Forum: Leben und Lernen
Film über US-Jugendproteste: "Mein ganzes Leben besteht aus Waffengewalt"
Sebastian Bellwinkel

Es ist still geworden um die jungen US-amerikanischen Aktivisten, die sich gegen Waffengewalt einsetzen. Eine Dokumentation zeigt: Erreicht haben sie viel - doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei.

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wie_immer_oder 10.06.2019, 13:21
10. #1trittschall

Wie geht es uns heute? Wieso soll die Hautfarbe die Wahrscheinlichkeit erschossen zu werden nicht beeinflussen? Dunkelhäutiger junger Mann hat Kapuze auf =
gefährlich, Notwehr. Solche Fälle soll es doch wohl geben. Oder lesen wir (Sie) nicht Zeitung ?

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widower+2 10.06.2019, 13:33
11. Zahlen

Zitat von manicmecanic
Es ist reißerisch wie SPON hier alle Toten durch Schußwaffen auf eine Stufe stellt.Schaut man in offizielle Statistiken kann man erfahren daß ein großer Teil der Toten,je nach Quelle um die 60-70% Selbstmorde sind!Wenn man dann noch den Fakt dazu nimmt daß viele der restlichen Opfer mit illegalen Waffen erschossen wurden bleibt nicht mehr viel Substanz in Sachen antiUS Waffenrecht.
Selbst wenn Sie die Selbstmorde abziehen, dafür tatsächlich 60-70% veranschlagen und dann noch die Opfer illegaler Waffen abziehen, bleibt die Todesrate in den USA 30 Mal höher als in Deutschland.

Und warum sollte man eigentlich die Opfer illegaler Waffen abziehen? Je mehr legale Waffen im Umlauf sind, desto leichter ist es, an illegale Waffen zu kommen. Denken Sie mal drüber nach.

Weitere Zahlen: in den USA sind allein von 1968 bis 2015 mehr Amerikaner auf amerikanischem Boden durch Schusswaffen getötet wurden als die USA in ALLEN kriegerischen Auseinandersetzungen ihrer Geschichte zu beklagen hatten. Vom Unabhängigkeitskrieg über den Bürgerkrieg, den I. und II: Weltkrieg und Vietnam bis zum Irak-Krieg und allen möglichen "kleineren Kriegen" davor, dazwischen und danach.
https://www.jetzt.de/usa/statistik-anzahl-der-toten-durch-schusswaffen-in-den-usa-hoerer-als-zahl-von-kriegsopfern

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Beat Adler 10.06.2019, 13:34
12. Welche Waffe in den USA ist "illegal"?

Zitat von manicmecanic
Es ist reißerisch wie SPON hier alle Toten durch Schußwaffen auf eine Stufe stellt.Schaut man in offizielle Statistiken kann man erfahren daß ein großer Teil der Toten,je nach Quelle um die 60-70% Selbstmorde sind!Wenn man dann noch den Fakt dazu nimmt daß viele der restlichen Opfer mit illegalen Waffen erschossen wurden bleibt nicht mehr viel Substanz in Sachen antiUS Waffenrecht.
Welche Waffe in den USA ist "illegal"?

Der Besitzer einer Schusswaffe darf sie weiterverkaufen, von PRIVAT zu PRIVAT, ohne irgendwie unter das Protokoll der Waffenlaeden, Gesetze des Staates, nicht des Bundes, zu fallen, die erst einen Hintergrundcheck beim FBI machen MUESSEN. Jeder Waffenbesitzer, darf seine Waffe weiterverschenken -oder vererben. Die Beschaenkten, die Erben muessen sie nicht in ihrem Namen anmelden, registrieren. Jeder Waffenbesitzer darf an einer gunshow, wenn sie in seinem Staat erlaubt sind, soviele Waffen an PRIVATE weiterverkaufen wie er will. Er darf auch mit seiner Waffe ueber die Staatsgrenze zu einer gunshow fahren, wenn in seinem Heimatstaat keine Solchen stattfinden, um seine Waffe dort zu verkaufen.

Sind das nun die legalen oder die illegalen Waffen?

Der Hintergrundcheck, ob jemand vorher auffiel, psychotisch oder kriminell, gemaess Eintrag beim FBI KEINE Waffe erwerben darf oder doch kaufen darf, hilft im Fall eines 20-Jaehrigen, der erst mit 30 durchdreht, auch nicht weiter.

Das Einzige, das in den USA helfen koennte, ist die Kriegsmunition vom Markt nehmen. Jeder, der sie kaufen will, muss eine Sonderbewilligung haben, wie jemand der Gift kaufen will. dafuer braucht er Eine!
mfG Beat

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CorpRaider 10.06.2019, 13:40
13.

Zitat von Soziopathenland
...aber nicht so viele Tote. Auch die Schweizer haben alle ein Gewehr im Schrank stehen. Haben aber ebenfalls nicht so viele Tote. Es scheint also nicht nur an den Waffen, sondern auch an der US-Amerikanischen Kultur und Mentalität zu liegen. Vielleicht sollte man hier zuerst die Ursache suchen.
Die Mordrate für Weiße oder Asiaten ist in den USA vergleichbar mit dem Nachbarland Kanada. Es ist die Gruppe der Afro-Amerikaner, die die Statistiken insgesamt deutlich nach oben treiben, die größte Zahl unter 30 und männlich. Hier kommt insbesondere ein Problem zum tragen, welches inzwischen auch in Großbritannien anfängt um sich zu greifen, die Gangkriminalität. Es bilden sich immer mehr und kleinere Gangs, wobei häufig Streitereien in sozialen Medien eskalieren, die dann im realen Leben tödliche Folgen haben. So kommt es in den USA häufiger vor, dass Leute wegen Kleinigkeiten erschossen werden. An der Tätergruppe wird dann wieder von der betroffenen Gang Rache geübt, wo durch die Schießereien in den Brennpunkten kein Ende nehmen.

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Trittschall 10.06.2019, 13:46
14.

Zitat von sirraucheinviel
Ja, es ist so einfach. Die Statistik lügt nicht und bewertet nicht. Ein sie lieber hören, dass die schwarzen Amerikaner eher straffällig werden und die soziale Benachteiligung, vielleicht ja sogar selbst verschuldet, der Grund ist, und damit ja die Gefahr erschossen zu werden ja auch dann wohl gerecht ist, ist das ihre Sache. Ändert nichts an der von ihnen als "simplifiziert" geschmähten Wahrheit. Ich persönlich empfinde den Versuch das zu relativieren eher misanthropisch und irgendwie schräg ...
Interessant, was Sie mir da gerne für Worte in den Mund legen wollen. Ich "will" gar nichts hören. Was SIE in die Statistik (und meinen Beitrag) reininterpretieren, ist natürlich Ihnen überlassen.

Ich bemängele nur, dass ich gerne ein paar Hintergründe mehr als die Hautfarbe hätte.Irgendwelche Statisktiken kann sich jeder aus dem Hut zaubern. Wenn aber "15-Fach" genannt wird, dann ist das ja anscheinend von Relevanz. Und dann interessiert mich auch der Hintergrund.
100 % aller Menschen sterben an Wasservergiftung. Wieso? Weil jeder schon mal Wasser getrunken hat. Und laut Statistik müsste hier jeder 5. Mensch ein Chinese seit. Statistiken werden gerne mal umhergeschmissen. Sie sind aber sinnlos, wenn sie keinen Kontext haben.

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Stereo_MCs 10.06.2019, 13:58
15.

Zitat von Trittschall
Was genau hat seine Hautfarbe damit zu tun, dass der genannte Jammal Lemy ein höheres Risiko hat, durch Waffengewalt zu sterben? Die Hautfarbe ist der Grund? Da macht ihr es euch aber leicht , lieber SPIEGEL. Ist das nicht genau die Art von Simplifizierung die wir (ihr) nicht mehr machen wollen?
Wenn sie eindeutige statistische Zusammenhänge, bzw. schlicht Zahlen, nicht annehmen möchten ist das ihre Sache,
aber kommen sie dann bitte nicht mit dem inflationären, täglich zig fachen "lieber SPIEGEL" usw.

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Stereo_MCs 10.06.2019, 14:16
16.

Zitat von textwerker
Um es gleich zu sagen: Je weniger Waffen, desto besser! Trotzdem finde ich einen Blick in die ebenso übermäßig mit privaten Waffen ausgestattete Schweiz interessant: Von einem schweizerischen Massaker habe ich noch nie gehört. Vielleicht geht es um Kern doch eher um die krassen Unterschiede in der Lebenswirklichkeit. Will sagen: Je höher der Lebensstandard, desto geringer ist das Risiko von Gewalt. Oder: Weniger Waffen und mehr Einkommen könnte helfen.
Natürlich ist es auch eine kulturelle Frage die für Unterschiede auf dem Gebiet sorgt, aber es hätte so einfach sein können:

https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz...story/21879680

angeblich ebenso übermäßig ...
In der Schweiz gibt es gut 2,5 Mio. auf 8,5 Mio. Einwohner.
https://www.swissinfo.ch/ger/gesells...zer--/44673604
In den USA ist das Verhältnis fast 1:1. Erkennen sie einen Unterschied?

Und in der Schweiz gibt es dann doch nochmal andere Regel wie man mit diesen Waffen umgehen darf. Jedenfalls hört man nichts von Kleinkindern, die regelmäßig Menschen erschießen, weil die Dinger überall rum liegen.

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Stereo_MCs 10.06.2019, 14:19
17.

Selbst wenn es dort massive Gesetzesänderungen geben würde,
dauert es trotzdem "100 Jahre" bis der Geist wieder in der Flasche wäre.
Wenn das Kind einmal in den Brunnen gefallen ist... deshalb, wehret den Anfängen auf dem Gebiet.

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Stereo_MCs 10.06.2019, 14:25
18.

Zitat von manicmecanic
Es ist reißerisch wie SPON hier alle Toten durch Schußwaffen auf eine Stufe stellt.Schaut man in offizielle Statistiken kann man erfahren daß ein großer Teil der Toten,je nach Quelle um die 60-70% Selbstmorde sind!Wenn man dann noch den Fakt dazu nimmt daß viele der restlichen Opfer mit illegalen Waffen erschossen wurden bleibt nicht mehr viel Substanz in Sachen antiUS Waffenrecht.
Da sind sie schon die Relativierer. Im Artikel steht aber ausdrücklich:

starben durch ihren Missbrauch knapp 40.000 Menschen

da sind ihre Selbstmörder explizit mit genannt. Zudem ist es bei dem Phänomen doch wohl ziemlich egal, ob eine Waffe in den USA den Status illegal oder legal trägt. Da ist eh Hopfen und Malz verloren, tot ist tot.

Fragen sie mal die vielen Angehörigen und Freunde der Opfer, ob es ihnen dieser Status legal/illegal in ihrer Trauer großartig wichtig wäre.

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tpro 10.06.2019, 14:30
19.

Zitat von Soziopathenland
...aber nicht so viele Tote. Auch die Schweizer haben alle ein Gewehr im Schrank stehen. Haben aber ebenfalls nicht so viele Tote. Es scheint also nicht nur an den Waffen, sondern auch an der US-Amerikanischen Kultur und Mentalität zu liegen. Vielleicht sollte man hier zuerst die Ursache suchen.
Dann müßte man sich zuerst die Brasilianische Kultur und Mentalität anschauen.

"...Mit 31 Getöteten pro 100 000 Einwohner liegt der Wert sechsmal höher als in den USA..."

https://www.nzz.ch/international/brasilien-ist-das-land-mit-der-weltweit-hoechsten-mordrate-die-loesung-des-neuen-praesidenten-mehr-waffen-fuer-die-buerger-ld.1448360

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