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Fast wie echt: Hologramm-Professor hält Vorlesung
hawaikicable/ Twitter

Die Universität Hawaii hat einen ihrer Dozenten in ein dreidimensionales Hologramm verwandelt - und weit entfernt auftreten lassen. Nötig war dafür ein 15.000 Kilometer langes Unterwasserkabel.

Elrohir MacBeorn 28.08.2019, 06:13
1. weder Hologramm noch 3D

bei den neuerdings auftauchenden Darsteller"Hologrammen" auf Bühnen handelt es sich um eine 2D Projektion, mit einer nicht sichtbaren Leinwand. das hat nichts mit den echten Hologrammen zu tun, die das Lichtwellenfeld rekonstruieren, so dass das Objekt tatsächlich in 3d erscheint und von verschiedenen Seiten betrachtet werden kann.

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AxelSchudak 28.08.2019, 07:12
2.

Es bleiben doch einige Fragen offen:
Das Unterwasserkabel wurde also nur für die Vorlesung verlegt?
Wieso ist zum Anschluss einer 4000km entfernten Insel ein 15000km langes Kabel notwendig?

Das kann man nachrecherchieren. In einem Spiegel-Artikel hätte ich mir sowas aber ggf. vom Autoren gewünscht.

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demwz 28.08.2019, 08:26
3. Kanonen und Spatzen

Als ob man dafür ein Hologramm benötigen würde. Wie bei VR Brillen wird die Anwendung sich auf Unterhaltung beschränken.
Sobald Schulen und Universitäten kapieren, dass man nicht hunderte Professoren und Lehrer benötigt, die mehr oder weniger talentiert versuchen den gleichen Sachverhalt zu erklären, sondern man stattdessen lieber einmal eine hochwertige Aufzeichnung erstellen kann, wird es ein einfacher Beamer auch tun.
Hologramme braucht keiner.

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ElkeOspert 28.08.2019, 08:55
4.

"Um das Projekt verwirklichen zu können, war allerdings erheblicher technischer Aufwand nötig: Im Vorfeld wurde ein knapp 15.000 Kilometer langes Unterwasserkabel verlegt"

Dieses Kabel mit dem schönem Namen "Hawaiki" wurde zwar verwendet - aber nicht deswegen verlegt.

Die Live-Übertragung von 3D-Hologrammen über Internet ist auch keine neue Technologie.

Das das auch mit Professoren klappt die gerade eine Vorlesung halten ist eigentlich keine Meldung wert.

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m82arcel 28.08.2019, 09:23
5.

Ich habe auch schon CP für Vorlesungen an einer anderen Uni bekommen - ohne Hologramme oder extra hierfür verlegte Kabel, sondern einfach per Video-Vorlesung. Und das in Deutschland.
Nichts gegen die Technik ansich, aber die Begründung für den Einsatz finde ich schon ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.

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InannasHost42 28.08.2019, 12:52
6. Uni-Hollow-Picture-Show

Das ist alles eine Meldung wert, weil es natürlich eine "neue, innovative, digitalisierte" Technologie ist, die schick und schön und bestimmt ökologisch sinnvoll ist. Außerdem bekommen alle sofort feuchte Augen, sobald von Hologrammen die Rede ist, weil die Assoziation zum Science Fiction Genre so nahe liegt - sind wir nicht alle heimliche Trekkies? Vielleicht soll auch hervorgehoben werden, dass niemand mehr für eine solche Veranstaltung durch die Gegend fliegen muss, wer weiß?
Natürlich würde es eine normale Videovorlesung auch tun, einen Kurs-Abschluss in einem lokalen CertCenter könnte man bestimmt auch machen; tausende Bildungshungrige machen das Tag für Tag mit weniger technischem Brimborium.
Was mir fehlt, wäre mal Erkenntnis darüber, wie viel Bandbreite die Übertragung der Daten belegt, welche maximalen Latenzzeiten vorausgesetzt werden und, wie viel Energie man benötigt, um beispielsweise eine 60 minütige Holo-Show über 15000 Km zu übertragen, und zwar heruntergerechnet bis zum letzten gottverdammten L2-Switch auf dem Weg. Das wäre doch mal ein interessantes Thema für einen Umweltwissenschaftler. Vielen scheint gar nicht bewusst zu sein, dass man zum Versenden und Empfangen von Daten tatsächlich Energie und eine entsprechend der Distanz mehr oder weniger lange Kette miteinander verbundener technischer Geräte benötigt. Der Strom kommt halt immer noch aus der Steckdose.

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