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Erzieher-Krise: So kommen Kitas an mehr Personal
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Erzieher ist ein klassischer Frauenberuf - mit den üblichen Nachteilen wie schlechter Bezahlung, mangelndem Status, geringen Karrierechancen. Die OECD empfiehlt nun acht Maßnahmen, um gegenzusteuern.

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kezia_BT 17.06.2019, 09:52
60. So ein Schmarren!

Jedem, der auch nur ein bißchen rechnen kann, müßte klar sein, dass eine gute Kita-Betreuung ein Vielfaches mehr kostet als ein ordentliches Gehalt für jede Mutter - (oder selbstverständlich auch den Vater, wenn er das Kind betreut - und natürlich mit Beitrag an die Rentenkasse & Krankenversicherung) für die Betreuung des Kindes in den ersten drei Lebensjahren.
Da wir "Kinderkriegen" aber nicht als Beruf etablieren wollen, sollte dieses Gehalt auf zwei, in Ausnahmefällen (Kind verunfallt oder behindert) auf drei Perioden beschränkt sein. Rechnen Sie mal nach, was an Gebäuden, Gebäudeunterhalt und Gehältern gespart werden kann! Dass es für die Kinder besser ist, kommt als Bonus noch obendrauf. Aber so ein Vorschlag ist gegen die gängige Ideologie, und wird daher nicht mal durchgerechnet.

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grifl-1 17.06.2019, 15:05
61. Warum ne Studie??

Die Ergebnisse dieser Studie hätte man auch ohne Studie in Erfahrung bringen können. Einfach mal in der Kita nebenan fragen was denn eigentlich am Job verbessert werden könnte.
Antworten wären ziemlich sicher gewesen:
- Mehr Geld
- Mehr Leute

und allein mit diesen Antworten und einer ereignisorientierten Lösung wären alle anderen Probleme mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls behoben.

Mehr Geld = gesteigerte Attraktivität des Berufes (auch für Männer), denn nahezu jeder definiert sich über seinen Verdienst,

daraus folgend würden sich mehr Leute bewerben und die Kitas müssten nicht verzweifelt jede/n Bewerber/in nehmen der sich so anbiedert, sondern können eben der Aufgabe entsprechendes Personal nehmen.

Betreuungsschlüssel überarbeiten. Denn entweder Personal oder aber Kinder des Personals ist/sind immer mal wieder krank. Somit erledigt sich auch das irgendwann auftauchende Burn-out. Was zu mehr Attraktivität des Berufes und somit zu einer ausreichendes Bewerberzahl führt.

btw. das Betreungsangebote von kommunaler oder staatlicher Seite gefördert, gesponsort oder was auch immer irgendwie günstiger gemacht werden halte ich für absoluten nonsens. Denn was nichts kostet ist nichts wert. Somit freut man sich vielleicht über die kostenlose Kita aber das personal soll sich gefälligst nicht so anstellen nur weil meinem Filius ein Pups quer hängt und überhaupt wo kommt der blaue fleck am Knie her. Und wieso kostet eigentlich das Mittagessen was, das sollte auch umsonst sein. Ja sorry ist bis 15 Uhr gebucht. Hab mich halt mit meinem Kumpel verquatscht ist halt 16 Uhr geworden...is doch nicht so schlimm.


Ich bin Papa einer Tochter. Sie ist in einer Kita und dort sehr froh. Allen Erziehern und Erzieherinnen gilt folgendes: Ich hab allerhöchsten Respekt vor eurer Arbeit und bewundere euch jeden Tag dafür. Denn ich weiß, ich könnte das nicht.

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ditor 17.06.2019, 15:06
62. Preisbildung durch Angebot ud Nachfrage

Zitat von plusquam.perfekt
; wieso gilt bei den sozialen Berufen nicht das Prinzip Angebot und Nachfrage bestimmt die Preisbildung.
Weil wir im sozialen Bereich bei einem Personalanspruch angekommen sind welches sich dem Luxussegment nähert und sich sowas nur wenige leisten könnten wenn echtes Angebot und Nachfrageprinzip herrschen würde. Luxus für die Massen funktioniert nur dort wo rationalisiert/automatisiert werden kann oder wo man Leute mit niedrigen Löhnen ausnutzt.

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ohjeee 17.06.2019, 16:35
63.

Zitat von grifl-1
Mehr Geld = gesteigerte Attraktivität des Berufes (auch für Männer), denn nahezu jeder definiert sich über seinen Verdienst, daraus folgend würden sich mehr Leute bewerben und die Kitas müssten nicht verzweifelt jede/n Bewerber/in nehmen der sich so anbiedert, sondern können eben der Aufgabe entsprechendes Personal nehmen. Betreuungsschlüssel überarbeiten. Denn entweder Personal oder aber Kinder des Personals ist/sind immer mal wieder krank. Somit erledigt sich auch das irgendwann auftauchende Burn-out. Was zu mehr Attraktivität des Berufes und somit zu einer ausreichendes Bewerberzahl führt. btw. das Betreungsangebote von kommunaler oder staatlicher Seite gefördert, gesponsort oder was auch immer irgendwie günstiger gemacht werden halte ich für absoluten nonsens. Denn was nichts kostet ist nichts wert. Somit freut man sich vielleicht über die kostenlose Kita aber das personal soll sich gefälligst nicht so anstellen nur weil meinem Filius ein Pups quer hängt und überhaupt wo kommt der blaue fleck am Knie her. Und wieso kostet eigentlich das Mittagessen was, das sollte auch umsonst sein. Ja sorry ist bis 15 Uhr gebucht. Hab mich halt mit meinem Kumpel verquatscht ist halt 16 Uhr geworden...is doch nicht so schlimm. Ich bin Papa einer Tochter. Sie ist in einer Kita und dort sehr froh. Allen Erziehern und Erzieherinnen gilt folgendes: Ich hab allerhöchsten Respekt vor eurer Arbeit und bewundere euch jeden Tag dafür. Denn ich weiß, ich könnte das nicht.
So geht Populismus. Einfache „Lösungen“ für vielschichtige Probleme, die sich auch noch gegenseitig widersprechen.

Es gibt zu wenig Erzieherinnen und Ihre Lösung ist es, den Betreuungsschlüssel noch weiter zu verbessern, damit man noch mehr Erzieherinnen braucht, die es ohnehin (ua gerade wegen der Anpassung des Betreuungsschlüssles in der Vergangenheit) nicht gibt? Was ist das denn für eine Logik?
Zum Thema Mehr Geld: die letzten Jahre sind die Gehälter für Erzieherinnen so stark gestiegen, wie in keinem anderen Beruf. Erzieherinnen erhalten als Ausbildungsberuf mehr, als andere Berufseinsteiger mit Ausbildungsberufen! Berlin mit deren Studiumsvoraussetzung außen vor.

Zum Thema Subvention der KiTa-Plätze: VÖ-Plätze haben idR einen Kostendeckungsgrad von ca. 14% durch Elternbeiträge.
Ein Kitaplatz müsste kostendeckend zwischen 1.500 und 2.000 Euro kosten. Ein Gt-Platz ca. 1,5x mehr.
In der Schweiz kostet ein Wochentag 600 CHF, 5Tage-Woche 3.000CHF im Monat.

Aber klar, so teure KiTa-Plätze würden wenigstens den Druck auf die Kitas verringern und wir bräuchten auch nicht mehr so viele Erzieherinnen. Genial!
Und ja, weil Sie es nicht können, dürfen andere ran. Dafür kann eine Erzieherin kein Labor, und ein Schreiner keine Raketenwissenschaft. Das ist das tolle an unseren Gesellschaften. Jeder kann das erlernen und damit Geld verdienen, was einem liegt. Haben Sie bestimmt auch gemacht, deshalb arbeiten Sie weder in der Raumfahrt, noch in der Kita.

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ohjeee 17.06.2019, 16:37
64.

Zitat von ditor
Weil wir im sozialen Bereich bei einem Personalanspruch angekommen sind welches sich dem Luxussegment nähert und sich sowas nur wenige leisten könnten wenn echtes Angebot und Nachfrageprinzip herrschen würde. Luxus für die Massen funktioniert nur dort wo rationalisiert/automatisiert werden kann oder wo man Leute mit niedrigen Löhnen ausnutzt.
Gibts doch bei manchen privaten Kitas (siehe Rechtsprechungen aus MÜ oder S). Da kostet dann halt ein Platz über 1.500 Euro.

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