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Fehlende Weltoffenheit: Bund will angehende Lehrer öfter ins Ausland schicken
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Lehramtsstudenten gehen seltener für Praktika oder zum Studieren in ein anderes Land als andere Studenten. Der Bund will das ändern und legt ein millionenschweres Förderprogramm auf. Laut Kritikern kommt das viel zu spät.

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trex#1 11.02.2019, 11:06
50.

Zitat von asnide
Sinnvoll ist es sicher auch, jeden Lehrer einige Jahre in einer Schule unterrichten zu lassen, die im sozialen Brennpunkt liegt
Ein sehr nützlicher und ausgezeichneter Vorschlag. Da kann man dann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
In den "international areas" unserer Großstädte können LehrerInnen die Kulturen dutzender Länder kennenlernen und unterrichten, wo der größte Lehrermangel ist.
Ein Pflichtjahr an Problemschulen vermittelt den oft aus bildungsbürgerlichen Familien kommenden LehrerInnen ganz neue Lebenserfahrungen, mehr als ein Auslandsaufenthalt. Vor allem steht soziales Lernen an.

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r-bolter 11.02.2019, 11:09
51. Unsinniges Lehrerbashing!

Im Bldungsbereich sind die Bundesländer durch den unsinnigen Föderalismus praktisch wie unabhängige Staaten: Lehrer sind Landesbeamte, sie haben kaum Chancen, z.B. von Hessen auch nur nach Hamburg wechseln zu können, weil z.B. die Partnerin dort einen guten Job angeboten bekommen hat ... statt für die Lehrer "Weltoffenheit" zu fordern, muss man erst mal den Zwerg-Bundesland-Dünkel der Landesregierungen und ihrer Wähler bekämpfen und "Deutschland-Offenheit" fordern !
Zudem haben die Lehrer am Gymnasium einen zu langen Ausbildungsgang: Nach dem Master an der Universität brauchen Sie noch ca. 2 Jahre Referendariat (mit Lehrlingsgehalt !) - also praktisch einen Doppelmaster ... und dann auch noch ins Ausland ? Um anschließend keinen Arbeitsplatz zu bekommen, weil das Bundesland wieder mal sparen muss zugunsten der Reichen: Lehrer im höheren Dienst haben seit 30 Jahren (!) jedes Jahr Reallohn-Verlust (Lohnerhöhung unter Inflationsrate) ...
Keine Sorge, die Lehrerschaft ist weitaus weltoffener als CDU/CSU/AfD zusammen: An den deutschen Auslandsschulen gibt es 7 Bewerber pro Arbeitsplatz!

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grotefend 11.02.2019, 14:19
52. Naja

Zitat von r-bolter
Im Bldungsbereich sind die Bundesländer durch den unsinnigen Föderalismus praktisch wie unabhängige Staaten: Lehrer sind Landesbeamte, sie haben kaum Chancen, z.B. von Hessen auch nur nach Hamburg wechseln zu können, weil z.B. die Partnerin dort einen guten Job angeboten bekommen hat ... statt für die Lehrer "Weltoffenheit" zu fordern, muss man erst mal den Zwerg-Bundesland-Dünkel der Landesregierungen und ihrer Wähler bekämpfen und "Deutschland-Offenheit" fordern ! Zudem haben die Lehrer am Gymnasium einen zu langen Ausbildungsgang: Nach dem Master an der Universität brauchen Sie noch ca. 2 Jahre Referendariat (mit Lehrlingsgehalt !) - also praktisch einen Doppelmaster ... und dann auch noch ins Ausland ? Um anschließend keinen Arbeitsplatz zu bekommen, weil das Bundesland wieder mal sparen muss zugunsten der Reichen: Lehrer im höheren Dienst haben seit 30 Jahren (!) jedes Jahr Reallohn-Verlust (Lohnerhöhung unter Inflationsrate) ... Keine Sorge, die Lehrerschaft ist weitaus weltoffener als CDU/CSU/AfD zusammen: An den deutschen Auslandsschulen gibt es 7 Bewerber pro Arbeitsplatz!
Was das Lehrerbashing anbelangt, bin ich voll auf Ihrer Seite. Vielen ist gar nicht bewusst, welch eine Ausbildung (bei allen Lehrämtern) dahintersteht. Doch muss ich sagen, dass CDU/CSU die Arbeit der Lehrer wesentlich mehr wertschätzen als die Sozialdemokraten. Bayern bezahlt seine Lehrer am besten, Rheinland-Pfalz - mit Abstand - am schlechtesten, nur um zwei Beispiele zu nennen. Und Aussprüche wie ,faule Säcke‘ (Gerhard Schröder) und ,Was Lehrer in einer Woche schaffen, habe ich bereits bis Dienstag geleistet‘ (Kurt Beck) stammen nicht von Unionspolitikern.

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