Forum: Leben und Lernen
Erfolgsstory: Putzmann, 54, macht Uni-Abschluss
Worcester Polytechnic Institute

Nachts putzte er die Uni, tagsüber saß er in Seminaren - bis Michael Vaudreuil jetzt mit 54 Jahren in den USA seinen Bachelorabschluss machte. Es ist eine überraschende Wende in seinem Leben.

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Marlo 20.05.2016, 01:43
60.

Sehr schön, zum Glück für ihn, dass er in den USA lebt, denn in Deutschland würde er keinen Job mehr bekommen. In den USA werden ihn sehr viele Firmen gerne einstellen. Wir können noch sehr viel von den Amis lernen. In Deutschland werden Menschen nur nach Papier eingestellt, statt nach Leistung,denn hier zählt es weniger, was man kann, als was man bescheinigt bekommen hat. Warum wollen die meisten Firmen für einfache Programmier Tätigkeiten ein abgeschlossenes Informatik Studium haben? In den USA musst du nur programmieren können, ob du einen Abschluss gemacht hast, ist dann egal. Ist ja auch so, ob du es nun mit Hilfe einer Uni gelernt hast, oder nur aus Büchern und Tutorials, ist nicht wichtig,solange die Qualität stimmt. So viele Talente gehen verloren, weil hier ein Abschluss Zwang herrscht. Zudem wird Scheitern in Deutschland bestraft, in den USA wird es als Chance betrachtet. Noch ein Grund, warum Deutschland so weit hinterher hinkt. Diese Geschichte wäre an einer Uni hierzulande niemals möglich gewesen. Leider.

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0forearth 20.05.2016, 08:30
61. Maschinenbau-Diplom in dem Alter nutzlos

Es gibt absolut keinen Grund, warum ein 54-jähriger arbeitender Mensch nicht in der Lage sein sollte, einen Bachelor-Abschluss zu erhalten. Aber was macht er damit? Seine Chancen, wieder Arbeit als Stuckateur zu finden scheinen mir viel höher zu sein, als dass er tatsächlich in dem Alter eine Anstellung als Ingenieur finden wird. Seine ursprüngliche Idee, Psychologe zu werden, hätte meiner Meinung nach viel mehr Sinn gemacht.

Selbst viele junge Menschen merken nach dem Studium schnell, dass ein Abschluss nicht viel wert ist, wenn sie das falsche Fach gewählt haben oder keine Top-Leistungen vorweisen können. Trotzdem wünsche ich ihm alles Gute.

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acitapple 20.05.2016, 08:36
62.

Zitat von cave68
Hut ab vor diesem Mann...aber andererseits sind mir die Amis immer zu schnell jemandem direkt als Held zu deklarieren? Braucht man eigentlich immer Helden?Oder muss dort eigentlich alles immer ins Extremste hochgejubelt werden? Tragisch der Werdegang eines Herr Vaudreuil...ich kann mir vorstellen,dass er nach seinem Bankrott immer noch verschuldet ist.Die Frage ist natürlich,ob er jetzt auch einen Job findet um wieder finanziell auf die Beine zu kommen,da ich mir nicht vorstellen kann,dass er als Putzmann seine Schulden nennenswert senken konnte. Ich gönne diesem Menschen alles Gute für seine Zukunft...mich würde in ein paar Jahren mal interessieren,wie diese Geschichte weitergegangen ist. Aber ein Zweifel an diesem "Märchen" bleibt....etwas zu viel publicitymässige Propaganda nach dem Motto:In USA kann es ja doch jeder Verlierer schaffen....
Also jemanden zum Helden zu erklären, geschieht wirklich flott in den USA. So jemandem keine Chance am Arbeitsmarkt zu geben ist jedoch dann wieder typisch deutsch. Ok, er hat bewiesen, dass er sich engagiert und nicht aufgibt, aber in D muss man eben jung sein. Absolvent mit über 50 ? Am besten gleich Rente beantragen....

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_freidenker_ 20.05.2016, 09:02
63. @4

Der erste Beitrag hat doch vollkommen recht... Und viele sind es leid die Faulenzer mit zu tragen. Die Konsequenz: Auswandern. Und nicht die, die sie offensichtlich wählen würden und Leistungsträgern empfehlen.

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miss_moffett 20.05.2016, 09:14
64.

Zitat von kommentor
Und jetzt üben wir auch nochmal internationales-Sprichworte-Übersetzen - und das funktioniert so gut wie nie wörtlich. Eine deutsche Entsprechung wäre nämlich etwas in der Art von „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans allemal!“ gewesen. Aber im Qualitätsjournalismus regnet es bestimmt auch Katzen und Hunde statt Bindfäden.
Tja, ich komme aus einem Teil Deutschlands, in dem es falsch wäre zu behaupten es regnet Bindfäden.
Hier regnet es ausschließlich Schusterbuben. Da kommt es auf ein paar Katzen und Hunde auch nicht mehr an.

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GrinderFX 20.05.2016, 09:57
65.

Zitat von Marlo
Sehr schön, zum Glück für ihn, dass er in den USA lebt, denn in Deutschland würde er keinen Job mehr bekommen. In den USA werden ihn sehr viele Firmen gerne einstellen. Wir können noch sehr viel von den Amis lernen. In Deutschland werden Menschen nur nach Papier eingestellt, statt nach Leistung,denn hier zählt es weniger, was man kann, als was man bescheinigt bekommen hat. Warum wollen die meisten Firmen für einfache Programmier Tätigkeiten ein abgeschlossenes Informatik Studium haben? In den USA musst du nur programmieren können, ob du einen Abschluss gemacht hast, ist dann egal. Ist ja auch so, ob du es nun mit Hilfe einer Uni gelernt hast, oder nur aus Büchern und Tutorials, ist nicht wichtig,solange die Qualität stimmt. So viele Talente gehen verloren, weil hier ein Abschluss Zwang herrscht. Zudem wird Scheitern in Deutschland bestraft, in den USA wird es als Chance betrachtet. Noch ein Grund, warum Deutschland so weit hinterher hinkt. Diese Geschichte wäre an einer Uni hierzulande niemals möglich gewesen. Leider.
Sie scheinen nicht vom Fach zu sein oder einer derjenigen zu sein, der in seinem Beruf nicht sonderlich gut ist, dies aber nicht einsehen will oder kann. Solche Leute gibts genug, sind grauenvolle Entwickler, können das selbst nicht einschätzen und schieben dann die Schuld auf die Firmen und den Arbeitsmarkt. Nennt nicht Dunning-Kruger-Effekt.
Die Firmen wollen einen Hochschulabschluss, weil die Bewerbersuche teuer genug ist und sie sich nicht 1000 Fachinformatiker ansehen wollen, bis dann endlich mal ein brauchbarer dabei ist.
Da ist die Chance unter einem Hochschulabsolventen einen vernünftigen Kandidaten zu finden deutlich höher.
Auch ist das Einstiegsgehalt direkt nach der Uni echt niedrig und ohne Referenzen gibts erst mal ziemlich wenig. Das Gehalt steigt natürlich schnell aber am Anfang muss man sich mit wenig zufrieden geben.
Nach 5 - 10 Jahren Berufserfahrung haben die Firmen gar kein Interesse mehr an den Abschlüssen und wollen die meistens nicht mal mehr sehen. Da zählt dann nur die Erfahrung. Ihre Schilderung lässt deutlich drauf schließen, dass sie noch ganz am Anfang stehen. Denn hocharbeiten kann man sich auch hier.

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Art. 5 20.05.2016, 12:51
66. Viel Geld gespart

Zitat von
Er durfte zum Beispiel gratis Kurse besuchen - und das tat er.
Sein Weg ist eigentlich eine gute Idee, kostenlos ein College zu besuchen. Damit hat er sich die hohen Studiengebühren an dieser Privat-Uni von $47 000 pro Jahr gespart.

https://www.wpi.edu/offices/fa/tuition-fees.html

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 20.05.2016, 13:16
67. Nun

Zitat von Karl10
Das ist eben das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - nicht so eine Pseudokommunistisches Jammertal wie hier, in denen Wenige die ganzen Millionen Nichtstuer finanzieren.
So bewundernswert die Leistung dieses Mannes auch ist, so kam sie aus freien Stücken. Das ist ja soweit alles völlig o.k.
Allerding wollen die wenigen welche die ganzen Millionen "Nichtstuer" sowas gerne zum algemeinverbindlichen Maßstab/Standard erheben.
Und das ist eine ziemlich Frechheit, weil damit im Grunde Menschen die "nur putzen" oder "nur studieren" auch als Nichtstuer klassifiziert werden.
Solche Nichtstuer gibt es übrigens überall, ob arm ob reich. Die Reichen Nichtstuer sind aber teurer.

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lieschen müller 20.05.2016, 13:31
68. Putzmann macht Uni-Abschluss und dann?

Bekommt er auch einen seiner Ausbildung entsprechenden Arbeitsplatz? Mit 54? Weder in den USA noch hier in Deutschland wird er eine echte bleibende Chance haben. Wie viele Akademiker arbeiten hier bei uns in prekären Jobs oder sind sogar in Hartz IV?
Anfang der Achtziger, so steht in dem Artikel, hat er schon einmal ein Zertifikat als "Luftfahrtsingenieur" erworben, aber dann (sicher nicht freiwillig) als Stuckateur gearbeitet und als er pleite ging, als Putzkraft sein Leben gefristet. Was wird er jetzt erreichen mit seinem Uni-Abschluss?

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joerg.braenner 20.05.2016, 14:02
69. Schlimmes Deutschland!

Zitat von Karl10
Das ist eben das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - nicht so eine Pseudokommunistisches Jammertal wie hier, in denen Wenige die ganzen Millionen Nichtstuer finanzieren.
Ja, aber natürlich. Wir leben in einem "Pseudokommunistischen Jammertal", weil hierzulande auch Menschen studieren dürfen, die keine Millionärskinder sind. Was haben Sie eigentlich für eine Weltsicht? Ist Ihnen eigentlich noch bewusst, dass wir in einem der wohlhabendsten Länder der Welt mit robuster Wirtschaft und niedriger Arbeitslosigkeit leben? Aber da nun ein paar Flüchtlinge in Deutschland leben, ist alles hier schlecht und das was es auch schon immer. Die USA hingegen sind das Land der "unbegrenzten Möglichkeiten" - wenn man Tag und Nacht schuftet, um geradeso überleben zu können. Ich empfehle Ihnen, doch einfach dorthin auszuwandern. Vielleicht kommt dadurch Ihr Realitätssinn zurück...

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