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Erfolglos auf Master-Suche: "42 Bewerbungen, keine Zusage"
Lea Körner

Die meisten Studenten wollen nach dem Bachelor direkt ein Masterstudium starten - doch viele bekommen keinen Studienplatz, vor allem nicht in Psychologie. Was dann? Sieben junge Menschen erzählen von ihrem Plan B.

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kdshp 24.11.2014, 16:54
40.

Zitat von doppelpost123
Warum müssen eigentlich bei Bildung/Schule/Uni-Diskussionen die Hälfte der Foristen immer nur über andere herziehen, sie für unfähig erklären und sich selbst so überhöhen? Will mir echt nicht in den Kopf, brauchen viele wohl, um sich selbst zu bestätigen. Der eine wird Psychologe, der andere Maschinenbauer? Wo liegt das Problem? Woher dieser Hass auf die Mitmenschen? Woher der Unmut darüber, dass andere Menschen ein anderes Leben führen?
Weil wir menschen so sind! Und hass ist das nicht sondern ein zeichen das man das jammern anderer nicht mehr hören kann weil man selber in dem PIP (selbstzensur) system drin steckt und auch sachen erlebt die einfachnur doof sind.

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friesem 24.11.2014, 16:56
41.

... krass finde ich eher, wie die Mitforisten hier meckern! Regen sich darüber auf, dass man erst mit 24 seinen Bachelor macht. Ich hatte mit 24 mein Vordiplom. Mein Diplom hatte ich mit 27. Aber heute wird man angemacht, wenn man mit 24 noch nicht seinen Master hat. Allein dieser Bewerbungsquatsch an der Uni regt mich schon auf. Früher gab es neun NC, und wenn man drunter lag, konnte man anfangen. Wahrscheinlich muss man sich heute sogar für die Zulassung zum Masterstudium hochbumsen. Ich finde das wirklich krank und es hat nichts mehr mit den Humboldtschen Idealen zu tun.

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cburgdorff 24.11.2014, 16:56
42. Alles eine Frage der Selektion!

Früher wurde nach der 4. Klasse in der Grundschule gesiebt, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Heute wird selbst bis zum Abitur wenig selektiert, dann macht das halt jetzt der Bachelor. Auch gut. So können wenigstens nicht die Minderbegabten sich später mal mit ihrem Titel schmücken. Bachelor scheint das neue Abitur zu werden. Wunderbar. gez. Dr. Dipl. Chem., Abitur 1,9 in grauer Vorzeit.

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jjgiphone 24.11.2014, 16:56
43. Warum Psychologie?

Vielleicht mal etwas mit guten Zukunftsaussichten studieren. Vom Hobby kann man selten Leben.

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Buttje ut'm Noorden 24.11.2014, 16:56
44.

Ich habe noch nie verstanden, was so effizient daran sein soll, dass ca. 50 % eines Studienjahrganges mit einem Abschluss der Uni verwiesen wird, der in den meisten Fällen nicht zu gebrauchen ist. Wurde dafür das eine Jahr zum Abitur verkürzt? Oder ist es bloß das Symptom einer Wegwerfgesellschaft, die nun auch endgültig so mit (potenziellen) Arbeitnehmern umgeht?

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Celegorm 24.11.2014, 16:56
45.

Zitat von Rage-Guy
Wenn man sich so anschaut, was diese jungen Menschen studieren, dann kann man nur eines feststellen: Sie haben den Bedarf falsch eingeschätzt. Das ist ein Problem der gegenwärtigen Jungend: Man trichtert ihnen ein, dass man immer und überall nur seinen eigenen Interessen zu folgen braucht, um erfolgreich zu sein.
Man trichtert der heutigen Jugend eher ein, dass möglichst hohe Hochschulabschlüsse essentiell sind, um auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben - weshalb alle nur noch blind einem Master nachrennen. Dass das vielfach die Chancen nicht verbessert, manchmal sogar verschlechtert, wird dabei genau so verschwiegen wie der Umstand, dass der Weg dorthin nicht immer so einfach ist.

Die Mär vom Fachkräftemangel und todsicheren Studienfächer ist dabei auch nicht hilfreich, denn letztere gibt es eigentlich nicht mehr. Ob Naturwissenschaften, BWL und Recht oder technische Fächer, mit der falschen Spezialisierung steht man da auch schnell auf dem Abstellgleis. Was auch deswegen problematisch ist, weil sich kaum vorhersehen lässt, was am Ende des Studiums gefragt ist. Mal davon abgesehen, dass ein nur nach Berufsaussichten gewähltes Studienfach auch selten den Erfolg bringt wenn dafür das Interesse oder die Fähigkeiten fehlen.

Darum ist die Sache leider nicht ganz so trivial, als dass man die ach so naiven Jugendlichen nur in das richtige Fach zwingen müsste. Wobei aus dem Artikel eh nicht wirklich hervorgeht, wo genau das Problem liegt, ob in Psychologie wirklich ein derartiger Master-Mangel herrscht oder es nur individuell an den Voraussetzungen (d.h. Noten) mangelt. In Biologie kenne ich es eher so, dass jeder halbwegs fähige und willige Masterstudent mit Handkuss genommen wird..

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kuschl 24.11.2014, 17:01
46. Irgendwas mit .......

Mit Psychos und den "Irgendwas mit Medien", Juristen und BWLern können wir jetzt schon die Straßen pflastern. Wen wundert es da, daß es schwierig ist mit dem Master und dem Staatsexamen. Wer da kein Prädikat oder besser als 2 hinlegt, muß mit lebenslangem Prekariat rechnen, es sei denn man kommt in der Politik unter, da reicht häufig schon ein Studienabbruch!

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Celegorm 24.11.2014, 17:04
47.

Zitat von FreeWorldLeader
Wenn es der Gesellschaft so schlecht geht und dieser Berufsstand benötigt wird dann soll man auch bitte die Bedingen verbessern.
Wird dieser Berufsstand denn so dringend benötigt? Die beschriebenen Phänomene deuten eher auf das Gegenteil hin. Im übrigen wird ja auch niemand gezwungen, sich dieses Studium anzutun, wenn der ganze Weg in den Beruf derart steinig ist. Falls es dann eine effektive Unterversorgung gäbe würde sich an den Bedingungen schnell einmal etwas ändern. Momentan liegt aber der Verdacht nahe, dass Psychologie - wie etliche andere Studiengänge - unter einer zu grossen Studentenzahl leidet, wobei zu viele davon noch ungeeignet und/oder zu idealistisch (sprich leicht auszunutzen) sind..

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pratter 24.11.2014, 17:04
48. irgendwie können einem die Mädels leid tun - andererseits aber auch nicht.

Sie sind, mal wohlwollend ausgedrückt, Opfer einer seit Jahrzehnten (vor allem im Westen) grassierenden Flut von "Absolventen" in Gummi- und Puddingfächern die niemand wirklich braucht.
Allerdings hätte auch eine mutige eigenen Entscheidung für eine technisch-wissenschaftliche Richtung den Schlamassel verhindert - vorausgesetzt man hat die entsprechenden Abi-Noten in den dann erforderlichen MINT-Fächern.

Aber irgendwas mit Medien geht doch immer - oder mit "-logie". Zur Not kann man noch den 137. Lehrstuhl für Genderforschung in Deutschland eröffnen.

Die Entklugung Deutschlands schreitet voran.
Immerhin ist man ja schon soweit, dass man diese merkwürdigen, überfrequentierten Fächer nicht als "Fachkräfte"-Schmiede ansieht.
Fachkräftemangel ist nämlich etwas ganz anderes. Da werden wohl diese armen Häschen nie drunterfallen.

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jgb 24.11.2014, 17:07
49. Schnitt von 2,6

So schlecht war nicht mal mein Vordiplom.
Trotz 47 Jahre alt und paralleler Scheidung mit Kampf ums Umgangsrecht.
Man kann halt nicht alles als "Therapeut" auf die Menschheit loslassen.

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