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Düsseldorf: Schule will Klima schützen - und wird bedroht
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Eine Düsseldorfer Grundschule will ein paar Stunden die Heizung runterdrehen, damit die Kinder lernen, wie Energiesparen geht. Den Elternbrief dazu postet eine Mutter auf Facebook - nun ergießt sich Hass über der Schule.

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frodosix 08.02.2019, 12:22
170.

Zitat von epsilon
Hört doch endlich mal mit der Panikmache bzgl Klimaschutz und Klimawandel auf! Ich befürworte ja auch den Umweltschutz, Artenschutz und sparsames Haushalten mit unseren Ressourcen! Aber BITTE hört endlich mit dem schwachsinnigen Argument Klimaschutz auf! Wir müssen und können das Klima der Erde nicht schützen!
Wie kann man einerseits angeblich Umwelt- und Artenschutz sowie Ressourcen Sparen beführworten, aber Maßnahmen gegen den menschgemachten Klimawandel ablehen? Beim Treibhausgasausstoß nicht gegenzusteuern und weiter wie bisher zu machen, wird sich langfristig negativ auf das auswirken, was Sie vorgeben zu beführworten. Angefangen beim Rückgang der Artenvielfalt und Vernichtung von Lebensraum durch die Erwärmung der Meere und vermehrt auftretende Extremwetterphasen, bis zur Verknappung von Trinkwasser.
Klimaschutz kann und sollte nicht die einzige Maßnahme sein, aber es ist ein großer Teil davon.
Oder stören Sie sich einfach nur an dem Begriff "Klimaschutz" (was ziemliche Haarspalterei wäre)?

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misterknowitall2 08.02.2019, 12:23
171. Toller Vorschlag.

Zitat von Bondurant
Endlich wieder ohne schlechtes Gewissen zurück in die Fünfziger. Gelobt sei, was hart macht! Warme Wohnung - verweichlicht nur. Am besten morgens (nur) kalt duschen, Heizen erst, wenn es gar nicht anders geht und so wenig wie möglich. Dann werden die Leute auch widerstandsfähiger. Außerdem: die Wohnungen sind zu groß! Wenn man in drei Zimmern 15 Leute unterbrächte, brauchte man vielleicht gar nicht mehr zu heizen, nur in ganz seltenen Notfällen. Wie wär das denn?
Leider ist Sarkasmus nicht angebracht. Wir werden irgendwo verzichten müssen, wenn wir unseren CO2 Fußabdruck verbessern wollen. Dann doch lieber die Heizung runterdrehen, als z.B. auf Individualverkehr zu verzichten.

Vielleicht haben sie eine bessere Idee den CO2 Ausstoß zu begrenzen? Bin gespannt.

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ingbeti 08.02.2019, 12:23
172. Gute Idee

die Kinder sollen wirklich einmal erleben, wie es ist, im Kalten zu sitzen. Danach die Kinder abstimmen lassen! Ich wette, die wollen lieber warme Klassenzimmer, das ist ihnen wichtiger als die Folgen der Klimaerwärmung in 50 Jahren. Dieser pädagogische Schuß geht nach hinten los!!!

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bapu65 08.02.2019, 12:25
173. Bleibt

nur eines zu sagen: Kinder an die Macht. Sie sagen in jedem Satz mehr Wahrheiten als Politiker waehrend einer ganzen Legislaturperiode. Wir wissen doch das sie mit dem grundlegenden Gedanken Ihrer Aussage Recht hat und machen doch so weiter als sei dass alles “nicht so wichtig (von den “fakes” will ich hier gar nicht anfangen).
Und dann gibt s hier noch diejenigen die sich ehrlich fragen ob es nicht besser waere wenn die Kidis in die Schule gehen sollten anstatt Freitag “blau’ zu machen. Mittelalter oder was? Sie hat doch recht: Unser gesellschaftliches System besteht darauf dem Großteil der Bevölkerung dass Recht zu verwehren mit zu entscheiden (Wahlrecht erst ab 18) wenn es um exact deren Zukunft geht. Mittelalter ..? Nee Steinzeit !

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Bondurant 08.02.2019, 12:26
174.

Zitat von KlausP22
Witzige Aktion, bei der die Kinder wohl vor allem lernen, dass es kälter im Haus wird, wenn man die Heizung runterdreht.
eben. Bei all der Aufregung über den ständig Beklagten "Hass in den sozialen Netzwerken" hat noch niemand darüber aufgeklärt, was genau die Kinder eigentlich durch diese Aktion "lernen" sollen, natürlich außer dem, was Sie so richtig feststellen. Darüber hinaus ist ja eigentlich nur ein Lernziel auszumachen: den Kindern soll gezeigt werden, dass es auch so geht, also kälter. Mit anderen Worten: die Aktion dient der Vorbereitung einer generellen Senkung der Temperaturen in Schulen. Aus Umweltgründen, versteht sich. Das warten wir dann mal ab. Als nächstes kommt vielleicht jemand, der Energiebeauftragte des Wohnblocks, der in den Wohnungen die Temperatur kontrolliert. Wer im T-Shirt die Wohnungstür öffnet, macht sich sofort verdächtig, ein "Klimasünder" zu sein und damit eine Art Asozialer. Zukunftsmusik?

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Martuk 08.02.2019, 12:26
175. das Phänomen ist nicht neu

Es gab Zeiten, da haben sich im Internet oder damals Usenet die Leute über den besten Text-Editor oder das beste Betriebssystem "gestritten". Für diese Flamewars zogen sich die Diskutanten bildlich gesprochen Asbest-Unterwäsche an.

Und heute sind auch nicht IT-affine Menschen online, wir alle! Natürlich wird in einem 58.000 Benutzer großen Forum sich das eine Promille finden welches mit Mord und Totschlag droht und sowieso alles besser weiß...

Das ist sicher nicht schön, aber ich wüsste nicht wie man das ändern soll.

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potenz 08.02.2019, 12:28
176. Erstaunliches Phänomen:

Jede Überlegung oder Aktion für etwas "klimabewussteres" Verhalten (ob nun jeweils sinnvoll oder nicht) ruft sofort - auch hier wieder in den SPON-Kommentaren - wütende und/oder klugscheisserische Kommentare hervor, deren Aggressivität in keinem Verhältnis zum Kommentierten steht, denn sooo persönlich bedrohlich ist ja eigentlich eine Aktion wie die an dieser Schule für diejenigen, die das dann kommentieren, nicht. Im Grunde also ein klassischer Fall von Verdrängung, im psychoanalytischen Sinne. Bin zwar kein "Freudianer", aber staune doch immer wieder, wie gut solche Alltagsphänomene mit Freudschen Konzepten erklärbar sind.

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mantrid 08.02.2019, 12:29
177. Sturm im Wasserglas

Wichtiges Thema, etwas wenig intelligent angegangen, kann man hier zusammenfassen. Das mit Jacken, Mützen usw. ist sicher übertrieben. Das eine um 1 Grad abgesenkte Raumtemperatur Engergie spart dun dem Wohlbefinden nicht abträglich sein muss, kann eine durchaus lehrreiche Erfahrung sein. Es müssen ja nicht nicht gleich 3 Grad Absenkung sein. Wenn dann auch noch frühzeitg auf dieses Expermient hingewiesen wird, ist die Gefahr schockgefrosteter Schüler eher gering.

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Bondurant 08.02.2019, 12:30
178. Interessant

Zitat von brotfresser
Kinder für das Problem zu sensibilisieren, ist wichtig und gut. Aber das sagt natuerlich nur jemand, der Kinder hat und sich um deren Zukunft sorgt.
und was genau meinen Sie jetzt damit? Kinder darauf vorzubereiten, dass ihr Lebensstandard niedriger sein wird als der ihrer Eltern? Und dass das so sein muss, weil sonst das Klimaproblem nicht gelöst werden kann? Das wär doch immerhin mal eine klare Ansage, warum macht die denn keiner?

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Callidus89 08.02.2019, 12:34
179. Sehr gute Aktion der Schule

Wer sich über so etwas aufregt, der ist entweder dumm wie Brot oder fühlt sich in seiner (evtl. nicht so Klimafreundlichen) lebensweise sehr angegriffen.

Kindern zu erklären was Energie ist, wo sie herkommt und welcher Aufwand für sie nötig ist, ist mit das Beste was man gegen den Klimawandel tun kann. Und es dann auch noch in die Praxis überführen, in dem man mal für ein paar Stunden die Heizung runter/aus stellt, besser eghts doch nun wirklich nicht.
Nur wer weiß, wie sein Verhalten auf die Umwelt wirkt, der kann auch gezielt gegensteuern (das gilt übrigens nicht nur für das Thema Klimaschutz).

Wer das für politischen Aktionismus hält oder für Kindeswohlschädigend, hat nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete gedacht...

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