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Europäischer Studentenaustausch: Bessere Jobchancen mit Erasmus
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Wer im EU-Ausland studiert, kommt anschließend leichter in den Beruf. Das zeigen zwei neue Studien. Und Erasmus-Teilnehmer haben noch andere Vorteile.

Sibylle1969 20.05.2019, 20:09
1.

Es ist wahrscheinlich, dass der Auslandsaufenthalt während des Studiums auf der To-Do-Liste fast aller Studenten mit Ambitionen steht. Schließlich liest man überall, dass das Auslandssemester ein Muss sei. Wobei man auch beachten muss, dass das Erasmus-Semester häufig eher ein Partysemester ist. Viele Erasmusstudenten verbringen das halbe Jahr fast nur mit anderen Erasmusstudenten, es wird viel gefeiert, und wenn die Kurse an der Uni auf Englisch sind, dann lernt auch kaum jemand die Landessprache. Verdächtig als hauptsächliches Partysemester sind vor allem Unis in Spanien und teilweise in Italien. Da sollte man anschließend wenigstens etwas die Landessprache gelernt haben, damit es was bringt. Immerhin fördert Erasmus die Völkerverständigung. Ich kenne mindestens drei Leute, die im Erasmussemester ihre Partnerin bzw. ihren Partner kennengelernt haben, mit dem sie heute verheiratet sind und gemeinsame Kinder haben. Ich hätte auch gerne ein Semester im Ausland verbracht, zu meiner Zeit gab es leider noch kein Erasmusprogramm an meiner Uni, das kam für mich exakt ein Jahr zu spät. Ansonsten gönne ich den Erasmusstudenten ihr Partysemester, man sollte halt nur nicht erwarten, dass es wirklich was für die Karriere bringt, wenn man weder die Landessprache gelernt noch die Kultur des Gastlandes kennengelernt hat.

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krypton8310 21.05.2019, 18:00
2. Party-Semester

Zitat von Sibylle1969
Es ist wahrscheinlich, dass der Auslandsaufenthalt während des Studiums auf der To-Do-Liste fast aller Studenten mit Ambitionen steht. Schließlich liest man überall, dass das Auslandssemester ein Muss sei. Wobei man auch beachten muss, dass das Erasmus-Semester häufig eher ein Partysemester ist. Viele Erasmusstudenten verbringen das halbe Jahr fast nur mit anderen Erasmusstudenten, es wird viel gefeiert, und wenn die Kurse an der Uni auf Englisch sind, dann lernt auch kaum jemand die Landessprache. Verdächtig als hauptsächliches Partysemester sind vor allem Unis in Spanien und teilweise in Italien. Da sollte man anschließend wenigstens etwas die Landessprache gelernt haben, damit es was bringt. Immerhin fördert Erasmus die Völkerverständigung. Ich kenne mindestens drei Leute, die im Erasmussemester ihre Partnerin bzw. ihren Partner kennengelernt haben, mit dem sie heute verheiratet sind und gemeinsame Kinder haben. Ich hätte auch gerne ein Semester im Ausland verbracht, zu meiner Zeit gab es leider noch kein Erasmusprogramm an meiner Uni, das kam für mich exakt ein Jahr zu spät. Ansonsten gönne ich den Erasmusstudenten ihr Partysemester, man sollte halt nur nicht erwarten, dass es wirklich was für die Karriere bringt, wenn man weder die Landessprache gelernt noch die Kultur des Gastlandes kennengelernt hat.
Dem kann ich nur zustimmen. Die Ziel-Destination der meisten Auslands-Semester sagt eigentlich alles aus: Irgendwo wo es viel Sonne und einen Strand gibt. In Ländern mit schlechtem Wetter eher nicht, selbst wenn es dort wissenschaftlich interessanter sein könnte. Trotzdem glaube ich, dass es beim Bewerber-Marketing etwas bringt. Ist halt einfach total in Mode schon im Studium zu beginnen um die Welt zu jetten. Ich bin gespannt ob die 'Friday for Future'-Generation das Auslandssemester dann in Polen oder Dänemark macht, statt in Kalifornien oder Australien.

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spon-facebook-10000327651 21.05.2019, 21:47
3. Statistik

Aus einem statistischem Zusammenhang (Korrelation) eine Folgerung zu ziehen ist hier falsch:
"Wer als Teilnehmer des EU-Austauschprogramms Erasmus einen Teil seines Studiums im europäischen Ausland verbringt, erhöht damit seine Chancen, nach dem Studium einen Job zu finden."

Richtig: Teilnehmer am Erasmusprogramm haben eine höhere Wahrscheinlichkeit nach dem Studium einen Job zu finden.
Es könnte ja auch sein, dass Studenten mit einem eher offenen Charakter am Erasmus teilnehmen und das Erasmusprogramm keinen Einfluss hat.

Den gleichen Fehler sehe ich leider immer wieder (z.B. bei Fragen zur Gesundheit von Lebensmitteln).

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urmedanwalt 22.05.2019, 02:59
4. Meine Güte, wie armselig

Und wenn im Studium vor allem Parties gefeiert werden? Na und? Auch das dient der Völkerverständigung und der Persönlichkeitsbildung. Ob dann noch ein wenig italienisches Zivilrecht oder spanische Besonderheiten mitstudiert werden, was soll's?

Was für ein Unfug in deutschen Studiengängen verzapft wird, den kein Mensch später braucht, oder auf welche abseitige Promotionsthemen Studenten gehetzt werden, das hinterfragt ja auch kaum einer.

Entspannt euch, ihr Spaßbremsen und Hundertfünfzigprozentige. Wer sich für andere Menschen in anderen Ländern interessiert, ist für mich schon deswegen im Vorteil.

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HerrPeterlein 22.05.2019, 10:26
5. Alleine der Länderwechsel

Wer Erasmus macht, muss aus seinem gewohnten Alltag heraus und sich mindestens für ein halbes Jahr auf ein neues Land/Stadt einstellen. Selbst wenn das nur aus Party besteht, muss man dieses erstmal an beiden Orten organisieren und sich auf viel neues einlassen.
Dadurch lernt man besser mit anderen (europäischen) Bürgern klar zu kommen und erweitert nicht oft den Horizont.
Ein Jahr Erasmusparty alleine hilft nicht zum Erfolg, aber in der Kombination mit einem guten Studium schon.

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sushifighter 22.05.2019, 12:38
6. Erasmus kann sich nicht jeder leisten!

Auch ich wollte in meinen Studienzeiten vor nicht allzu langer Zeit für ein Auslandssemester das Erasmus-Programm nutzen. Nur das ist schön einfach zu sagen, da man trotz der Erasmus-Förderung Vorvermögen aufwenden muss, um sich ein halbes Jahr die Lebenshaltungskosten leisten zu können. Meist reicht die Erasmus-Fördrung nur für das Wohnen, wenn überhaupt. Nach Durchsicht und Berechnungen konnte ich mir ein Auslandssemester leider nicht leisten, denn meine Eltern sind finaziell nicht potent genug, um mich das halbe Jahr über Wasser zu halten. Dies ging vielen meiner Mitkommilitonen so.
Ein Auslandssemster ist sehr teuer, auch trotz der Eramus-Förderung. Und dies können sich meist eher die Studenten leisten, denen die Eltern sehr stark unter die Arme helfen bzw. helfen können.
Von daher ist das Erasmus-Programm (sollte sich dadurch erheblich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen) eher für betuchte Familien ausgelegt, die dazu dann noch gefördert werden. Ob man da nicht eine Unterscheidung machen sollte, die Förderung an die finanziellen Möglichkeiten der Familie zu knüpfen (wie beim Bafög)?

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zynischereuropäer 23.05.2019, 17:18
7. @sushifighter

Mit Verlaub, aber das ist Unsinn. Erasmus und all die begleitenden Programme (Auslandsbafög, Stipendien, etc) sind nicht nur für Gutbetuchte etwas. Wenn Sie schon schreiben "Erasmus reicht nur fürs wohnen" frage ich mich: wohnen Sie in D kostenlos und zahlen keine Miete? Im Ausland müssen Sie "nur" die Lebenshaltungskosten wie Nahrung etc zahlen und selbst das ist zu viel? Erasmus für die Wohnungsmiete und die Bude in Deutschland untervermieten. Damit sollten Sie halbwegs zurecht kommen, selbst wenn man nicht währenddessen arbeitet. Klar, wen es nach London oder Paris zieht, der wird damit nicht weit kommen. Aber Europa ist groß, da finden Sie schon was anderes feines. Aussagen wie "aber nur für Betuchte" sind da eher Ausreden, warum es denn dann doch leider nicht geklappt hat. Spiegeln aber die Realität nicht wider.
Und ja, ich spreche aus Erfahrung.

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