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Faktencheck zum Uni-Abschluss: Der Bachelor ist nichts wert - oder?
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Den meisten Studenten reicht ein Bachelor nicht, sie rechnen sich mit einem Master bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus. Aber stimmt das auch? Der Fakten-Check.

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HaPeGe 30.12.2015, 13:45
1. Der Fehler liegt schon vor dem Studium

Wir haben in Deutschland zu viele Akademiker ! Deutschland verfügt über eine erstklassige, dreijährige Berufsausbildung, die zunehmend weniger genutzt wird. Heute streben alle Schüler/innen das Abitur an. Wozu ? Soll man für eine kaufmännische Ausbildung heute studieren müssen ? Ich halte das für Nonsens ! Das Abitur sollte wieder das werden, was es einmal war, nämlich die Voraussetzung für ein Studium. Und ein Studium sollte ein wirkliches Studium sein und nicht wie heute, die Fortsetzung der Schule unter einem anderen Namen. Das Abitur sollte nur von denen erlangt werden können, die auch die Voraussetzung für die Absolvierung (!) eines Studiums mitbringen, und zwar eines Diplomstudienganges.

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gumbofroehn 30.12.2015, 13:47
2. Frau Klovert täte gut daran ...

... auf das sehr differenzierte Bild zwischen den Fachgebieten hinzuweisen: Während im Ingenieurwesen, der Informatik und den zugehörigen Schnittstellenfächern (Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik) der Berufseinstieg mit dem Bachelorabschluss in der Regel gut gelingt, sieht es in anderen Fachbereichen (die dann auch insgesamt keine so gute Employability aufweisen) dann deutlich schlechter aus. Bachelor ist eben nicht gleich Bachelor.

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UhlmannX 30.12.2015, 13:52
3.

Der Bachelor ist auch nichts mehr wert und die Absolventen wissen es selbst.
Ich arbeite lieber mit einem frisch gebackenen Bankkaufmann zusammen als mit einem BWL-Bachelor, der von allem nichts wirklich weiß.

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_unwissender 30.12.2015, 13:56
4. Das macht doch Sinn ...

Man bedenke, dass "wir" einfach eine Elite haben, brauchen und diese stets zu erneuern haben.
Ungebildete haben einen Platz im Bereich Delta- oder Epsilon-Existenz zu suchen.
Alfas haben einen Doktor-Hut und können Minister werden. Deswegen blüht ja auch die Trickserei im Bereich derer, die es auf einen Ministerposten schaffen wollen. Und zum Schulrat oder Polizeidirektor muss natürlich auch die Befähigung zur "wissenschaftliche Arbeit" nachgewieden werden.

Man kann sich schlecht vorstellen, dass ordinäre Bachelors so gut sind, die Tricksereien der Behörden (ob Umwelt oder Steuer oder Geheimdienst) passend Szene zu setzen, nicht wahr!

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lauchstrauch 30.12.2015, 13:56
5. puh...

Ich habe in den letzten 5 Jahren drei Bätschelors als Studis in einem großen dt. Konzern für ingenuity betreut...also was soll ich sagen? Deren Abschlussarbeiten wären in meinem FH Studium nicht mal als Studienarbeit durchgegangen! Aber alle haben nicht schlechter als 2,0 bekommen. Die Profs haben sich übrigens bei allen Arbeiten stark zurückgehalten und am Ende Daumenkino gemacht. Gut...quatschen konnten alle drei gut.

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magic88wand 30.12.2015, 13:57
6. Im Wesentlichen Wortspielereien

Wenig hat sich geändert seit der Umstellung von Diplom auf Master bzw. Bachelor, außer dass der Bachelor durchaus als eigener Abschluss angesehen wird im Vergleich zu Vordiplom. Zumindest in den Naturwissenschaften sind Inhalte und Didaktik weitgehend gleich geblieben.

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alexanderschleissinger 30.12.2015, 13:57
7.

Die klassischen FH Studiengänge bzw die daraus resultierenden Stellen im öD benötigen keinen Master...

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benjamin.linke 30.12.2015, 13:59
8. Nur Bachelor

Ich habe auch nur einen Bachelorabschluss im Bereich Elektronik-/Kommunikationssysteme und muss sagen, dass ich finanziell nicht schlechter da stehe als meine Kommilitonen, die ihren Master gemacht haben. Jedenfalls in der freien Wirtschaft.

Obwohl ich auch schon Stellenangebote gesehen habe von, z.B. der BAM, die ziemlich gleichlautend waren für Bachelor- und Masterabsolventen, aber die TV-L-Einstufung deutlich höher war (3 Stufen oder so).

Ansonsten wünsche ich allen einen guten Rutsch

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wicked1 30.12.2015, 13:59
9. Kein Widerspruch

Höchste öffentliche Laufbahn verlangt den höchsten akademischen Abschluss. Wo ist da der Widerspruch? Das geht schon aus der Pflicht des Staates zur Bestenauslese nach Art. 33 GG hervor.
Zudem zieht das Argument mit genügend Bewerbern: Warum sollte der Staat die Bewerbungsverfahren allgemein jedem Bachelor öffnen, wenn er keinen Mangel an Bewerbern hat? Allenfalls würde das Sinn machen für nachgefragte Abschlüsse, wie zB MINT. Dh kann ich die Haltung des BMI gut nachvollziehen.

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