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Falsches Selbstbild: Wie die Erziehung die Mädchen schlechter rechnen lässt
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Wer gewinnt die Fields-Medaille? Meistens ein Mann. Mädchen schneiden in Mathe häufig schlechter ab - zu Unrecht, sagen Wissenschaftler. Denn es liegt nicht am Geschlecht, sondern an Vorurteilen und Lehrmethoden.

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neurobi 03.08.2018, 10:33
80. Alles andere wäre eine Überraschung

In den Schulen erfolgt seit Jahrzehnten eine Förderung der Mädchen, gerde in Fächern, in denen sie damals schlechtere Noten hatten, wie Mathe. Jetzt haben sie auf-, bzw. überholt, oh Wunder!

Die Jungen werden bis heute allein gelassen, dabei gibt es durchaus Beispiele die zeigen, dass auch Jungen die gleichen Leistungen in sprachlichen Fächern erreichen können, wie die Mädchen, wenn sie Jungengerecht geleert werden.
Auch wird das Sozialverhalten der Jungen schlechter bewertet, was sicher auch auf die Leistungsberwertung Auswirkungen hat.

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Equalizer 03.08.2018, 10:48
81. Dann muss man wohl Frauen zu MINT zwingen

und sie nicht mehr frei ein Studienfach wählen lassen.

Oder wir lassen Frauen ihren freien Willen und dann bleibt es so, wie es ist.

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hman2 03.08.2018, 10:52
82. Das US-Raumfahrtprogramm ist der beste Gegenbeweis

gegen die Behauptung und den Irrglauben, Mädchen bzw. Frauen wären halt nicht so gut mit Zahlen.

Es gibt ein schönes Buch über die Mathematikerinnen der NASA. Sie sind die stillen Stars der US-Raumfahrt. Die Mathematik hinter der Raumfahrt war bis in die Achtzigerjahre fest in weiblicher Hand. Es gab ganze Abteilungen von "Computern" (bevor Maschinen sowas konnten, nannte man Menschen, die Berechnungen anstellen, so) die ausschließlich mit Frauen bestückt waren.

In den Fünfzigerjahren war die Computertechnik noch nicht sehr zuverlässig, und es ist überliefert, dass Testpiloten der NASA wie John Glenn noch auf der Startrampe nachfragten, ob "das Mädchen", die Chefmathematikerin, die Zahlen der Maschine auch doppelt (!) gegengerechnet hatte, ohne diese Kontrolle weigerten sich manche zu starten...

Der technisch seiner Zeit weit voraus gewesene Apollo Guidance Computer, von dem immer zwei Exemplare mitflogen, eins im Command Module, das den Mond umkreiste, und eins im Lunar Excursion Module, das auf dem Mond landete, wurde von einer Frau programmiert, die die komplette Informatikabteilung übernommen hatte (Margaret Hamilton) und das brandneue Computerdesign vom MIT programmierte, das mit Neuerungen wie Multitasking und Priorisierung aufwarten konnte und einen völlig neuen Denkansatz in der Programmierung erforderte...

Ohne Margaret Hamilton wäre die Mondlandung nicht möglich gewesen, aber erst vierzig Jahre danach (!) wurde sie von der NASA dafür geehrt...

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hman2 03.08.2018, 10:54
83.

Zitat von igb
Liebe "Frauen", ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt aber die Zahlen sagen doch alles. 50:1 in über 80 Jahren. Versucht nicht immer irgendwelche scheinheiligen Ausreden zu suchen, akzeptiert es so wie es ist. Nicht umsonst sind Frauen bei MINT Studiengängen kaum zu finden.
Was für ein Blödsinn. Ohne die praktisch rein weibliche Mathematik-und Informatik-Abteilung der NASA wäre die Mondlandung der "harten Kerle", der ehemaligen Testpiloten, gar nicht erst möglich gewesen. Die wussten das, und bestanden vielfach auf manueller Kontrollrechnung der weiblichen "Computer".

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storchentante 03.08.2018, 11:10
84. heute

brauchen wir mehr männliche Lehrer in der Schule, denn es stimmt, Lehrinhalte und Didaktik sind für die Bedürfnisse von Jungs nicht zugeschnitten. Jungen werden in der Tat häufig demotiviert und trauen sich wenig zu. Kann man nicht endlich Wege finden Jungen und Mädchen ihren Lernbedürfnissen entsprechend zu untersrützen ohne das andere Geschlecht runter zu machen und schlicht für dumm zu erklären. Dumm sind nicht die Kinder, die Lehrer sind schlecht, wenn sie nicht so unterrichten, dass alle lernwilligen Kinder es verstehen können.

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PJanik 03.08.2018, 11:13
85. Fürdern ja, aber wer Mädels zu ihrem Glück zwingen will....

.... mag vielleicht keine Mädels?

Ich verstehe einfach nicht wieso man Menschen immer in Kategorien teilen muss statt sie als wertvolle Individuen zu behandeln?

Es wird sich aufgeregt das Mädchen und Frauen keine Mathematik-Medaillen gewinnen.
Regt man sich auch auf das Frauen seltener KlempnerInnen oder Feuerwehrfrauen sind?

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duolin 03.08.2018, 11:17
86. Einfach nur traurig. Nichts dazugelernt...

An alle Schreiber hier, die Dinge schreiben wie "Versucht nicht immer irgendwelche scheinheiligen Ausreden zu suchen, akzeptiert es so wie es ist.", "Es sind grundlegende Interessen, die die Geschlechter Unterscheiden, und diese Unterschiede kann man auch mit der stärksten Agenda nicht wegdiskutieren.", "Was muss noch passieren, dass akzeptiert wird, dass offenbar andere Interessen überwiegen", usw. usw.

Ich (männlich, MINT) frage mich, ob die Schreiber hier einfach nur dumm sind, rumtrollen wollen, oder wirklich ein Problem mit der Idee haben, dass Frauen möglicherweise genauso klug wie Männer sind. Es ist wirklich zum Kotzen, dass die Menschheit absolut GAR NICHTS aus der Geschichte gelernt hat. Vor nicht allzu langer Zeit wurde gesagt, dass Frauen nicht Bücher lesen sollen. Dann wurde gesagt, dass Frauen nicht fürs Studium geeignet sind. Dann war's das Wählen an der Wahlurne, dann das Autofahren usw....... Leute, seid ihr VÖLLIG merkbefreit? Kommt ihr immer noch mit "Frauen können xyz nicht. Das ist so. Das liegt am Geschlecht"-Sprüchen, nachdem euch die Geschichte wiederholt gezeigt hat, dass ihr falsch liegt?

Vor einigen Jahren gab es eine Doku im Fernsehen über Nordafrika. Der Besitzer einer Wäscherei wurde interviewt, während er (!) bügelte (mit einem kleinen Bügeleisen; nichts, was besondere Muskelkraft braucht). Ob er wüsste, dass Bügeln Frauensache sei in Europa? Seine Antwort: Das kann er nicht glauben, dafür seien Frauen nicht geschickt genug, so will es Allah. Hat hier irgendjemand in Europa schon mal gesagt, dass Bügeln Männersache sei? Für den Mann in Nordafrika war das sonnenklar. Er hat wahrscheinlich noch nie eine Frau gesehen, die ordentlich bügeln kann. Na, dämmert euch was? Soviel zum Thema "Das ist so, das kann man nicht ändern".Ihr unterschätzt GEWALTIG den Einfluss der Umwelt.

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passiflore 03.08.2018, 11:22
87. Fields und Mädels

Die Fields Medaille in einem Atemzug mit der Förderung von Mädchen im Matheunterricht zu nennen, ist völliger Blödsinn. Für die geistige Entfernung zwischen einem Fields-Medaillen-Träger und einer "überdurchschnittlich begabten Schülerin mit Hang zu Mathematik" dürfte eine Dimension liegen, die noch nicht gefunden wurde. Selbst Matheprofessoren geben bei Ausnahme-Mathematikern wie Scholze auf. Es gibt auf der Welt vielleicht nur zehn Leute, die Perelmans Beweisführung überhaupt verstanden haben.
Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, Mädchen verstärkt für das Fach Mathematik zu begeistern und damit eine Art "Breitenmathematik" zu fördern. Aber mit der Fields Medaille hat das rein gar nichts zu tun.
Wer dazu die grauen Zellen hat, braucht keine intensive Förderung, das Gehirn sucht sich seinen Weg. Das gilt für Mädchen und Jungen.

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testuser2 03.08.2018, 11:41
88. Mädchen werden in der Schule bevorzugt

Die Autorin hat nicht recht. Richtig ist, dass Mädchen bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Schule nicht nur besser gefördert werden als Jungen sondern sogar bevorzugt werden. Der "Erfolg" dieser politisch gewollten Förderung/Bevorzugung der Mädchen zeigt sich seit vielen Jahren darin, dass Mädchen inzwischen im Mittel deutlich bessere Abi-Noten bekommen als Jungen. Entsprechend haben sie bessere Chancen dort, wo Zulassungsbeschränkungen bestehen, wie in der Medizin oder Tiermedizin.

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tanriverdi 03.08.2018, 11:54
89. Auch rassistische Diskriminierung!

Es werden bei der Fields-Medaille doch nicht nur Frauen diskriminiert sondern auch Menschen mit afrikanischem Abstammungshintergrund. Wie es bei den naturwissenschaftlichen Nobelpreisen auch gemacht wird. Es ist doch immer dasselbe: afro-stämmige Menschen werden von Weißen ausgegrenzt. Man möchte den afrikanischen Einwanderern zurufen: bleibt in eurer Heimat, dort seid ihr arm aber glücklich. Im Land der Weißen werdet ihr immer ausgregrenzt und unglücklich sein.

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