Forum: Leben und Lernen
Erkenntnisse einer Lehrerin: Hätte ich doch bloß die Eltern angerufen
DPA

Die Hausaufgaben vergessen, rauchend auf dem Klo erwischt - Lehrer könnten ständig ihre Schüler bei den Eltern verpetzen. Frau Freitag tut es. Sie hat gelernt: Lieber nachfragen als später bereuen.

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Herr Anwalt 24.03.2016, 10:52
10. Selbstzweifel unangebracht

Liebe Frau Freitag, falls sie das hier lesen, Selbstzweifel aufgrund der Aussage der Frau sind völlig unangebracht. Diese (erwachsene??) Frau macht sie dafür verantwortlich? Das ist wirklich armselig. Sie bemühen sich redlich und machen sich Gedanken, kein Grund also mit sich zu hadern. Seien Sie gut zu sich selbst, alles andere wäre ungerecht (wenn man das hier liest).

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mcmahon 24.03.2016, 10:52
11. Ich hatte damals

das Pech und das mein Vater und mein Klassenlehrer
im gleichen Schützenverein waren, und privat befreundet. Da konnte ich mir nichts erlauben. Aus heutiger Sicht ist das natürlich positiv zu bewerten.
Viele junge Lehrer sind leider häufig mit sich selbst nicht im Reinen, und sich Ihrer sozialen Verantwortung nicht bewusst, und verfügen noch nicht über die Kompetenz sachlich mit den Eltern zu kommunizieren.
Und viele der älteren Lehrer sich gleichgültig geworden und schlagen sich nur bis zur Pension durch.
Es werden keine schlechten Schüler geboren, sie werden nur von unfähigen Lehrern dazu gemacht.

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IlligalizeIt 24.03.2016, 10:59
12. Was für ein Schwachsinn

Ich bin selbst Schüler und wurde das eine oder andere Mal von den Lehrern beim kiffen erwischt. Manche gehen cool damit um und lassen die Schüler einfach mal machen - einer gab mir sogar ernsthaft gemeinte Tipps wie ich das verberge - andere jedoch informieren schon dann die Eltern, wenn man bloß in der "Kifferecke" unserer Schule steht, ohne einen Joint oder irgendwelche anderen Kifferutensilien in der Hand zu halten. Man wird ständig verdächtigt, wenn ich mal eine halbe Stunde später nach Hause kam wurden sofort Augen und Atem nach irgendwelchen Auffälligkeiten untersucht, aber dennoch fühlten sich meine Eltern berechtigt, Witze darüber zu reißen - und wunderten sich, warum ich mit der Zeit immer gereizter wurde, bis meine Nerven irgendwann total blank lagen. Meine Lehrer wiederum begannen, nicht auf meine Leistungen oder meine Persönlichkeit als ganzes zu schauen, sie sahen (und sehen) in mir größtenteils nur noch ein kiffendes Arschloch und so behandeln sie mich auch, ungeachtet der Tatsache, dass sich meine Noten mitnichten verschlechterten. Diese Stigmatisierung aus allen Teilen der Gesellschaft (auch aus meinem Freundeskreis, der immer "besser" als ich wusste, wieviel ich in letzter Zeit gekifft habe) hat mich fast wahnsinnig gemacht, der Druck der auf mir lastete wurde so groß, dass ich irgendwann nicht mehr als 5 h Schlaf pro Nacht bekam - und ich komme nicht mal mit 8 wirklich zurecht. Mit der Zeit begann ich auszusehen wie ein Toter und genau so habe ich mich auch gefühlt. Natürlich ist irgendwann ein Punkt erreicht, ab dem Lehrer und Eltern einschreiten müssen, aber man sollte erstmal aufmerksam beobachten, wie sich das "Problem" entwickelt, ehe man handelt.

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lo135 24.03.2016, 11:07
13.

Ich würde dieser Lehrerin aber gehörig was husten, wenn sie mich anrufen würde, weil mein Kind seinen Bleistift vergessen hat!
Da wäre dann wohl mal ein Gespräch mit dem Schulleiter über die seltsamen pädagogischen Methoden dieser Frau anzusetzen.

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gedoens 24.03.2016, 11:21
14. Fake!

Der Text kann nur ein Fake sein; der entlarvende Halbsatz "die Mädchen saßen immer auf dem Hof, anstatt zum Unterricht zu gehen". Da wird lange über das Rauchen geredet und nachgedacht, aber die Weigerung den Schulhof zwecks Unterricht zu verlassen, wird in einem Nebensatz als Petitesse abgetan. Soetwas ist realitätsfern. Meine Kinder haben in der Summe 4 verschiedene Schulen besucht. An allen 4 Schulen gilt die strenge Regel: Fehlt ein Kind unentschuldigt, sucht die Schule ab 8:00 den Kontakt zu den Eltern, bis diese erreicht wurden und das Fehlen geklärt ist.

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hczim 24.03.2016, 11:22
15. Sehr praktisch

Das ist natürlich praktisch, jemanden zu haben, der an seiner eigenen Sucht die Schuld trägt. Noch praktischer, wenn das auch geglaubt wird. Am praktischsten ist es aber dann für das Gegenüber, das ungeprüft zu übernehmen und als vermeintlichen Grund für eigenes Verhalten mit weitreichenden Konsequenzen zu nutzen.

Ich möchte damit nicht die angeblichen Konsequenzen werten, sondern darauf hinweisen, dass der genannte Grund die ganze Sache so fragwürdig macht, dass sich eine weitere Diskussion eher nicht lohnt.

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unbekanntgeblieben 24.03.2016, 11:28
16. Oh jeee

Wie kamen nur die Lehrer früher (bei meinem Opa bspw,) mit drei ganzen Klassen zusammen von bis zu 100 Schülern aller Altersgruppen aus ... da wurde pariert.

Meine Gymnasilazeit ist noch nicht so lange her und die Hälfte meiner Lehrer war entweder unfähig (Englisch-Lehrer die gar kein Englisch verstanden? Glücklicherweise lernt man das heute von ganz allein) bis gar psychisch gestört ... ich verstehe es einfach nicht ...

Die beschriebene Lehrerin scheint zumindest anfangs mir geistig ... ungeeignet. Wobei das 'Petzen' mit den Eltern gar keine schlechte Idee ist, da kann einiges an Disziplin kompensiert werden ...

Ich hatte zwar auch einen strengeren Vater (mein erster Kater endete mit stundenlange Kies schippen bei strahlenden Sonnenschein, daran zu denken beschert mir heute noch Kopfschmerzen :D, T_T ), aber so lernt man eben Gefahren auszuweichen und ist sich der Konsequenzen des eigenen Handelns bewusst ...

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dajafung 24.03.2016, 11:29
17. @lo135

Ich weiß nicht was sie beruflich machen, aber wenn von 25 Kindern jeden Tag ein paar etwas vergessen - der eine die Turnschuhe, der andere die Badesachen, wieder ein anderer den Malkasten und der nächste Füller und Bleistift - und sie handeln nicht dann herrscht irgendwann Chaos. Früher durften die Lehrer Kinder nach Hause schicken wenn sie kein Sportzeug dabeihatten oder man musste nur in Unterhose turnen - ist heute beides nicht mehr gestattet. Oder sie mussten nachsitzen, eine Strafarbeit schreiben oder ähnliches - ist auch nicht mehr erlaubt. Also was tun? Ich bin jetzt schon dankbar dass ich ihre Brut - falls Sie Nachkommen gezeugt haben - nicht unterrichten muss.

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Freiheit für Europa 24.03.2016, 11:36
18. Selbstüberschätzung von Lehrern

Manch ein Lehrer sollte sich nicht zu wichtig nehmen - im Dorf gilt schon ein Grundschullehrer als Intellektueller...
Aber im Ernst: in jeder Gesellschaft fallen 10-30% durch jedes Raster von Hilfe. Daran ist wohl selten ein Lehrer schuld. Eine besondere Herausforerung sind wohl auch die Migranten und ihre Kinder, auch 2. oder 3. Generation. Aber Raucher tragen viel zur Gesellschaft bei, allein die Steuern. Und wenn jemand 5 Jahre früher an einem anderen Krebs später stirbt, als den, den er ohne Rauchen bekommen hätte, das spart der Gesellschaft immerhin 5 Jahre Rente. Also: den positiven Beitrag von Rauchern und Migranten und oft geringerer Schulbildung (warum auch immer, nicht wertend gemeint) auch anerkennen. Jede Gesellschaft hat ihre Loser, aber daran wird selten ein Lehrer schuld sein.

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abortus_bang 24.03.2016, 11:46
19. So ein Quatsch!

Zitat von mcmahon
Es werden keine schlechten Schüler geboren, sie werden nur von unfähigen Lehrern dazu gemacht.
Die meisten Schüler, die mit schlechten Noten aufwarten, haben nicht das Problem des Lehrers, sondern bringen meistens von zu Hause mangelnde Fähigkeiten mit, sei es Intelligenz oder fehlende soziale Kompetenzen. Sicherlich kann man mal mit dem einen oder anderen Lehrer nicht zurecht kommen und hat vll. deshalb eine mangelhafte Leistung in einem Fach. Dann sollte man aber den Rest ohne Probleme schaffen, und das eine Fach bricht einem nicht das Genick!
Wer heutzutage immer noch auf Lehrer per se schimpft, hat absolut keine Ahnung wie sich dieser Job verändert hat und was einem da für Kinder vorgesetzt werden. Nämlich das Abbild ihrer Eltern: Unfähig zur Selbstorganisation (a.k.a. selbst morgens aufzustehen und das Kind loszuschicken), unfähig einen vernünftigen Lebensraum zu Hause zu schaffen (a.k.a. kein Frühstück, keine saubere Wohnung), unfähig zur Kommunikation (a.k.a. sind NIE erreichbar oder melden sich zurück) und vieles mehr. Es tun sich Abgründe auf und als Lehrkraft ist man bei den paar Stunden mit den Kindern oft nicht in der Lage diese auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, zumal man pro Klasse oft 3 oder mehr solcher Kinder hat. Da hilft weder eine Erziehungshilfe, das Jugendamt, Integrationshelfer oder sonstwer, weil es zu wenig davon gibt (Geldfrage)!

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