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Familienvertrag über Haushund: "Papa muss den Hund niemals baden"
Reddit/rjohnstone13

Die Kinder wollen einen Hund, der Vater mag aber weder Haare, noch Hundehaufen oder bekloppte Tiernamen. Auch kümmern will er sich nicht über die Maßen. Also schließt er einen Familienvertrag - mit 13 Punkten.

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ex2012 01.08.2016, 22:38
10. Das dürfte das Familiengericht freuen :D

Die dürfen sich dann nicht neben Testamenten und Ehescheidungen auch noch mit Tierverträgen beschäftigen.

Im Übrigen dürfte Ziffer 10 des Vertrages in Deutschland wohl wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und damit gegen das Tierschutzgesetz unwirksam sein.

Dasselbe mit den aggressiven Chemikalien. Da das ganze AGB sind, müsste man das außerdem man Maßstab des §§307 ff. BGB messen. Legt man das gegen sehr weit die Kinder aus, könnten solche Bedingungen dann unwirksam sein.

Ob der Vertrag hier rechtlich durchgehen würde, weiß ich nicht. Man könnte also eine Klage probieren :D

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Oerscher 02.08.2016, 23:22
11. Verträge sind hier Schall und Rauch

Jean Paul Getty sagte einmal :"Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos."
Ich selber habe dies auch einmal mitgemacht. Frau und Tochter wollten einen Hund, ich war dagegen. Nicht das ich keine Hunde mag, ich bin sogar ein großer Hundefan, aber als Kind hatten wir auch einen Hund und ich weiß noch, wie viel Arbeit so ein Hund auch macht. Unter der Bedingung, das wir einen Vertrag machen, ließ ich mich auf den Deal ein. Nach einem Jahr zog die Tochter aus(Studium, Studentenwohnheim), nach einem weiteren Jahr gab es die Scheidung und die Frau war auch weg. Wer noch da war, war ich und der Hund.
Wir hatten dann noch 4 schöne Jahre und als ich ihn dann Alters- (17 Jahre) und Krankheitsbedingt einschläfern lassen musste, war das für mich eines der schlimmsten Erlebnisse.

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anna cotty 02.08.2016, 23:25
12.

Zitat von Stäffelesrutscher
Ich stelle mir gerade vor, dieser Musterpapa wäre auch Gegenstand eines solchen Vertrages: haart nicht, sabbert nicht, stinkt nicht, pinkelt nur nach Vorschrift, bekommt nur Reis und Bohnen ... Aber mal ernsthaft: Die gestatten dem Hund, in den eigenen Garten zu sch....en? Wie kommt man denn auf so eine bekackte Idee?
Wo soll er denn sonst hinmachen? In Nachbars Garten?

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gorlois7 02.08.2016, 23:26
13.

Was, wenn der Hund mal alt wird und sabbert, stinkt oder Probleme mit der Stubenreinheit kriegt?

Wird er dann erschossen oder landet im Tierheim?

Kinder können kaum die Belastungen, die die Versorgung eines Tieres mit sich bringt, übersehen, und geht die heute 12jährige auch noch in 6,7 Jahren mit dem Tier regelmässig raus, auch, wenn die Freundinnen sich um den schönsten Jungen in der Schule scharen?

Wenn die Eltern nicht bereit sind, die Verantwortung für das Tier zu übernehmen, sollen sie so tierlieb sein und es da lassen wo es ist!

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Grorm 02.08.2016, 23:26
14. haha, kenn ich

Zitat von gelegenheitsposter2
lustig - kenn ich .... Mutter: *die Katze kommt mir nicht in die Stube* .... ich komme zwei Tage später aus der Schule - Katze in der Stube auf dem guten Sofa .... ich versuche noch zu retten was zu retten ist .... und höre auf einmal *lass die Katze, sie ist ganz brav* .... seitdem bestimmte die Katze die Regeln ;-) Der Autor soll die Geschichte mal zu Ende erzählen ;-)
Ich auch:
Als Abi.-Geschenk bekam ich von meiner Mutter die Erlaubnis (wohlbemerkt: Nur die Erlaubnis), mir einen Irish Setter KAUFEN zu dürfen. Natürlich unter Vorbehalt "Ich gehe mit Deinem Hund NIE raus und ich werde ihn auch NIE füttern!"

Dummerweise ging ich dennoch kurz darauf in die Staaten und liess meine Cora bei meiner Mutter. Ok, etwas egoistisch von mir, zugegeben, aber das war schon lange so geplant gewesen und so blieb meine Mutter wenigstens auch nicht ganz alleine zurück.

Als ich nach etwas mehr als 1,5 Jahren zurückkehrte, war sie plötzlich zu "unserem Hund" geworden. Nur war "unsere" Cora etwas schofelig, sie sah sich nämlich nie als "unser Hund", sie sah sich immer nur als "Herrchens Hund". Nungut, ein Setter IST eben ein typischer one man hound, der kennt grundsätzlich nur einen Herren über sich an - und oft nicht einmal den ...

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austenjane1776 02.08.2016, 23:32
15. ??? Was hat das mit

???
PS
Vati schließt einen Vertrag....
mit wem denn?
Oder darf man es "Diktat" nennen?
Oder vertritt er seine Kinder als Erziehungsberechtigter gleich selbst?

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biber01 02.08.2016, 01:25
16. Hund

Hätte auch einen solchen Vertrag schließen sollen. Meine Söhne schworen Stein u. Bein, das sie den Hund morgens Gassi führen würden. Nach noch nicht einmal einer Woche waren die Schwüre Schall u. Rauch.
Natürlich mußte ich einspringen. Oder den Hund wieder zurückbringen. Lernte aber den Morgenspaziergang schnell schätzen;-). Letztendlich lebt unser Hund jetzt seit fünf Jahren bei uns, ich führe ihn morgens aus, meine Söhne mittags u. abends.

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lindenbast 02.08.2016, 09:55
17.

Zitat von gelegenheitsposter2
lustig - kenn ich .... Mutter: *die Katze kommt mir nicht in die Stube* .... ich komme zwei Tage später aus der Schule - Katze in der Stube auf dem guten Sofa .... ich versuche noch zu retten was zu retten ist .... und höre auf einmal *lass die Katze, sie ist ganz brav* .... seitdem bestimmte die Katze die Regeln ;-) Der Autor soll die Geschichte mal zu Ende erzählen ;-)
Ja, aber das ist ja auch eine Katze. Völlig andere Geschichte. Versuchen Sie nicht, von einer Katze die Einhaltung von Regeln einzufordern - die Katze gewinnt. IMMER. (Während ich schreibe, sitze ich an meinem Schreibtisch auf einem unbequemen Esszimmerstuhl. Auf dem bequemen Schreibtischstuhl schläft die Katze.)

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thoerchen 02.08.2016, 10:09
18. Tierliebe...

...bedeutet, sich kein Haustier zu halten!
Man wird dem Tier und seinen Anforderungen eh' nie gerecht. Insofern ist es besser für alle Beteiligten inklusive des Auserkorenen darauf zu verzichten. Psychologisch positive Effekte hin oder her.
Und in meinem Haushalt gab es bisher einen Golden Retriever, Fische und derzeit zwei Kater...

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tatwort 02.08.2016, 10:12
19. Wie bei uns..

...nur dass ich einen Vertrag abschliessen musste, dass es MEIN Hund sei, dass ICH mit ihm Gassi gehe, ICH mich um ihn kümmere, ihn erziehe... das ganze Programm. Vor allem auch, weil damals die Kinder langsam alt genug waren, damit meine Frau wieder arbeiten konnte. Da wollte sie keinen vierbeinigen zusätzlichen Klotz am Bein... Ergo kümmerte ich mich um den Hund. Jeden Tag.

Nach acht Jahre dann die Scheidung, und da die Kinder mittlerweilen aus dem Haus sind, wird er plötzlich zum Gegenstand des Streits: Er sei ein Familienmitglied, der Vertrag sei per se nicht gültig, und ergo müsse der Hund mindestens 50 Prozent der Zeit bei meiner Ex-Frau bleiben...

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