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Exzellenz-Universitäten: Triumph der Wissenschaft
Robert Michael/dpa

Bei der Exzellenzstrategie entschied häufig nicht die Wissenschaft, sondern die Politik über Gewinner und Verlierer. Diesmal hat der Wettbewerb zum ersten Mal so funktioniert, wie er eigentlich gedacht war.

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Profdoc1 20.07.2019, 09:39
1. So

Ist es eine gute Entscheidung. Die Politik muss endlich lernen sich aus dem fachlichen Teil der Wissenschaft herauszuhalten. In der Vergangenheit würde zuviel Schaden angerichtet.

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dschmi87 20.07.2019, 09:48
2. Soll ich lachen? „Die Wissenschaft habe gewonnen“ wieso ist dann

Berlin dabei? Im internationalen Vergleich sind die Berliner Unis ein Entwicklungsland. Wieso ist nicht Köln dabei, Göttingen, Frankfurt und Stuttgart. Allein was in Stuttgart an LuRT und Architektur geforscht wird und auf internationalen Veranstaltungen vertreten sind, dagegen ist Berlin ein Witz. Viele hier in der Schweiz schütteln nur noch den Kopf... Das Berlin ist nun „Elite“ sei stinkt bis zum Himmel nach politischen Einfluss. Keine Sorge ich habe an keiner dieser Unis studiert, nur arbeite ich bzw mein Arbeitgeber seit Jahren in Sachen Research Management mit der ETH Zürich und habe somit schon Jahrzehnte lange Erfahrung darin. Wenn die Berliner Unis nun Elite sein sollen, dann ist die Hochschule Ulm, Augsburg, ja siebst die in Zittau/Görlitz ebenso Elite. Berlin musste um jeden Preis als „Elite“ gelten weil es die Bundeshauptstadt ist. Was ist aus meiner ehemaligen Heimat geworden... es zählt nicht mehr Qualität sondern nur noch in welcher Partei man ist und wen man kennt... ich bereue keinen Augenblick mehr ausgewandert zu sein...

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Nordstadtbewohner 20.07.2019, 10:02
3. Zu viel Politik, zu wenig Wissenschaft

Es ist in der Tat ein großes Problem, dass die Politik in den letzten Jahren sehr stark die Wissenschaft in Deutschland beeinflusst hat. Das zeigte sich gerade am sogenannten Cluster-Chaos und zeigt sich häufig im Wissenschafts- und Vorlesungsbetrieb der Hochschulen, vor allem wenn ich an meine Uni-Zeit zurückdenke.

Ich finde die Exzellenzstrategie sehr gut und hoffe, dass in Zukunft mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.

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anduls 20.07.2019, 10:32
4. rechnen wie mal nach

z.B. Berlin: 200 Millionen Euro fuer 7 Jahre und 4 Einrichtungen macht 7 Millionen pro Jahr. Das mag für deutsche Unis ganz hübsch sein, bei den wirklichen Eliteunis weltweit ist dies nicht mal 1% des Budgets.

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fuchsi 20.07.2019, 10:42
5. Exzellent

39 Wissenschaftler finden heraus, wer exzellent ist und wer nicht. Da sind ja noch nicht mal alle Fachgebiete aus den ca. 19000 Studiengängen vertreten. Sie erklären elf Unis zu Gewinnern und den "Rest" der ca. 200 Hochschulen in Deutschland zu Verlierern. Die gesamte Gesellschaft könnte davon profitieren, wenn die Bedeutung der Unis in ihrer Region mehr Beachtung fände. Mit ihnen wird die regionale Entwicklung vorangetrieben, sie sichern die grundgesetzlich geforderten vergleichbaren Lebensverhältnisse ab. Das Geld fehlt jedoch, wenn es den "Exzellenzunis" hinterhergeworfen wird. Die Amerikanisierung und Neoliberalisierung schreitet auch hier voran. Schade.

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markusmoeller89 20.07.2019, 10:48
6. Es ist gut, dass sie die Politik nicht eingemischt hat.

Das Problem sind aber dennoch die wissenschaftlichen Entscheider. Wissenschaftsfieschern hat man ja überhaupt erst diesen Wettbewerb zu verdanken. Hunderte teils bis zu 1000 Unimitarbeiter mussten sich 2-3 Jahre darauf vorbereiten, was vor allem wohlklingende Präsentationen und Konzepte bedeutete und weniger echten Fortschritt. Da sind ja auch schon Millionen draufgegangen. All das für den Titel und lächerlich wenig Geld. Die Unis sind chronisch unterfinanziert und der Wettbewerb soll das nur kaschieren. Ein guten Kommentar hat gestern der FAZ Herausgeber geschrieben.

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Paddel2 20.07.2019, 10:58
7. Zu Berlin

@ dschmi87:
Hier wird nicht der Status Quo bewertet, sondern das Zukunftskonzept und der Berliner Zusammenschluss hat offenbar überzeugt. Ihre Erfahrung auf Ihrem Gebiet in Ehren, aber eine abschließende Beurteilung ist nur fachübergreifend möglich und ob Sie dafür die nötige Qualifikation haben darf zumindest angezweifelt werden.

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bökelmann 20.07.2019, 11:02
8.

Zitat von dschmi87
Berlin dabei? Im internationalen Vergleich sind die Berliner Unis ein Entwicklungsland. Wieso ist nicht Köln dabei, Göttingen, Frankfurt und Stuttgart. Allein was in Stuttgart an LuRT und Architektur geforscht wird und auf internationalen Veranstaltungen vertreten sind, dagegen ist Berlin ein Witz. Viele hier in der Schweiz schütteln nur noch den Kopf... Das Berlin ist nun „Elite“ sei stinkt bis zum Himmel nach politischen Einfluss. Keine Sorge ich habe an keiner dieser Unis studiert, nur arbeite ich bzw mein Arbeitgeber seit Jahren in Sachen Research Management mit der ETH Zürich und habe somit schon Jahrzehnte lange Erfahrung darin. Wenn die Berliner Unis nun Elite sein sollen, dann ist die Hochschule Ulm, Augsburg, ja siebst die in Zittau/Görlitz ebenso Elite. Berlin musste um jeden Preis als „Elite“ gelten weil es die Bundeshauptstadt ist. Was ist aus meiner ehemaligen Heimat geworden... es zählt nicht mehr Qualität sondern nur noch in welcher Partei man ist und wen man kennt... ich bereue keinen Augenblick mehr ausgewandert zu sein...
Sie haben keine Ahnung vom Ablauf des Verfahrens (offensichtlich auch den Artikel nicht richtig gelesen), aber erlauben sich hier, unfundierte Verdächtigungen abzulassen.

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mark.muc 20.07.2019, 11:06
9.

Ein kurzer Blick auf die Liste macht deutlich, daß es sich natürlich wieder um eine politische Entscheidung handelt. Zudem führt diese Form des Elitedenkens zur weiteren Spaltung des Landes. 39 Personen reichen zudem nichtmals aus sich einen umfassenden Überblick allein der mathematischen Forschung zu verschaffen.

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