Forum: Leben und Lernen
Erinnerungen an die Bundesjugendspiele: Sogar Mädchen waren besser als ich
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Ein Ende der Bundesdemütigungsspiele? Endlich! Meint Benjamin Maack und denkt dabei an sein eigenes dokumentiertes Versagen. Wobei: Ist Dabeisein nicht am Ende doch alles?

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liedzeit 25.06.2015, 18:10
1. Existenzberechtigung

Es gibt zwei Gründe, warum Kinder zur Schule gehen: Erstens damit sie lernen, sinnlose Dinge zu tun, das müssen sie im Berufsleben schließlich auch meistens. Und zweitens sollen sie lernen, dass die Menschen verschieden sind. Der eine kann das besser, der andere jenes. Und manche können alles gut, und manche nichts. So ist das. Eine harte Lektion, aber eine notwendige.

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klaus5000 25.06.2015, 18:10
2.

Sport hält Fit!

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japhet 25.06.2015, 18:12
3. Wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen?

Da will jemand etwas abschaffen, weil er es mit der Erfahrung verbindet, dass ein Mädchen besser sein konnte wie er! Und das auch noch öffentlich!

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kub.os 25.06.2015, 18:16
4. Demütungsspiele? Blödsinn!

Wenn einem so gar nichts mehr einfällt, ja dann, dann kommen solche Themen auf den Tisch. Unser Alltag ist doch mit Vergleichen und Leistung durchsetzt. Das muss man nicht prima finden, ist aber gelebte Praxis. Und wenn mein Pummelsöhnchen hinterher läuft, dann sollte ich ihm vielleicht mal die Cola, die Kartoffelchips und die PS 3 wegnehmen. Zudem lernt er auch mal mit `ner Niederlage umzugehen. Oder soll er späterhin lernen:
Demütigungsschule; Demütigungsberuf, Demütigungsumfeld etc...

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deakon78 25.06.2015, 18:16
5. Ein Tag für andere Schüler

Ich hatte immer das Glück in der Schule passabel zu sein und ein guter Sportler. Dennoch gab es Zeiten, in denen ich mir mit der Schule schwertat und mein Selbstbewusstsein über den Sport holte. Die Bundesjugendspiele sind der Tag im Jahr, an dem sich Schüler mit einer 4 in Deutsch und einer 3,5 in Mathe nach vielen Demütigungen im Schulalltag auch mal eine Auszeichnung holen können. Und auch den Respekt dafür, dass sie auch eine Sache gut machen. 364 Tage Demütigung für den einen, 1 Tag Demütigung für den anderen. Ein recht guter Deal für Streber. Und für Schüler, die beides nicht können, ein Tag wie jeder andere.... Ich finde die Bundesjugendspiele gut.

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1zmir 25.06.2015, 18:20
6.

Wenn Sie Ihrem Sohn wünschen, sich dieser "Demütigung", die eigentlich keine ist, nicht stellen zu müssen, dann sorgen Sie gefälligst dafür, dass aus ihm nicht solch ein Jammerlappen wird. Begeistern Sie ihn zum Sport, kaufen Sie ihm (später) ein Fahrrad (es muss auch nicht 1000 Euro kosten) und bewegen Sie sich zusammen mit Ihrem Sohn. Finden Sie heraus, ob er irgendeine Sportart gerne mag und fördern Sie diese, beispielsweise indem Sie ihm anbieten einem Verein beizutreten oder aber auch selbst tätig werden. Rummjammern hilft jedenfalls niemandem und genauso wenig hilft es, sich vor jeder unangenehmen Thematik zu drücken.

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nh47 25.06.2015, 18:21
7. Meine vor 60 Jahren...

..gewonnenen Nadeln in Gold und Silber halte ich in Ehren. Auch damals gab es schon einige Klassenkameraden mit Blei im Hintern. Wegen einer Minderheit eine sinnvolle Einrichtung zu beenden träfe den Zeitgeist, wäre aber schade.

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Pete259 25.06.2015, 18:34
8. ich

war in der Schulzeit auch keine große Sportskanone. Keine Urkunde für mich. Und jetzt? Man kann eben nicht immer gewinnen. Auch mal verlieren bildet für´s Leben. Abschaffen? Quatsch-zerrt die kleinen Superhirne von der PS weg und schickt sie mal raus.

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Nania 25.06.2015, 18:35
9.

Zitat von deakon78
Ich hatte immer das Glück in der Schule passabel zu sein und ein guter Sportler. Dennoch gab es Zeiten, in denen ich mir mit der Schule schwertat und mein Selbstbewusstsein über den Sport holte. Die Bundesjugendspiele sind der Tag im Jahr, an dem sich Schüler mit einer 4 in Deutsch und einer 3,5 in Mathe nach vielen Demütigungen im Schulalltag auch mal eine Auszeichnung holen können. Und auch den Respekt dafür, dass sie auch eine Sache gut machen. 364 Tage Demütigung für den einen, 1 Tag Demütigung für den anderen. Ein recht guter Deal für Streber. Und für Schüler, die beides nicht können, ein Tag wie jeder andere.... Ich finde die Bundesjugendspiele gut.
Aus meiner Schulzeit kann ich sagen, dass eher die Leute mit einer 1 in Deutsch und einer 2+ in Mathe leiden mussten als die, die in Sport regelmäßig ihre 1 eingefahren haben. Das änderte sich erst mit der Oberstufe und dort war den meisten dann klar, dass jeder andere Stärken und Schwächen hat.
Fragen Sie mal nach: Die "Streber" (eigentlich: die Schüler mit guten Noten) leiden in der Regel deutlich mehr als das Sportass mit der 3 oder 4 in Mathe. Denn in Mathe/Deutsch/Englisch/Physik/Chemie/Biologie/usw. schlecht zu sein (oder zumindest in einem bis zwei davon) gehört ja fas schon zum guten Ton.

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