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Elite-Unis - Wege aus der Bildungsmisere?

Wieder streiten deutsche Hochschulen um den begehrten Titel Elite-Uni. Wie gut sind die deutschen Universitäten? Wie wettbewerbsfähig sind sie im internationalen Vergleich?

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marrrrtin 19.10.2007, 17:05
90. Mathematik...

Zitat von bipolar84
Dann integrieren Sie doch mal f(x) = arctan(x) nach x, wenn das nur Rechnen und wenig Nachdenken ist. Sowas ist Mathe 1 an der Uni. Es geht in Mathe darum Zusammenhänge zu erkennen und selbst Lösungen zu finden. Da können so einige andere Fächer mit ihrer Pseudowissenschaft nicht mithalten.
So ein arctan ist ja noch schlimmer:
\int arctan(x) dx = x arctan(x) - 1/2 ln(1 + x^2 )
Zuerst die Funktion 1 * arctan(x) partiell integrieren, gibt dann x arctan(x) - \int x/(1+x^2) dx; Letzteres ist dann durch Subsitution t = x^2 samt x dx = 1/2 dt zum ln integrierbar...
Nur damit Sie nicht glauben, dass ich (Dipl.-Math. im Ingenieurbereich) mich darum drücken würde. Leider sind es meiner Meinung nach aber genau solche Rechenspielchen, die den Leuten den Nutzen der Mathematik verschleiern. Das sind schöne akademische Spielchen, wo man ein Weilchen rumprobiert und alle Integrationsmethoden parat haben muss, aber leider auch nicht viel mehr. Ehrlich gesagt habe ich noch keine Anwendung gesehen, wo man so was nutzbringend anbringen kann (und nicht im Fall der Fälle auf ein Computerprogramm zurückgreifen könnte). Aber kann ja sein, dass ich trotz 5 Jahren Studium hier Lücken habe.

Andererseits sind gerade Statistiken allgegenwärtig, und neben Ärzten sollten auch Journalisten, die Stimmungsbilder zur politischen Lage ermitteln, von Konfidenzintervallen, Überprüfung von Thesen (z.B. ist die Wirkung von Medikament xy signifikant besser als von jenem yz, nach Test an 1000 Probanden?) und Zuverlässigkeit von Zahlen Bescheid wissen.

Nachdem sich ein großer Teil der Bevölkerung mit Mathe schon schwer tut, sollte man meiner Meinung auf die Bereiche fokussieren, die relevant und somit nicht nur Spielchen von akademischem Wert sind. Vielleicht macht das dem Otto-Normalbürger auch mehr Spaß.

Noch mal: Ich streite nicht den Nutzen von Mathematik ab (sonst hätte ich es wohl kaum studiert), aber die Diskussion, ob der aktuelle Schulkanon der bestmögliche ist, bezweifle ich. Kann sein, dass ich diese Grundlagen für trivial halte (weil ich sie ja kann) und in der Tat die Lücken problematisch sind, etwa in der Chemie. Aber mathematisch interessante Gebiete auch in anderen Fachbereichen sind Finite Elemente (die zugegeben was mit Integralen zu tun haben), Optimierungen und ganz besonders Wahrscheinlichkeitsrechnung ("die Kamera im Auto sieht ein Objekt vor sich. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das ein Mensch ist und damit eine Vollbremsung vorbereitet werden sollte? Oder ist es relativ sicher nur ein Baum am Fahrbahnrand, der durch eine Kurve vor uns erscheint?") und Statistik ("wie ziehe ich sinnvolle Aussagen aus Stichproben" oder "welche Stichproben sind überhaupt für welche Fragestellung sinnvoll").

In dem Sinne...

marrrrtin

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Stahlengel77 19.10.2007, 17:07
91.

Zitat von alte unke
Genau! Außerdem ist das System ohnehin nicht vergleichbar. Bis zum BA/Bsc ist das Ziel des Studiums grundsätzlich, und immer noch zu einem großen Teil praktisch, Allgemeinbildung. D. h. jemand, der z. B. Physik studieren will, muss dennoch einen großen Teil seiner "credits" in Fächern wie English, Sozialwissenschaften, Sport! - machen. Umgekehrt muss jemand, der Anglistik studieren will Physik, Chemie, Mathematik, Fäacher aus den Sozialwissensschaften, Sport nachweisen, um die Voraussetzung (BA/BS) zu bekommen Der Vergleich mit den USA ist also unsinnig. Man sollte sich da lieber mal die Freiheit der Professoren von administrativen Aufgaben ansehen, die relative Hochbewertung der Lehre bei den Professoren, die Betreuung der Studenten - all das selbst auf der untersten Ebene, ich meine damit die Community Colleges (die allerdingsoft, gerade was die Lehre anbetrifft, eher hervorragend sind)
Richtig. Ich war in der 12. Klasse zum Austausch in den USA und was da in der 12.Klasse einer Highschool gelehrt wurde, das war auf dem Niveau einer 10. Gymnasialklasse. Dazu kamen abschlussrelevante (!) Kurse wie Töpfern, Career Planning und Reading Newspapers (!!!). Als ich verstört bei meinem Betreuer nachfragte, wie es denn mit Lehrinhalten aussehen würde, die ich zuletzt in Deutschland hatte, antwortete der mit einem Achselzucken : "Dafür musst Du hier an ein College gehen". Vor 10 Jahren war es also in den Austauschprogrammen allgemeiner Konsens, daß das deutsche Abitur (G9 noch) ungefähr dem entspricht, was High School Diploma + 2-3 Semester College ist.

Prima, da wissen wir wo die Reise hingeht ! Meine Güte, allein wegen diesem Sch*** möchte man am liebsten seine Koffer packen und auswandern. Wir hatten ein System, das hervorragende Ingenieure und Wissenschaftler hervorbrachte und genau das lassen wir uns von außen kaputt machen, weil sich ja alle Welt nach den USA ausrichten muss und nicht nach europäischen Standards wie Frankreich und Deutschland (beide mit Diplom).

Das mit den Eliteunis ist sowieso Augenwischerei. Sorry, aber die Lehre in Aachen ist bzw. war seinerzeit auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wenn ich mich daran erinnere, was die für Skripte hatten und welche Maßstäbe... Da waren im Vergleich zur Aktualität und Qualität die Darmstädter aber um Längen voraus.

Aber es wird ja nicht nach Qualität gefragt, sondern nach der besten Selbstdarstellung und nach den besten Fürsprechern. Die Auswahl allein ist schon der absolute Witz, als ob man einen Eliteruf von oben aufdrücken könnte. Den muss sich eine Uni erarbeiten und den Ruf, gewissermaßen führend zu sein, hatten einige Unis bisher doch schon. Dieses per Gesetz/Verordnung/Beschluss aufgedrückte "Prädikat" ist doch genauso trügerisch wie so manches Marketingversprechen von Zahnpasta : Wir machen Ihre Zähne viel viel weißer...
Aber Hauptsache wir haben eine Elite...

Mann, ich könnt da echt übers Wochenende die Scheißerei und Kotzerei bekommen, wenn ich da noch einen einzigen Zeitungsbericht drüber lese... Könnte mal bitte jemand diese Politkasper aus dem Verkehr ziehen, bevor sie noch mehr Mist bauen ?

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theo-loge 19.10.2007, 17:09
92. selber FU-Student, aber ....

Moin,
ich selber studiere an der Freien Universität zu Berlin. Allerdings frage ich mich tatsächlich, was ich (oder auch mein ganzer Studiengang) von dieser Entscheidung hat.

In den Nachrichten auf der Website der Uni wird der geisteswissenschaftliche Anteil und seine Qualität in höchsten Tönen gelobt und hervorgehoben. Dennoch wissen gerade die kleinen Institut nur zu gut, wo ihre Zukunft liegt.

In dem wunderschönen Stadtteil Dahlem, wo die bekennende Kirche gegründet wurde, wo Namen wie Gollwitzer und Marquardt lehrten, wird der Theologie der Hahn zu gedreht, das Institut abgewickelt und ersatzlos gestrichen. Ab 2009 wird kein (Exzellenz hin oder her) Schulabgänger mehr in der Wiege der bekennenden Kirche, auf den (auch physischen) Spuren Gollwitzers und Marquards evangelische Theologie studieren können.

"Heute beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der FU" - Unsere Geschichte ist abgewickelt - seit mehreren Semestern gibts schon keine neuen Studenten mehr.
Ich werde wahrscheinlich den Abschluss schaffen, bevor sich die Türen meines Instituts zum letzten Mal schließen - schade ist nur, dass hinter uns wirklich das evangelisch-wissenschaftliche Licht in Dahlem ausgeht. Hauptsache das Banner "Exzellenz" weht im Wind.

theo

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bekennerschraiben 19.10.2007, 17:12
93. perlmann

Zitat von solarfighter
Mal im Ernst: Woran machen Sie eigentlich Elite fest? Wird man dadurch zur Elite, dass man an besagter Universität forschen, lehren oder studieren darf? Und vielmehr: Ist man nicht Elite, wenn man dieses nicht ....
hat an solchen "eliteplätzen" gearbeitet

elite bedeutet eben auch, dass leute, die sich der sache besonders widmen, dabei sind

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marrrrtin 19.10.2007, 17:20
94.

Zitat von solarfighter
Mal im Ernst: Woran machen Sie eigentlich Elite fest? Wird man dadurch zur Elite, dass man an besagter Universität forschen, lehren oder studieren darf? Und vielmehr: Ist man nicht Elite, wenn man dieses nicht macht? Spielt z.B. ein Fußballspieler einen besseren Fußball, wenn er ein paar Millionen mehr als Gehalt bekommt? Gerade das Beispiel Grigori Jakowlewitsch Perelman sollte uns zu denken. Elite definiert sich halt nur in den seltensten Fällen allein über Geld und materielle Ausstattung.
Sie haben meine Anführungszeichen um das zweite "besser" aber schon gesehen, oder? Ich wollte v.a. dem bei uns weit verbreiteten Eindruck entgegentreten, dass es in den USA Harvard, Princeton, das MIT und vielleicht noch Stanford gibt, die "Eliteschmieden" sind, während der Rest vor sich hin dümpelt. Die USA haben (relativ viele) sehr gute Unis, und keine wirklichen Ausreißer. (Da ist England schon anders!) Dazu noch Spitzenforschungsinstitute wie die NASA, die Bell Labs, Los Alamos (national laboratories), usw.
Die USA sind in der Spitze so gut, weil sie in der Breite gut sind.

Und woran man "Elite" festmachen kann bzw. den Unterschied zwischen Amis und uns?

Zum Beispiel daran, dass Deutsche an besagte Unis abgeworben werden, ohne dass unsere Unis entsprechende Amis anwerben können, oder dass es für Deutsche als karriereförderlich gilt, an besagten 30-40 US-Instituten gewesen zu sein, aber für Amis nicht, an einer der 10 führenden deutschen Stellen tätig gewesen zu sein.

Und ja, auch daran, dass bei uns eigentlich alle Unis unterfinanziert sind, mit zu wenigen Stellen im Mittelbau und überfüllten Hörsälen, fehlenden Karriereaussichten... Aber wie gesagt, das zeigt, dass den USA Bildung zu angemessenen Bedingungen in (für den gewöhnlichen Deutschen nicht bekannter) erstaunlicher Breite wichtig ist, und Deutschland eben nicht.

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bekennerschraiben 19.10.2007, 17:20
95. meine kinder kennten als schüler

Zitat von Stahlengel77
Richtig. Ich war in der 12. Klasse zum Austausch in den USA und was da in der 12.Klasse einer Highschool gelehrt wurde, das war auf dem Niveau einer 10. Gymnasialklasse. Dazu kamen abschlussrelevante (!) Kurse wie Töpfern, Career Planning und Reading Newspapers (!!!). Als ich verstört bei meinem Betreuer nachfragte, wie es denn mit Lehrinhalten aussehen würde, die ich zuletzt in Deutschland hatte, antwortete der mit einem Achselzucken : "Dafür musst Du hier an ein College gehen". Vor 10 Jahren war es also in den Austauschprogrammen allgemeiner Konsens, daß das deutsche Abitur (G9 noch) ungefähr dem entspricht, was High School Diploma + 2-3 Semester College ist. Prima, da wissen wir wo die Reise hingeht ! Meine Güte, allein wegen diesem Sch*** möchte man am liebsten seine Koffer packen und auswandern. Wir hatten ein System, das hervorragende Ingenieure und Wissenschaftler hervorbrachte und genau das lassen wir uns von außen kaputt machen, weil sich ja alle Welt nach den USA ausrichten muss und nicht nach europäischen Standards wie Frankreich und Deutschland (beide mit Diplom). Das mit den Eliteunis ist sowieso Augenwischerei. Sorry, aber die Lehre in Aachen ist bzw. war seinerzeit auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wenn ich mich daran erinnere, was die für Skripte hatten und welche Maßstäbe... Da waren im Vergleich zur Aktualität und Qualität die Darmstädter aber um Längen voraus. Aber es wird ja nicht nach Qualität gefragt, sondern nach der besten Selbstdarstellung und nach den besten Fürsprechern. Die Auswahl allein ist schon der absolute Witz, als ob man einen Eliteruf von oben aufdrücken könnte. Den muss sich eine Uni erarbeiten und den Ruf, gewissermaßen führend zu sein, hatten einige Unis bisher doch schon. Dieses per Gesetz/Verordnung/Beschluss aufgedrückte "Prädikat" ist doch genauso trügerisch wie so manches Marketingversprechen von Zahnpasta : Wir machen Ihre Zähne viel viel weißer... Aber Hauptsache wir haben eine Elite... Mann, ich könnt da echt übers Wochenende die Scheißerei und Kotzerei bekommen, wenn ich da noch einen einzigen Zeitungsbericht drüber lese... Könnte mal bitte jemand diese Politkasper aus dem Verkehr ziehen, bevor sie noch mehr Mist bauen ?
den vergleich zwischen amerikanischen und europäischen schulen

sie meinen, dass die amerikaner eine viel positivere, offenere haltung zum lernen und zur leistung haben

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kurz&knapp 19.10.2007, 17:25
96.

Was nützen Elite-Unis, wenn durch die neue Studiengebühr die dringend benötigten Ingenieure immer weniger werden.
Denn die kommen meist aus einfachen Verhältnissen und können sich das nicht leisten.

Bitte bloß kein asoziales US-Stipendiensystem: Wer am höchsten springt bekommt Almosen.
Bildung muss für alle in der Breite gefördert werden.

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Cadarr 19.10.2007, 17:32
97.

Hallo.
Deutschland hat in ganz Europa die wenigsten Profs pro Student und die wenigsten Studenten pro 1000 Einwohner.
-> Es werden Stellen gestrichen und den Zugang zur Uni für grosse Teile der Bevölkerung durch Studiengebühren erschwert.

Es mangelt an Fachkräften in technischen Fächern.
-> Es werden einige wenige Unis unterstützt, statt flächendeckend mehr Studenten in diese Fächer zu bringen.

Das deutsche Diplom wird in anderen Ländern als sehr gut eingestuft, gerade weil die Studenten keine Fachidioten sind, sondenr auch ein gutes Allgemeinwissen haben.
-> Es wird Ba/Ma eingeführt, und somit verhindert, dass Studenten neben dem Studium noch Arbeiten oder fachfremde Kurse besuchen (was in meinem Umfeld nicht unüblich war)

Die sozialen Probleme, die neuen weltweiten politischen Herausforderungen die ganz konkreten Einfluss auf die Wirtschaft und die Gesellschaft in der wir leben haben, können nur von Geistes- und Sozialwissenschaftlern gelöst werden.
-> Ganze geistes- und sozialwissenschaftliche Fakultäten werden verkleinert oder ganz dicht gemacht (Beispiel Soziologie in Münster).

Stipendien und BaFög erlauben es elternumabhängig zu studieren.
-> BaFög wird nicht erhöht. Vor wie nach der Einführung der Studiengebühren haben nur 1-2% aller Studenten in Deutschland ein Stipendium.


In einem Interview mit einem amerikanischen Prof sagte dieser, dass die Deutschen es nicht verstanden hätten, was gut an den amerikanischen Unis wäre. Sie kopierten nur die Dinge, die schlecht an diesen sind. Unis in Amerika machen das Volk gleich. In Amerika kann jeder der gute Leistungen hat studieren. Er sagt, man darf nicht nur die Eliteunis in Amerika sehen. Die sind eh nur zum vorzeigen da. Die Akademiker kommen aus den normalen Provinzuniversitäten.

Noch eine Frage von mir:
Worüber soll ein 21 jähriger Ba der Philosophie denn philosophieren?

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Stahlengel77 19.10.2007, 17:38
98.

Zitat von bekennerschraiben
den vergleich zwischen amerikanischen und europäischen schulen sie meinen, dass die amerikaner eine viel positivere, offenere haltung zum lernen und zur leistung haben
Mitnichten. Ich bin der Meinung, das Deutschland diese Elite-Etikettierung mitsamt diesen unsäglichen Bachelor- und Masterabschlüssen überhaupt nicht braucht.
Das einzige was dieses neue System hervorbringt sind billige Arbeitsdrohnen, die ohne das Firmenhandbuch und Handlungsanweisungen ihres Konzerns überhaupt nicht mehr weiter als bis zur Kante ihres Schreibtisches denken können. Ich hab es mal so beschrieben :
Die Bachelors sind einfache Datentypisten, die den Computer mit Daten füttern, was der rechnen soll.
Die Master erstellen die Rechenmodelle und die Daten, die der Bachelor eingeben soll
und die PhD sind dann diejenigen, die die Software entwickeln bzw. entwickelt haben.

Früher sah das so aus :
Der Techniker rechnet die kleineren Sachen selbst, zeichnet und konstruiert
Der Diplom-Ingenieur(FH) bzw. Ing.grad. ist sein Teamleiter und berechnet die komplizierteren Sachen und koordiniert
Der Diplom-Ingenieur(TH/TU) ist der Abteilungsleiter, kümmert sich um die ganz besonders verzwickten Sachen und entwickelt die Ideen
Und der Doktor-Ingenieur ist für Spezialfragen zuständig und der Chef des Unternehmens.
Was haben wir mit BA/MA/PhD gegenüber dem alten System erreicht ? Eine Berufsgruppe fällt ersatzlos weg und bei allen anderen sinkt das Niveau, da Inhalte die bisher bis zum Diplom gelehrt wurden, ab dann in den Postgraduationsbereich verlegt werden.

Nur zum Aufmerken : Bildung ist unsere einzige Ressource, unser Können als Ingenieure und Wissenschaftler hat dieses Land groß gemacht. Und damit wird allerübelster Schindluder getrieben. Der Weg in die Zweit- und Drittklassigkeit ist damit vorgezeichnet und zwar in Autobahnbreite !

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bipolar84 19.10.2007, 17:45
99.

Zitat von marrrrtin
So ein arctan ist ja noch schlimmer: \int arctan(x) dx = x arctan(x) - 1/2 ln(1 + x^2 ) Zuerst die Funktion 1 * arctan(x) partiell integrieren, gibt dann x arctan(x) - \int x/(1+x^2) dx; Letzteres ist dann durch Subsitution t = x^2 samt x dx = 1/2 dt zum ln integrierbar...
... oder man sieht, dass \int x/(1+x^2) der form 1/2 f'/f entspricht, dann ist das Integral davon sowieso 1/2 * ln(f). Viele Wege führen nach Rom. Aber genau dieses Denken konnte ich bisher in meinem Studium gut gebrauchen (zum Beispiel bei elektromagnetische Felder = theor. Elektrotechnik)

Zitat von marrrrtin
Andererseits sind gerade Statistiken allgegenwärtig (...)
... denen man nicht immer trauen sollte. Klar sind Statistiken wichtig, aber Statistik ist eben auch nur ein Aspekt der Mathematik.

Zitat von marrrrtin
Vielleicht macht das dem Otto-Normalbürger auch mehr Spaß.
Vielleicht macht es mehr Spaß, wenn es nicht mehr chick ist als z.B. TV-Moderator damit anzugeben, wie schlecht man doch in Mathe war (*Publikum klatsch an der Stelle*).

Zitat von marrrrtin
Noch mal: Ich streite nicht den Nutzen von Mathematik ab (sonst hätte ich es wohl kaum studiert), aber die Diskussion, ob der aktuelle Schulkanon der bestmögliche ist, bezweifle ich.
Dann sind wir uns ja einig.

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