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Fehlende Schulpsychologen: Mangelverwaltung schulischer Probleme
DPA

Ein Schulpsychologe für knapp 7000 Schüler - das ist der mickrige Schnitt in Deutschland. Eine ausreichende Unterstützung von Kindern, Eltern und Lehrkräfte ist da kaum möglich. Und in einigen Bundesländern ist es noch schlimmer.

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ned divine 16.07.2019, 13:21
10. Ein Mangel an allem, nicht nur an Psychologen!

"Der Mangel an Schulpsychologen bedeutet natürlich nicht automatisch, dass Kinder und Jugendliche im Ernstfall ohne psychologische Unterstützung dastehen. Schließlich gibt es auch noch andere Anlaufstellen und Hilfsangebote - Therapeuten, Psychiater oder Beratungsstellen für Gewalt." Und wenn die sich dann nicht zuständig fühlen, bereits weggespart wurden oder auch überlastet sind, dann ist es natürlich besonders schlimm im Anbetracht der Tatsache, dass in hierzulande eine Schulpflicht besteht!!
Im Zweifel hat man also keine andere Wahl als sein Kind dahin zu schicken, wo sich niemand kümmert, ob es gemobbt wird oder was auch immer, um es mal überspitzt auszudrücken??
Gleichzeitig denke ich, dass es häufig gar nicht so weit kommen müsste, wenn Eltern wieder mehr auch sich SELBST als Erzieher und Betreuer, Fürsorger und verantortliche Hauptperson sehen würden, und nicht wie seit Jahren immer selbstverständlicher auf die Schule, die Lehrer und schon vorher Krippe und Kindergarten abwälzen zu versuchen.

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moritz27 16.07.2019, 13:26
11. Gab es die

schon immer? In meinem ganzen Schulleben bin weder ich, noch meine Klassenkameraden, einem begegnet.
Und nur so ganz, ganz nebenbei. Während meiner Schulzeit (8. Klasse) ist meine alleinerziehende Mutter in den 1960-er Jahren verstorben. In diesem Jahr sind meine Schulnoten dementsprechend ausgefallen.

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dagmar1308 16.07.2019, 13:34
12. Jahrzehntelang musste

der therapeutisch tätige Psychologe nicht nur sein Abitur und Studium mit allen ökonomischen Nachteilen auf sich nehmen sondern weitere viele Jahre mehrere Zehntausend € manchmal sich Verschulden und seine Arbeit, genannt Praxiserfahrung, nahe am Mindestlohn absolvieren.
Der Exportweltmeistertitel war ja das Ziel der Gesellschaft und alle anderen Länder nebenan darben heute noch.
Gleiches in abgeschwächter Weise gilt für Altenpflege und Erzieher.
Übrigens gab es mal eine finanzielle Gutschrift für Abitur und Studium bei der Rente. Heute null, also Wasserskifahren jahrelang in Australien oder so.
Der Normalazubi hat es da deutlich besser.

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BöwaM 16.07.2019, 13:56
13. Sehr richtig

Zitat von dirk.resuehr
Offenbar erziehen Eltern ihre Kinder zu Schulversagern oder- Verweigerern. Können oder wollen ihre Kinder in schulischen Belangen nicht unterstützen. Da fragt man sich, wes Geistes Kind diese Eltern sind. Völlig unbekannt aus der "alten" Zeit. Kinder einer sehr unexakten Wissenschaft zu überlassen ist nicht nur armselig, nein, gefährlich. Man sollte sich den Wandel der psychologischen Meinungen im Zeitablauf ansehen. Danach sind alle bekloppt, sexuell frustriert, Mamasöhnchen oder Daumenlutscher und Bettnässer. Sicher gibt es Menschen, die einen Psychologen nötig hätten, oder einen Psychiater, nur, die sind Präsident.
Ich kann mich nicht erinnern, das wir damals Schulpsychologen hatten. Aber wir hatten Eltern. Die haben einen erzogen. Manchmal auch streng. Und zu Leistungen angehalten. Ausreden nicht akzeptiert. Bin ich ihnen auch heute sehr dankbar für. Sonst wäre ich wohl nicht da, wo ich bin.
Und wir waren 36 Mann in der Klasse. Allerdings homogen. Da brauchten wir nicht jeden Tag das Zusammenleben neu aushandeln.

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corvey 16.07.2019, 13:56
14.

Der Staat und damit der Steuerzahler soll also mal wieder herhalten. Das Problem sind aber die Eltern und die Medien ..... was diese kaputt gemacht haben, können auch 10 Psychologen pro Kind nicht retten.

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dagmar1308 16.07.2019, 13:59
15. Woher haben denn Sie

Zitat von dirk.resuehr
Offenbar erziehen Eltern ihre Kinder zu Schulversagern oder- Verweigerern. Können oder wollen ihre Kinder in schulischen Belangen nicht unterstützen. Da fragt man sich, wes Geistes Kind diese Eltern sind. Völlig unbekannt aus der "alten" Zeit. Kinder einer sehr unexakten Wissenschaft zu überlassen ist nicht nur armselig, nein, gefährlich. Man sollte sich den Wandel der psychologischen Meinungen im Zeitablauf ansehen. Danach sind alle bekloppt, sexuell frustriert, Mamasöhnchen oder Daumenlutscher und Bettnässer. Sicher gibt es Menschen, die einen Psychologen nötig hätten, oder einen Psychiater, nur, die sind Präsident.
ihre Spezialkenntnisse über die Psychologie. Experte aus dem Küchenkabinett scheinen Sie eher zu sein. Meine Frau (Bäckereifachverkäuferin, geschieden, 2 Kinder, Abendgymnasium, Psychologin, 30 Jahre in der Psychosomatik gearbeitet) erzählt mir da etwas ganz anderes. Da wird eher das System schmarotzend ausgenutzt, wenn man seine Befindlichkeitsstörungen in eine vorzeitige Verrentung umwandeln will. Bekommt man da nicht die passende Expertise, wird über den Kostenträger in hohem Anteil durch den Klienten Druck mit Beschwerden über die Klinik ausgeübt.
Den Rest können sie sich denken.
Daumenlutschen, Fingernägel kauen, Bettnässen, alles geschenkt. Wer keine Ahnung hat, der argumentiert so. Gut, Frust ab lassen ist o.k.
Und übrigens gibt es bei Ärzten, Köchen, Volkswirten, Verkäufern usw. immer einen Anteil von Pfeifen generell und Fehler macht auch der Beste.

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BöwaM 16.07.2019, 14:00
16. Ja schon,

Zitat von Newspeak
Auch wenn frueher nicht alles besser war, muesste sich man doch mal fragen, wieso 50 Jahre lang Schueler in Deutschland erfolgreich unterrichtet werden konnten, ohne dass es eines Schulpsychologen bedurfte? Wieso kann man nicht aus der Vergangenheit lernen? Wieso kann man sich funktionierende Systeme nicht von Nachbarlaendern abschauen? In Deutschland ist man staendig am Herumpfuschen, entweder man verschlimmbessert funktionierende Systeme oder ist selbstgerecht beratungsresistent. Die ganze Kultusbuerokratie gehoert auf den Muell. Das Einzige, was dort regelmaessig produziert wird, ist Chaos, unter dem Schueler, Lehrer und Eltern leiden.
aber damals wurde Leistung verlangt. Da haben Eltern auch mal gemerkt, das ihr Kind eben nicht das Zeug zum Abi hat. Und Lehrer haben das klar kommuniziert. Jammern war eh nicht. Heute werden Notenschlüssel in, natürlich roten, Bundesländer gesenkt, weil die in Mathe durchfallen. Heute wird verlangt, aber nicht eingesehen, dass es dafür Leistung bedarf. Hilft den Kindern nicht. Entwertet nur die Schulabschlüsse. Aber unser Land ist eh total dekadent geworden.

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blabla55 16.07.2019, 14:09
17.

Als Schulhausverwalter habe ich viele Schulen betreut,meist nach der Methode.Not-Mängel-Beseitigung.
Ratten,Mäuse,Löcher im Fußboden,Toiletten aus den 50 u.60 ziger Jahren 60 ziger Schulklassen -Charm
Heute sieht es nicht viel besser aus.An jeder Ecke wird gespart.
und die Personaldecke immer dünner.
Na ja,Personal ist ein Luxusgut.Armutszeugnis im einen reichen Land.

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muunoy 16.07.2019, 14:16
18. Antwort an BöwaM, Nr. 13

Bester Beitrag bisher. Auch ich habe mich beim Lesen des Artikels gefragt, was Schulpsychologen sind und wozu man sie braucht. Zu meiner Schulzeit gab es so etwas nicht. Allerdings musste auch an meiner Schule das Zusammenleben nicht täglich neu ausgehandelt werden. Und Konfliktlösungsstrategien hatten die Kids schon im Kindergarten oder daheim gelernt.

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Hans-Dampf 16.07.2019, 14:28
19.

Es ist erschreckend, wie die Institution Schule für die Bewältigung individueller Probleme missbraucht wird, obwohl es probate Lösungen gab und gibt.
Wurde denn mal evaluiert, ob es Schulpsychologen überhaupt braucht oder setzt man diese ein, um Lösungen für noch nicht existierende (oder noch nicht genannte) Probleme zu haben? Warum kamen früher Schulen ohne Psychologen und Sozialarbeiter aus? Lag es vielleicht daran, dass man in einer Klasse Homogenität anstrebte statt heute Heteroginität? Hatten Lehrer da vielleicht mehr Befugnisse hinsichtlich Weisung und standen die Eltern auch mal hinter den Entscheidungen der Lehrkräfte statt diese zu kritisieren?
Und wenn ein Kind oder Lehrer die Hilfe eines Psychologen oder Psychiaters braucht, ist das m. E. Privatsache, denn ein Lehrer bekommt ja auch keinen Amtsarzt gestellt, wenn er kurzfristig arbeitsunfähig ist - da langt auch der ordinäre Hausarzt.
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Falls es tatsächlich eine Evaluation gab und es sich herausstellte, dass Schulpsychologen unabdingbar seien, ziehe ich meine Kritik zurück.

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