich pensioniert worden, was jedoch niemand so vorhersehen konnte war die Streichung von mehr als 500 dieser Professorenstellen samt Abwicklung einiger Institute im fraglichen Zeitraum.

Diese Verdummungsmasche wiederholt sich jetzt mit umgekehrtem Vorzeichen.

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steuerzahler24 29.02.2012, 12:31
9. Eine Universität ist keine Volkshochschule!

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
Eine Universität ist keine Volkshochschule! Sollen Krankenschwestern jetzt den Ingenieursmangel beheben? Tatsache ist: Das Studium lohnt sich finanziell nicht. Man hat hohe Kosten, hohe Mühen, und zum Schluß fehlen wichtige Jahre in der Rentenkasse. Mein Vorschlag: Volles BaFöG auch für die Mittelschicht sowie die Regelstudienzeit voll rentenwirksam machen. Kostet viel weniger als die Rettung der Banken und wäre eine gute Investition in die Zukunft Deutschlands.

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