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Experiment an Brandenburger Schule: Neuntklässler sollen Bier trinken - unter Aufsich
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In einer Schule in der Uckermark sollen Jugendliche den Umgang mit Alkohol lernen, indem sie ihn trinken - mit ihren Lehrern. Das geplante Experiment sorgt bei Eltern für Empörung. Was sagen Experten dazu?

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fin2010 22.02.2019, 21:27
1. super Idee. geht auch mit Tabak

Meine Kids habe ich im zarten Alter von ca. 8 oder 9 aufgefordert, mal einen Zug von einer Zigarette zu nehmen. Eigentlich wollten sie nicht, waren aber neugierig. Schmeckte scheußlich - klar. Die haben nie wieder eine Zigarette o.ä. angefasst. Imunisiert für alle Zeiten. Das war einfach nicht mehr cool weil: Haben wir probiert. Scheußlich. Fertig.

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brux 22.02.2019, 21:43
2. Warum nicht?

Dass deutschen Kindern Alkohol nie begegnen wird, darf man ausschliessen. Also kann man da durchaus experimentieren.
Aber Alkohol hat den Effekt, dass man nachlegen will. Das Experiment hat also eventuell wenig Wert und die Realität ist dann doch eine andere.

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Mach999 22.02.2019, 21:45
3.

Ich verstehe die Aufregung wirklich nicht. Man kann ja diskutieren, ob das sinnvoll ist oder nicht, um Alkoholmissbrauch zu reduzieren. Man kann sich auch mal die Ergebnisse der letzten Jahre anschauen. Jugendliche fangen irgendwann an, Alkohol zu trinken, und da ist es vielleicht schon sinnvoll, sie langsam heranzuführen. Bei uns wurde auch schon ab 14 oder 15 Jahren hin und wieder ein Bier getrunken (mir hat's nicht geschmeckt, anderen aber schon). Komasaufen gab's bei uns nicht, weil wir gelernt haben, wie man mit Alkohol einigermaßen verantwortungsvoll umgehen kann.

Aber in Zeiten von Helikoptereltern, die am liebsten noch ihre Teenager von der gefährlichen Welt da draußen abschirmen wollen, gibt's mal wieder einen unmoralisch moralisierenden Furor, angeführt von der Blöd-Zeitung, die von "Saufen" faselt, obwohl genau das gar nicht passiert. Bild lügt. Das war so, das ist so, das wird immer so sein.

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langenscheidt 22.02.2019, 21:51
4. Wir trinken normal

Nette Geste der Brandenburger, so zu tun, als ob man Alkoholtrinken unter medizinischer Aufsicht erlernen könnte. Das wird die Suchtkrankenhilfe revolutionieren. Ich hatte mit 15 Jahren einen Black out auf einer Familienfeier. Am nächsten Tag durfte ich nicht zur nächsten Familienfeier und meine Mutter stellte mir zur Strafe eine Flasche Perlwein vor die Nase, damit mir weiter schlecht sein sollte. Nach einer Stunde schaute ich die Flasche immer und immer wieder an und dachte:"Mutter, ich könnte jetzt die Flasche aufmachen und austrinken, das ist keine Strafe!" Mit 26 Jahren landete ich nach unendlichen Qualen und Suizidgedanken unfreiwillig im Entzug.

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teekesselchen 22.02.2019, 21:51
5.

ich verstehe die Eltern nicht, die sich darüber aufregen!

die Schüler müssen für das Projekt mindestens 15 sein, also dürfen die spätestens 1 Jahr später legal in Deutschland Alkohol kaufen!

Wenn die vorher in einer kontrollierten Umgebung mit ordentlich Aufklärung vorher nen bisschen angetrunken sind, würde ich mir als Vater weniger Sorgen machen.

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spon_3501918 22.02.2019, 22:07
6. Mit 15 kommen da sicher ein paar davon schon angetrunken ins Jugendhau

Bei aller Liebe, was soll da ein 15-jähriger erfahren was er nicht schon 2-3 Jahre vorher in der Freizeit erfahren hat?

Aufklärung ist da natürlich absolut wichtig. Aber was glauben die wie viele mit 15 noch keine Erfahrung mit 1,33l Bier oder 0,5l Sekt/Wein gemacht haben?

Wahrscheinlich gibt es da einige aber die haben dann eben Ihre Erfahrungen mit Wodka und sonstigem Alk der vermischt mit irgendwelchen Süßgetränken geballert wurde gemacht.

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draco2007 22.02.2019, 22:09
7.

Zitat von langenscheidt
Nette Geste der Brandenburger, so zu tun, als ob man Alkoholtrinken unter medizinischer Aufsicht erlernen könnte. Das wird die Suchtkrankenhilfe revolutionieren. Ich hatte mit 15 Jahren einen Black out auf einer Familienfeier. Am nächsten Tag durfte ich nicht zur nächsten Familienfeier und meine Mutter stellte mir zur Strafe eine Flasche Perlwein vor die Nase, damit mir weiter schlecht sein sollte. Nach einer Stunde schaute ich die Flasche immer und immer wieder an und dachte:"Mutter, ich könnte jetzt die Flasche aufmachen und austrinken, das ist keine Strafe!" Mit 26 Jahren landete ich nach unendlichen Qualen und Suizidgedanken unfreiwillig im Entzug.
Was hat denn ihr persönliches Schicksal mit ihrer Ursprungsaussage zu tun.

Mir stellt sich nur EINE Frage, wieso hatten sie mit 15 einen Blackout? Hat ihre Familie sie abgefüllt? Mit Absicht?
Das wäre Kindesmissbrauch und gehört selbst heute noch angezeigt.

Das was im Artikel angesprochen wurde ist eben NICHT Koma-Saufen, genau DAS nicht.

Meinen sie eigentlich wirklich, dass sie weil sie mit 15 besoffen waren, bis 26 gesoffen haben? Sie meinen nicht, dass das andere Ursachen hatte? Darf ich einen Tipp abgeben? Kindesmissbrauch? Eine Mutter, die ihren 15 jährigen Kind ne Flasche Portwein hinstellt...naja ich führe das mal nicht weiter aus.

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midnightswim 22.02.2019, 22:10
8. Besser

Als mit 16 Komasaufen. Alkohol darf nicht verteufelt werden, daher frühzeitiges und verantwortliches Heranführen. Man sieht ja wozu prüder Entzug führt. Nirgendwo ist die Teenager-Schwangerschaft so verbreitet wie bei den Enthaltsamen in den USA.

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philosophus 22.02.2019, 22:11
9. @fin2010

Volle Zustimmung. Jedes Verbotene, hat einen bestimmten Reiz. Mein Vater -starker Raucher- hatte mir immer eine Zigarette angeboten jedesmal wenn er eine rauchen wollte. Das Ergebnis: ich habe nie eine Zigarette geraucht. Kein Reiz mehr da... entzaubert... für immer!...

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