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Essen aus Supermarktmüll: Studentinnen wegen Containerns verurteilt
DPA

Zwei Studentinnen brachen im bayerischen Olching den Müllcontainer eines Supermarkts auf und nahmen mit, was sie für essbar hielten. Laut Gericht ist das gemeinsam begangener Diebstahl.

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wilfried.becker.50 31.01.2019, 16:40
330.

Zitat von widower+2
Die meisten Edeka-Märkte sind inhabergeführt und in derartiger Hinsicht keinerlei Weisungen irgendeiner Konzernzentrale unterworfen.
Keinerlei Weisungen irgendeiner Konzernzentrale unterworfen ist ja nicht wirklich richtig. Sie sind "Inhaber" eines Edeka- oder Rewe- Marktes? Sicher nicht.

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112211 31.01.2019, 16:40
331. Was für eine ...

Unglaublich, wie die beiden Studentinnen sich des Mülleigentums des Supermarkts bemächtigten! Wie gut, das der Supermarktbetreiber das nicht hat im Sande verlaufen lassen! Lieber frische Lebensmittel wegwerfen, anstatt sie Bedürftigen zu Gute kommen zu lassen. Wo kämen wir sonst hin.

*Zynismus-Modus aus*

Den logischen Rest von wegen Doppelmoral und Heuchelei schenke ich mir.

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renker2001 31.01.2019, 16:43
332.

Zitat von mobes
Die beiden Damen haben den Container nicht aufgebrochen, sondern mit einem Vierkantschlüssel die Verriegelung geöffnet. Am Container ist dadurch keine Schaden entstanden.
Eigentum ist Eigentum

Zudem weiß keiner, ob es nicht Mindestmüllmengen gibt, die bei Unterschreitung zu Preisänderungen führen

So oder so ist es der Gesetzgeber, der handeln muss

Es ist in jedem Fall nicht zu tolerieren, dass irgendwelche Personen Müllcontainer plündern

Mit derselben identischen Begründung könnte die Mülltonne vor den Privathäusern geplündert werden, und der Anwohner muss im Zweifel aufräumen

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widower+2 31.01.2019, 16:45
333. Ist doch klar

Zitat von Olaf
Wer haftet denn, wenn jemand an dem Genuß solch geretteter Lebensmittel erkrankt?
Erkrankt der "illegale" Entnehmer (in diesem Fall die Studentinnen) selbst, hat er den Schaden, aber natürlich keine Haftung. Wem gegenüber denn? Gibt er die Lebensmittel an Dritte weiter, haftet er für die Schäden. Der Marktleiter ist auf jeden Fall raus aus der Nummer, wenn der als solcher gekennzeichnete Müll-Container auch noch verschlossen auf einem Privatgrundstück stand.

Was manche selbsternannte Rechtsexperten hier an gegenläufigen Meinungen posten, ist einfach nur lächerlich. Ich hafte doch auch nicht, wenn sich jemand aus meiner Biotonne bedient.

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Papazaca 31.01.2019, 16:48
334. Edeka zu boykottieren ist wie ein Boykott aller Friseure???

Zitat von widower+2
In diesem Fall wäre ein genereller Boykott aller Edeka-Märkte extrem unfair, da Edeka eben keine Kette wie Aldi oder LIDL ist. Die meisten Edeka-Märkte sind inhabergeführt und in derartiger Hinsicht keinerlei Weisungen irgendeiner Konzernzentrale unterworfen. Ei Generalboykott wäre dann etwa so sinnvoll wie ein genereller Boykott aller Friseure, weil man mal mit einem Haarschnitt nicht zufrieden war.
Ich werde aber EDEKA boykotieren - bis auf die Haribo-Erdbeeren - die schmecken da echt gut.

Wenn EDEKA keine Gemeinsamkeiten aufweist, würde der Namen der Dachmarke EDEKA ja keinen Sinn machen. Mindestens Einkauf, Marketing und Werbung werden doch sicher von der Zentrale organisiert. Aber sicher noch mehr.

Um auf Ihr Beispiel zu kommen: Mein genereller Boycott aller Friseure war übrigens sehr erfolgreich: Habe viel Geld gespart und habe jetzt eine lange Matte. Sie sehen, Ihre Vergleiche passen nicht so ganz. Aber der Versuch zählt!

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mundusvultdecipi 31.01.2019, 16:49
335. Was den Sperrmüll anbelangt..

Zitat von drstrolch
Gegenstände, die ich oder eine Firma entsorge - z.B. in einer Mülltonne - sind keineswegs 'herrenlos', sondern verbleiben im Eigentum des Entsorgenden, der mit dem Eintsorger einen Vertrag geschlossen hat, bis dieser die Tonne abholt. Zu keinem Zeitpunkt ist das Entsorgungsgut 'herrenlos', also ohne (erkennbaren) Eigentümer. Und wenn ich da was wegnehme, dann ist das Diebstahl. Punkt. Fertig. Moral und oder her. Gilt auch für am Straßenrand abgestellten Sperrmüll solange er nicht klar mit 'zum Mitnehmen' gekennzeichnet ist. In diesem Fall lag das Entsorgungsgut sogar in einem (verschlossenen) Container. Es obliegt einzig dem Eigentümer - dem Supermarkt - diese Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. ...und, nein, nicht wie ein Forist schrieb 'es wird Zeit das Recht dem allgemeinen Rechts*empfinden* anzupassen'. Nein, nein, nein. Das eben gerade nicht. Das legitimiert sachlich unbegründete Rechtssprechung in gleichem Masse wie fundamental-religiöse Gesetze. Bitte erst nachdenken...
..sollten Sie mal den Begriff Dereliktion googeln.Nach herrschender Rechtsprechung wird hier der Eigentumsanspruch aufgegeben.

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Knossos 31.01.2019, 16:50
336.

Zitat von spiegelleser987
Nein, das war früher so. Vor einigen Jahren ist es denen gesetzlich vorgeschrieben, weil es als Steuerhinterziehung bezeichnet wird. Ich kann mich noch an Bäckereien der 1990er Jahre erinnern. Die hatten altes Gebäck damals als Futter an den Zoo geliefert. So war das auch zu DDR-Zeiten. Ende der 1990er Jahre wurde denen das per Gesetz verboten und sie mussten es als "Müll" entsorgen lassen.
Danke für den Hinweis!

Alles Klar.
Wieder einmal bestellte Politik; sogar noch, wenn dazu volldreist revidiert werden muß; statt Änderung an unsozialer Fiskalpolitik vorzunehmen.

Nicht anders zu erwarten.

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widower+2 31.01.2019, 16:51
337. Nicht generell

Zitat von wilfried.becker.50
Keinerlei Weisungen irgendeiner Konzernzentrale unterworfen ist ja nicht wirklich richtig. Sie sind "Inhaber" eines Edeka- oder Rewe- Marktes? Sicher nicht.
Ich schrieb in "derartiger Hinsicht" und meinte damit den Umgang mit Containern am eigenen Markt. Es dürfte kaum eine Verpflichtung geben, einen solchen Vorfall zur Anzeige zu bringen. Die wäre in diesem Fall sogar gesetzwidrig. Zudem kann der Inhaber eines Edeka-Marktes diese "Kette" auch wieder verlassen, wenn ihm allgemeine Richtlinien nicht passen.

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wilfried.becker.50 31.01.2019, 16:54
338.

Zitat von Papazaca
Ich werde aber EDEKA boykotieren - bis auf die Haribo-Erdbeeren - die schmecken da echt gut.
Ja, die schmecken nur bei EDEKA gut, hier die im Penny sind nicht so gut.

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otto_lustig 31.01.2019, 16:59
339. Für loses Obst und Gemüse gibt es kein Haltbarkeitsdatum!

Man hätte das also ohne weiteres an eine Tafel geben können. Kann es sein, ich kenne mich damit nicht aus, dass der Supermarkt dann die Mwst zahlen muss?

Das Verhalten der Behörden ist in diesem Fall Schwachsinn. Obst und Gemüse im Wert von 100 Euro? Schon allein der Polizeieinsatz war deutlich teurer. Zwei Beamte im Einsatz, Anzeige aufnehmen, Bericht schreiben, etc. Dann die Folgekosten für Richter und Staatsanwalt, die ja auch bezahlt werden, usw. Das sind dann locker deutlich mehr als 1000 Euro.

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