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Dramatische Bildungsstudie: Deutschland gehen die Akademiker aus
DPA

Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.

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RubyRhod 29.02.2012, 12:37
30. aha

gewusst: selbst von den für eine hochschule qualifizierten leuten schaffen es wieviele bis zum abschluss? etwa 50%?!

und dann noch ältere arbeitnehmer und leute mit schlechter schulischer ausbildung zulassen - das wird wohl die anzahl an studenten ändern, mit sicherheit aber nicht die anzahl an absolventen.

wie wäre es denn, wenn man sich sein studium finanziell leisten könnte? das wäre vllt mal ein anreiz für die leute, die das zeug haben, ein studium auch zu bestehen.

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eumel2 29.02.2012, 12:39
31.

Zitat von tlogor
Es geht von Arbeitnehmerseite immer darum, möglichst in allen Sparten ein Überangebot von Arbeitskräften haben zu wollen. In diesen Kontext muss man die Studie einordnen. Im Übrigen finde ich, dass für ein Hochschulstudium gewisse Mindestanforderungen zu gelten haben. Bei den derzeitigen Anforderungen fürs Abitur, tummeln sich schon genügend Flachpfeiffen an den Unis. Und jetzt will man die Anforderungen noch absenken. Das ist unglaublich.
Ich sehe das ähnlich. Quantität ungleich Qualität. Nicht jeder ist für ein abstraktes Studium gemacht. Selbst praxisorientierte FH-Studium verlangem dem einzelnen ein hohes Pensum an Lern- und Leistungsbereitschaft ab, dass längst nicht bei jedem Menschen selbstverständlich ist.

Zudem nerven mich allmählich diese OECD-Studien, die schlicht und einfach das Berufsbildungssystem in Deutschland bei internationalen Vergleichen ignorieren. In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Meistern und Fachberufen, die in großem Maße zum Innovationsstandort Deutschland beitragen. Alleine die Akademikerquote ist in Deutschland entsprechend wenig aussagekräftig.

Leider wird das von den allermeisten Medien schlicht aus Unkenntnis ignoriert.

Davon abgesehen: Deutschland MUSS mehr in seine Bildung (schulische, berufliche wie akademische) investieren, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Hier passiert viel zu wenig und die Umstellung auf Bacc/Master ist ein Fehlgriff ohne gleichen mit dem Ziel Arbeitskräfte früher für den Arbeitsmarkt verfügbar zu machen.

Ich sehe das gerade an meiner Freundin, die WiWi studiert, aber den Druck durch das Studium kaum aushält. Die Noten leiden darunter, das Wissen auch. Das KANN nicht die Lösung sein.

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BBTurpin 29.02.2012, 12:39
32. Dagegen gibt es ein einfches Rezept ...

... massenhaft beim Einkaufsportal Groupon einen Dr. h.c. ab EUR 39,- kaufen! So werden wir wieder ein Volk der Dichter und Denker!

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gruenbonz 29.02.2012, 12:40
33. Gesellen gibts auch kaum noch

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
oder meint die Studie finstere Gesellen aus dem Knast? Die sind nicht geeignet. Das Problem: Es wird das Falsche studier. Wir haben tausende von Absolventen der Studiengänge, die sich bestens für Fahrradbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte oder Bundestagsassistenten eignen, aber wenige in den MINT-Fächern.

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lynx2 29.02.2012, 12:40
34. Was die Wirtschaft will, ...

Zitat von michaelmuench
Ich bin zwar kein Student kann mir aber trotzdem nicht erklären wie es zu einem Mangel an Akademikern kommen soll. Heutzutage schafft es doch fast jedes Kind aufs Gymnasium und die Realschüler machen auch alle auf einem WG oder TG weiter. Fast jeder Schüler geht studieren und wird somit Akademiker. Die Unis in ganz Deutschland sind überfüllt, besonders Studiengänge wie Jura, Medizin und Maschinenbau sind randvoll und die Hörsäle platzen aus alles Nähten. An diesem Bericht kann doch irgendetwas nicht stimmen?!
.. sind Akademiker, die nichts kosten.
Auf der anderen Seite suchen die Firmen 'händeringend' nicht-akademische Facharbeiter. Natürlich auch billigst, auf Zeit, überwiegend
als Lohnsklaven.

Ich kenne Fälle, wo in einem Unternehmern ein junger Maschinenmechaniker (praktisch ein Geselle) die Arbeit eines Ingenieurs machen muß und damit öfter mal überfordert ist. Einen Ing. (=Akademiker) möchte man sich aber sparen, weil der mehr kostet. Also wurschelt man sich durch. Die Dummen sind die Kunden, wenn was schiefgeht.

Wenn Fachpersonal und Akademiker so gefragt werden, würde man besser zahlen.

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musicman 29.02.2012, 12:41
35. Weg in das ultimative Fachidiotentum

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
diese Studien wollen uns glauben machen, Allgemeinbildung sei nur lästig.
Den Verfassern solcher Studien sind gebildete Menschen eben unbequem,
deshalb heißt das Motto jetzt: Weg frei für Schmalspurakademiker, freie
Fahrt für Technokraten!

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inqui 29.02.2012, 12:42
36. Ich hab die Lösung

Zitat von sysop
Der Bundesrepublik fehlen in Kürze Zehntausende Akademiker. Das geht aus einem Gutachten für die Regierung hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Studienautoren empfehlen eine Radikalreform: Die Unis sollen für Gesellen und ältere Arbeitnehmer ohne Abitur geöffnet werden.
Um diesem Horrorszenario vorzubeugen sollten steuerfinanziert
anwerbungsaktionen in Rumänien, Bulgarien oder auch Spanien
gestartet werden. Kost und Logie übernimmt der Staat.
Dann gäbs wieder genug Akademiker

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eine-Meinung-unter-Vielen 29.02.2012, 12:42
37. Solange ...

... mindestens die gleichen akademischen Anforderungen und Maßstäbe an die akademische Ausbildung und Abschlüsse angesetzt werden, wie heute - warum nicht? Auf das Ergebnis kommt es schließlich an.

Man sollte sich aber davor hüten, zu glauben, man könne Klasse durch Masse ersetzen. Damit würde sich Deutschland als innovativer Wirtschaftsstandort abschaffen.

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_ab 29.02.2012, 12:42
38.

Tja, da rächt sich die jahrzehntelange völlig falsche Schulpolitik, aber auch die verfehlte Immigrationpolitik. Andere Länder wie Kanada machen es vor, & lassen nur gebildete, fähige Leute ins Land & keine Analphabeten & Hinterwäldler.

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wolfgangm_de 29.02.2012, 12:42
39. Schon eine Schule in Bayern besucht?

Zitat von tlogor
Es geht von Arbeitnehmerseite immer darum, möglichst in allen Sparten ein Überangebot von Arbeitskräften haben zu wollen. In diesen Kontext muss man die Studie einordnen. Im Übrigen finde ich, dass für ein Hochschulstudium gewisse Mindestanforderungen zu gelten haben. Bei den derzeitigen Anforderungen fürs Abitur, tummeln sich schon genügend Flachpfeiffen an den Unis. Und jetzt will man die Anforderungen noch absenken. Das ist unglaublich.
Aussage finde unterirdisch:
1. Es sollte wohl Arbeitgeberseite und nicht Arbeitnehmerseite heißen
2. Welchen Schulabschluß haben Sie und wo gemacht? In Bayern sind die Anforderungen auf dem Gymnasium so hoch dass ca 70% der Schüler Nachhilfe bekommen um den Abschluß halbwegs auf die Reihe zu bekommen. Aus Erfahrungen im privaten bzw. beruflichen Umfeld sind etliche Familien "pro forma" nach Bremen, Berlin, Niedersachsen gezogen, damit die Sprößlinge ein gutes Abitur haben, damit der NC geschaft wird und dann in Bayern wieder studieren können. Die Anzahl der Studienabbrecher die über diese Schiene reinkommen möchte ich nicht wissen.

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