Forum: Leben und Lernen
Einser-Abitur mit 14: "Ich war teilweise unterfordert"
Katrin Hoffmann

Mandy Hoffman ist in zweifacher Hinsicht ein Phänomen. Sie hat nicht nur mit 14 Jahren ihr Abi gemacht. Sie hat das auch noch mit einer glatten Eins geschafft. Ein Anruf bei einer Überfliegerin.

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TS_Alien 26.06.2019, 21:48
30.

Zitat von LondoMollari
.. ist Ihre Antwort aber auch nicht. Aber keine Sorge. Sie sind hier in bester Gesellschaft. Ist schon erschreckend wie viele Leute entweder Schulnoten mit Intelligenz oder Intelligenz mit der Fähigkeit zum Bullemie-Lernen verwechseln. Anders lassen sich so manche Kommentare nicht erklären.
Ich habe in meinem Beitrag folgendes behauptet:
1. Gute Schulnoten werden oftmals überschätzt.
2. Hochbegabung ist ein falscher Begriff für die Definition, die dahinter steckt. Wer in IQ-Tests sehr gut abschneidet, kann bei schwierigeren Aufgaben überfordert sein. Bei IQ-Tests werden viele vergleichsweise einfache Aufgaben gestellt, die man in einer bestimmten Zeit lösen soll. Das trifft nicht das, was ich als Intelligenz bezeichne. Dazu gehört mehr. Viel mehr.

"Wunderkinder" gibt es immer mal wieder. Die Gründe für ihren frühen Erfolg sind vielfältig. Seltener als viele denken halten diese "Wunderkinder" später, was die Medien sich von ihnen versprechen. Daher bin ich skeptisch und warte ab.

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ATLien 26.06.2019, 21:48
31. Beeindruckende Kommentare

Neben ein paar schlichten Glückwünschen findet man hier nur Kommentare der Sorte:

1) „ich wäre auch so gut gewesen wenn sich nicht alle und das System gegen mich verschworen hätten“

2) „das ist gar keine große Leistung weil Abi zu leicht / unbedeutend / ... ist“

3) „das arme Mädchen hatte eine Horrorkindheit (ohne dass jemand dies wissen kann ob sie traurig oder glücklich ist) und ist zu bemitleiden“

Da weiß man gar nicht was davon am traurigsten ist!

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a.weishaupt 26.06.2019, 21:50
32.

Zitat von buppert
Ich hatte leider nur 4 Jahre Englisch (im Saarland wurde man seinerzeit erstmal mit französisch belästigt), was sich mein ganzes Leben bemerkbar macht.
Und? Eine chaotische Sprache wie Englisch, mit zehntausenden Unregelmäßigkeiten und Phrasen, die Regeln ersetzen, lernt man nicht in der Schule sondern in erster Linie durch viel Übung. Wer sich auf die Schule verlässt, schreibt später nur Deutsch mit englischen Wörtern. So wie die meisten hier.

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Paddel2 26.06.2019, 21:50
33. Auf dem Boden bleiben

Mit 14 das Abitur in der Tasche zu haben ist eine beeindruckende Leistung. Diese mit der Note 1,0 erreicht zu haben ist zwar gut, aber nicht spektakulär, schließen sinken die Anforderungen kontinuierlich. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass diese Schülerin auch in früheren Jahren die Note 1,0 erreicht hätte, aber nachweisen lässt es sich nicht. Letztlich stellt das Abitur auch nur eine Eintrittskarte für das Bildungssystem dar und ist nicht das Ende. Ich wünsche ihr eine nachhaltige Studienwahl und im Studium viel Erfolg. Dabei kann sie zeigen was sie wirklich drauf hat.

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Ralph EdgarBennewitz 26.06.2019, 21:56
34. Ein Ruck könnte durchs Land gehen....

Stellen wir uns mal vor, wir würden "hohe Intelligenz und Begabung" als Quotenmaßstab nehmen. Ein Traum in Politik und Unternehmensführung. Grossartig! Mir würde es genügen, wenn der Anteil erst einmal auf 10-20% hochschnellen würde. Und damit meine ich nicht GEKAUFTE Doktortitel, denn die Quote ist - wie wir wissen - in dieser Liga bereits übererfüllt....

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cbhb 26.06.2019, 22:02
35. Man kann sich aber jetzt auch fragen...

...ob diese "Hochbegabung" auch damit zu tun hat dass unser Schulsystem hochgradig einseitig orientiert ist: intellektuelle Leistungen sind FAST schon alles was wirklich zählt! Da werden natürlich einseitig intellektuell Begabte schnell mal "unterfordert".

Es sei ihr ja gegönnt dass sie auf ihre Leistungen durchaus auch stolz ist!

Dennoch muss man sich doch fragen: Angenommen ein Kind habe eine aussergewöhnlich extrem sensible Nase - soll man es da zum menschlichen Polizeihund ausbilden oder nicht vielmehr versuchen, sehr viel breiter ausgleichend zu wirken?

Denn es ist doch auch klar dass intellektuell Hochbegabte in unserer heutigen, auch stark intellektualisierten Zeit sowieso ihren Weg auch immer selber finden können - vorausgesetzt sie haben nicht NUR diese Hochbegabung, sondern zudem noch ein paar andere Fähigkeiten.

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James Blönd 26.06.2019, 22:09
36.

Zitat von cbhb
...ob diese "Hochbegabung" auch damit zu tun hat dass unser Schulsystem hochgradig einseitig orientiert ist: intellektuelle Leistungen sind FAST schon alles was wirklich zählt! Da werden natürlich einseitig intellektuell Begabte schnell mal "unterfordert". Es sei ihr ja gegönnt dass sie auf ihre Leistungen durchaus auch stolz ist! Dennoch muss man sich doch fragen: Angenommen ein Kind habe eine aussergewöhnlich extrem sensible Nase - soll man es da zum menschlichen Polizeihund ausbilden oder nicht vielmehr versuchen, sehr viel breiter ausgleichend zu wirken? Denn es ist doch auch klar dass intellektuell Hochbegabte in unserer heutigen, auch stark intellektualisierten Zeit sowieso ihren Weg auch immer selber finden können - vorausgesetzt sie haben nicht NUR diese Hochbegabung, sondern zudem noch ein paar andere Fähigkeiten.
Sie haben es noch immer nicht verstanden. Man macht das mit sich selber und von vor allem von sich selber aus. Ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen. Der Rest ergibt sich dann ganz von selbst.

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zibaldone 26.06.2019, 22:11
37. Unterfordert sind andere

Mandy hat trotz aller Höchstbegabung leider noch nicht kapiert, dass man es mit einem solchen Geschenk (Grips, Intelligenz, Begabung, wie auch immer) ab einem gewissen Punkt selbst in die Hand nehmen muss, sich zu fordern und zu fördern. Da ist die Schule ihrerseits überfordert, denn man kann für extreme Überflieger nicht jedesmal ein Sonderprogramm stricken. (Wer glaubt, das vollmundig fordern zu können, soll mal 25 Stunden die Woche unterrichten!) Aber es gibt im heutigen Schulsystem tatsächlich Verlierer durch Unterforderung: Das sind die soliden, gut begabten und leistungswilligen Schüler (1-2 Stufen unterhalb von Mandys Begabungsniveau), die z.B. das Pech haben, an einem bilingualen Gymnasium in eine nicht-bilinguale Klasse zu kommen: Diese Schüler "verhungern" in der Tat durch Unterforderung, weil in den "schwachen" Klassen am Gymnasium mittlerweile die Anforderungen auf ein erschreckendes Niveau gesunken sind.

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chrissie 26.06.2019, 22:16
38. @mandy

Herzlichen Glückwunsch und jetzt raus in die Welt und dort lernen. Zu meiner Zeit hat ein gewisser Utz Claasen ein super Abi (0,7) gemacht und man gucke sich an, was daraus nicht geworden ist: ein emphatischer Mensch mit sozialer Verantwortung und gemeinwohlbezogenem Denken!

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xafagog 26.06.2019, 23:03
39. Niedersächsisches Abitur?

Wundert mich jetzt nicht dass das intelligente Menschen unterfordert. Aus dem Land kommen doch auch unsere "besten" Politiker.

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