Forum: Leben und Lernen
Etiketten für die Jugend: Talkin' 'bout my Generation

Ritalin, Facebook, Bachelor, Yogamatte: Die Generationen-Labels sind so zahlreich wie nie und zugleich ganz schön nervig, finden Cosima Schmitt und Manuel J. Hartung. Wir sind zu vielfältig, um uns auf ein Schlagwort reduzieren zu lassen, schreiben die Journalisten in ihrem Buch.

kuchenbob 15.10.2010, 17:22
1. .

Bin offenbar ein klitzekleines Stück zu alt um dieser Generation noch zugeordnet werden zu können und sage als Aussenstehender das: Es gibt eine Eigenschaft, die "junge Menschen" gemeinsam haben - und die sie im Laufe der Zeit glücklicherweise/ leider (je nach Sichtweise) verlieren: Dieser wirklich ekelhafte Enthusiasmus. Warum bringt man Energie auf um sich über das im Artikel beschriebene aufzuregen? Wenn ich kann, gehe ich twentysomethings (Begriff ok?) und Menschen die gerade ihr Abitur gemacht haben aus dem Weg oder stecke mir die Finger in die Ohren.

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darkk 15.10.2010, 18:53
2. alles bleibt anders

also mal wieder die leidige generationendebatte, alle paar monate flammt da wieder ein neuer begriff auf, das haben die autoren ganz richtig erkannt. generationenetiketten nerven tatsächlich, da sie leider fast ausschließlich von personen stammen, die nur sehr wenig über die von ihnen beschriebene materie wissen. allerdings finde ich, dass auch die generation golf , sich nicht unter dieses eine vw-produkt fassen ließ, das heterogene ist nicht erst mit unserer (20-35)generation in die gesellschaft eingeflossen. die alten splittergruppen sind nur größtenteils in den hintergrund gedrängt, oder mit neuen symbolen überschrieben worden. die halbwertzeit der titulierungen sinkt tatsächlich unaufhörlich, was aber für jeden bereich gilt, der für die medien von interesse ist.
also einfach locker bleiben, und die großen denker und deuter machen lassen, denn in kurzer zeit werden genau dieselben personen schon wieder mit gänzlich anderen überschriften kommen, alles bleibt anders.

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Ambermoon 16.10.2010, 04:48
3. Auf Thema antworten

Ein wahrer Kern inmitten jeder Menge Sülze. Und ich persönlich verbitte mir das "wir" - was vielleicht auch symptomathisch ist, schließlich individualisiert sich die Gesellschaft immer mehr.

Meiner persönlichen Meinung nach hat die letzten zehn Jahre eine Depolitisierung der Jugend stattgefunden, einhergehend mit einer Tendenz zu eher konservativen Werten. Was sich zum Glück langsam wieder wendet, dank der Parasiten in der Regierung/Opposition. Das kann aber auch ein gewolltes Gefühl und/oder rein subjektive Wahrnehmung sein.

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aeiou11235 16.10.2010, 06:17
4. schon toll...

Douglas Coupland hat das ja in 2 Saetzen bereits alles gesagt:

"37) People will stop caring how they appear to others
The number of tribal categories one can belong to will become infinite. To use a high-school analogy, 40 years ago you had jocks and nerds. Nowadays, there are Goths, emos, punks, metal-heads, geeks and so forth."

Aus dem Radical Pessimist's Guide For The Next 10 Years

http://www.nextnature.net/2010/10/do...next-10-years/

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ralphofffm 16.10.2010, 11:29
5. Etikettenwahn

Sowas wird von der Journallie produziert.
Statt sich Gedanken zum konkreten Thema zu machen wird pauschalisiert und etikettiert.

Macht sich halt schmissig als Schlagzeile und täuscht Kompetenz und Weitsicht vor wo keine ist.

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