Forum: Leben und Lernen
Einser-Abitur mit 14: "Ich war teilweise unterfordert"
Katrin Hoffmann

Mandy Hoffman ist in zweifacher Hinsicht ein Phänomen. Sie hat nicht nur mit 14 Jahren ihr Abi gemacht. Sie hat das auch noch mit einer glatten Eins geschafft. Ein Anruf bei einer Überfliegerin.

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kommentator24de 26.06.2019, 18:13
1. Gute Besserung Bildungssystem!

Der Fall von Mandy zeigt mal wieder wie bescheuert unser ganzes Schulsystem ist! Entweder du schaffst es eine Klasse zu überspringen oder du trödelst halt so unterfordert mit. Umgekehrt genauso: entweder du bleibst sitzen oder du schaffst es grade noch so. Nix drin mit individuell lernen oder so. Oder Aufgaben machen, die dem aktuellen Lernbedürfnis entsprechen. Lehrplan, Lehrplan, Lehrplan - eigentlich müsste er Leerplan heißen, denn nix anderes wird praktiziert. Studien zeigen, dass Homeschooler später eine deutlich höhere kognitive Leistung erbringen als Regelschüler. Warum? Weil sie angepasst lernen können. Ganz natürlich, menschgemäß, ihrem Wissens- und Kenntnisstand entsprechend und ihrem Bedürfnis entsprechend.
Immerhin gibt es den Trend zu flexiblen Einstiegsklassen. Leider setzen sich Erkenntnisse im Bildungssystem sehr sehr sehr sehr langsam durch, sodass wir mit dem tatsächlichen System mindestens 100 Jahre hinterherhinken. Folge sind: ausgepowerte Lehrer, Schüler mit Burnout, abgehängte, demotivierte Schüler usw.
Gute Besserung Bildungssystem!

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nickleby 26.06.2019, 18:16
2. Glückwunsch

Die Christophoruschule in Braunschweig ist bekannt für ihre besonders leistrungsstarken Abiturienten. Dass das Mandy Hoffmann nun ihr Studium aufnimmt , dann zielorientiert arbeitet und studiert, ist berüßenswert, Sie verkörpert sichtbar die Tugenden des Fleißes und der Disziplin . Begabung ist kein Frage der Gerechtigkeit, sondern Ausdruck der Vielfalt oder Ungleichheit der Menschen

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echtermünchner 26.06.2019, 18:28
3. Lesen und Schreiben

Wer wohl ein Interesse daran hatte dass Sie vor dem 6.Lebensjahr lesen und schreiben kann? Diese Eltern wissen eben was im 21.Jahrhundert zählt um voran zu kommen im Leben. In meinen Augen alles richtig gemacht. Man kann nie früh genug fordern und fördern. Mein Vater war von Montag-Freitag nicht zu Hause (LKW-Fahrer) und meine Mutter (Hausfrau) hat sich nicht bemüht sich in Deutschland anständig zu integrieren, während Sie von früh bis Abends Fernseher sah und sich so ihr Weltbild formte. Bücher waren nur Deko. Mir vorgelesen bzw. gelesen wurde nie. Naja, die Rechnung bringt der Wirt zum Schluss, wie man sagt.

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sj_comment 26.06.2019, 18:32
4. Glückwunsch und Respekt!

Trotz der bewundernswerten Leistung, mein ganz persönlicher Tip: mach auch mal ne kleine Pause und dann gehts kreativ und mit voller Akkupower weiter. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg und Gesundheit!

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Newspeak 26.06.2019, 18:41
5. ...

Die Interviewfragen wirken ein wenig unbeholfen. So als studiere man ein seltenes Tier. Ich denke das Maedchen ist nicht nur hochbegabt, sondern auch so nett, um das nicht zu kommentieren, aber vermutlich hat Sie sich bei dem Interview auch unterfordert gefuehlt. Unterschwellig registriert man jedenfalls eine gewisse Verwunderung des Fragestellers, dass sich jemand wirklich dafuer interessiert, sein Wissen zu mehren, und wirklich Spass am Lernen hat, also alle Klischees, die es so gibt, werden bedient. Ich finde das persoenlich nicht sehr wertschaetzend, auch wenn es erstmal lustig wirken soll.

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lesheinen 26.06.2019, 18:59
6. Wunderbare, schon als sensationell zu bezeichnende Leistung

dieser jungen Dame. Aber nicht jeder hat die persönlichen Voraussetzungen und das pasende aufmerksame Umfeld zur Verfügung, um je nach Spezialbegabung als Gauss, Mozart oder Mandy Hoffmann in die Weltgeschichte einzugehen.
Es wäre nett, in einigen Jahren zu berichten, wie der weitere Werdegang sich enwickelt hat.

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sebparker 26.06.2019, 19:05
8. Die Natur des IQ

"Nur etwa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung fallen der Wiesbadener Stiftung "Kleine Füchse" zufolge darunter. Ab einem IQ von 140 spricht man von Höchstbegabung. Auf Werte von 145 oder höher kommen laut der Stiftung noch 0,1 Prozent - also einer von 1000 Menschen."
Mal wieder ein fundamentales Missverständnis der Natur des IQ.
Es haben nicht irgendeiner Stiftung zufolge ca. 2 Prozent der Bevölkerung einen IQ von mehr als 130 sondern per Definition.

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dubbydu1968 26.06.2019, 19:10
9. Glückwunsch aber was soll uns das mitteilen

Hallo, bin begeistert über eine Schülerin die hier adäquat gefordert wurde.

Ich habe auch daheim einen Schüler mit statistisch analysierten >140 IQ, Er ist aber leider in unserem Bildungssystem ein Stück weit untergegangen also bspw. mit der Phase dass er nicht mehr in die Schule gehen wollte wegen "Bauchschmerzen" --> hintergefragt war der Grund eigentlich Unterforderung. Ja, nachträglich gesehen hätten wir reagieren sollen, ja aber das war das erste Mal dass wir mit sowas konfrontiert wurden mit den üblichen Themen, nachträglich wissen wir es besser und im übrigen vorher hat uns keiner begleitet / unterstützt --> ist ja erstmal auch nichts gewöhnliches.

Meins Vorwurf an unser Bildungssystem ist halt einfach, dass sich hierfür keiner interessiert. Stattdessen wird der normale Mainstream gefördert. Ist für uns "Laien"-Erzieher halt dann schwierig.

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