Forum: Leben und Lernen
Eltern verklagen Lehrer: "Es kommt zu unglaublichen Exzessen"
DPA

Wenn das Kind schlechte Noten hat, ist der Lehrer schuld. Davon sind manche Eltern überzeugt - und ziehen vor Gericht.

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veritas31 16.05.2016, 17:41
1. Selten dämliche Eltern

Es ist ganz einfach ein Fakt, dass es sehr gescheite, sehr normale und ein paar weniger gescheite Kinder gibt...in jeder Generation und jeder Kultur und jedem Land, so auch in Deutschland.
Die besagten Eltern sind aber so gottverdammt oberflächlich und selbst minderbemittelt um dies zu verstehen.
Nicht jedes Kind ist für´s Abitur geschaffen und noch weniger sollten ein Studium antreten. Die desaströse und inflationäre Schwemme von unbrauchbaren Kindern führt letzlich zum Scheitern einer ganzen Generation...alles aus dem Willen heraus, dass das Kind ja kein "Arbeiter" oder normaler Angestellter wird...

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dont_think 16.05.2016, 17:50
2.

Man könnte darüber nachdenken, ob man das lächerliche Abitur nicht einfach "ehrenhalber" mit der Geburt verleiht. Für das Studium wird dann eben eine Eignungsprüfung eingeführt.

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meinung2013 16.05.2016, 17:52
3. Gelassenheit

wäre das Zauberwort, aber es ist wirklich schwer gelassen zu bleiben, wenn es um die Zukunft der eigenen Kinder geht. Eines meines Kinder hatte einmal eine schlechte Note im Zeugnis und wir konnten uns dies nicht erklären. Die Lehrerin meint lapidar, sie hätte unser Kind mit einer anderen Schülerin verwechselt, da die Nachnnamen sehr ähnlich sidn. Eine Korrektur des Zeugnisses wollte sie nicht durchführen. Da mussten wir tatsächlich mit Schulamt und Anwalt drohen, damit die Lehrerin die "lästige Schreibarbeit" (wie sie es nannte) erledigte. Es war das Übertrittszeugnis fürs Gymnasium. Ja, Gelassenheit ist wirklich schwer in derartiger Lage zu haben. Abgesehen von der Motivationsarbeit, die wir Eltern dann erbringen mussten, nachdem diese eine Lehrerin dem Kind die Freude an der Schule so richtig vermieste. Alles hat sein zwei Seiten. Ich beobachte heute Eltern, die übertreiben, ich erlebte aber auch pädagogisch völlig unfähige, ignorante Lehrkräfte bei meinen Kindern. Es war für uns nicht immer leicht, die Kinder zu motivieren weiterhin in die Schule zu gehen. An den Noten, den Lerninhalten, den Mitschülern lags nicht.

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torben40 16.05.2016, 17:52
4.

Es werden sogar von Eltern die Arbeiten nachträglich aufgehübscht. Das hat kürzlich ein Kollege in einer dritten Klasse erlebt. Nachträglich wurden in einer Mathearbeit die Ergebnisse ausradiert und die "richtigen" Ergebnisse eingetragen.
Nun werden sämtlich Arbeiten kopiert, bevor die Kinder die Arbeiten mit nach Hause bekommen.

Schon spannend, wie einige Eltern durchdrehen.

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Snozzlebert 16.05.2016, 17:52
5. Schulsystem

Schuld ist hier eindeutig das verkorkste gegliederte Schulsystem. Natürlich drehen die Eltern durch. Würde ich, wenn ich Kinder hätte, vermutlich auch. Einem Kind von 10 Jahren in einen Bildungsweg zu drängen ist einfach völliger Mist!

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yeomaxx 16.05.2016, 17:55
6. Das halte ich für ein Gerücht

das bei einem Schulwechsel bei dem nur der Elternwille zählt, die Entscheidung fundierter ist. Sicherlich ist der Stressfaktor für die Grundschule geringer, aber für die Kinder wird häufig die falsche Entscheidung getroffen. Oder sollte ich annehmen, dass diejenigen Eltern, die den alle Rechtsmittel ausschöpfen bei einer freien Entscheidung nicht auch eher zum Gymnasium tendieren, auch wenn die Kinder vielleicht auf einer anderen Schule besser aufgehoben wären. Eher nicht.

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go-west 16.05.2016, 17:57
7. Eine Gesellschaft

braucht auch Krankenpflegerinnen, Bäcker, Kfz-Mechaniker, Kellner, Putzfrauen und so weiter. Nur ausgerechnet der eigene Nachwuchs mit dem angeblich so hochwertigen Genpotenzial soll zwangsläufig für etwas Höheres bestimmt sein. Lächerlich dieser Narzismus.

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Meconopsis 16.05.2016, 18:00
8. Rechtsschutzversicherungen verbieten

Ein erster wichtiger Schritt wäre: Rechtsschutzversicherungen weitgehend zu verbieten. Auch jeder zweite Nachbarschaftsstreit würde dann gar nicht vor Gericht ausgetragen. Allein, mir fehlt der Glaube, dass die Politik etwas dagegen tun wird.

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CommonSense2006 16.05.2016, 18:02
9. @nr1

Zum Glück gibts bei uns in Hessen Elzernwahl, also konnzen wir unseren Sohn auch ohne Empfehlung nach der 4. Klasse ans Gymnasium schicken. Eine selten dämliche Grundschullehrerin hatte ihm in den letzten zwei Jahren den Spaß am Lernen ausgetrieben und nur noch eine Realempfehlung gegeben, jetzt ist er am Gymnasium mit einem Schnitt von 2,2 ganz gut dabei.
Ohne Elternwahl wäre ich auch mit Anwalt bei der Schule aufgekreuzt, garantiert. Weil ich meinen Sohn kenne umd seine Intelligenz und Leistungsfähigkeit besser einschätzen kann als Eine, die selber nur Realschule gemacht und ihre Qualifikation als Quereinsteigerin nachgeholt hat.

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