Forum: Leben und Lernen
Flüchtlinge an Universitäten: "Ein Schatz, den wir da haben"
DPA

Viele Flüchtlinge haben in ihrer Heimat bereits ein Gymnasium besucht oder studiert. Deutsche Hochschulen tun einiges, um ihnen ein Studium zu ermöglichen - doch es bleiben große Hürden.

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Normalbürger 07.09.2015, 09:49
100. Soso, ein Schatz.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die bisherigen Studierenden irgendwie minderwertig sind. Vielleicht sollte man in all der Euphorie über die Flüchtlinge gelegentlich Rückbesinnung betreiben und auf den Teppich zurückkommen. Man kann nur rufen: "hallo, liebe Gutmenschen, ich bin nun leider ein Deutscher, aber ich bin halt auch noch da - wenn ich auch nochmal bescheiden vermerken darf". Ich habe selber als Auslandsdeutscher das Abitur hier nachmachen müssen, bevor ich hier studieren durfte. Jetzt schmeißt man mit Anerkennungen nur so um sich. Toll, ich wünsche mir fast, ich wäre damals auch Flüchtling aus Werweisswoher gewesen. Und noch etwas: meine Frau ist Asiatin (Taiwan-China), und hat, obwohl Sie Deutsch studiert hatte und die Sprache fließend beherrscht, 5 Jahre auf ihren deutschen Pass warten passen, und musste dann noch in Bayern eine Staatskundeprüfung über die deutsche und die bayerische Verfassung (die sind nicht überall identisch, für die Nicht-Bayern hier) ablegen müssen. Vorhergegangen waren 1 Jahr mit befristeter, dann 3 Jahre mit einer weiteren befristeten Aufenthaltsgenehmigung. Irgendwelche staatliche Stütze: Fehlanzeige! Und dann schmeißt man jetzt bei den Flüchtlingen mit Aufenthaltsgenehmigungen und Geld und Studienzulassungen nur noch wahllos um sich. Das ist wahrlich nicht in Ordnung, ich befürchte nur leider, dass das alles aus purem Populismus geschieht und die Konsequenzen bzw. die Bruchlandung in der Wirklichkeit grausam sein werden.

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mborevi 07.09.2015, 09:59
101. Syrien und die anderen ...

... Herkunftsländer verlieren einen großen Tel ihrer Intelligenz. Deutschland profitiert dreifach: Sicherere Renten in Zukunft, mehr Gebildete junge Leute für gute Berufe, vielfältigere und weltoffenere Kultur. Das Ganze erinnert mich an die Ausblutung Deutschlands während des Nazi-Unwesens zugunsten der USA, die danach eine Blütezeit erlebten.

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lindenbast 07.09.2015, 10:42
102.

Zitat von Laul
Ich bin selber Studentin und versuche verzweifelt einen Masterplatz zu ergattern. Habe mich an 13 Unis beworben und nur Absagen erhalten. Zwangsweise muss ich nun ins Ausland gehen um überhaupt eine Chance zu bekommen mein Studium zu beenden.
Wenn Sie einen BA haben, IST Ihr Studium abgeschlossen, also beendet. Ich verstehe also nicht, was Sie sagen.

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plleus 07.09.2015, 10:46
103. Das ...

Zitat von voiceecho
Ich verstehe auch nicht, wie man beim Thema "Analphabetismus" auf 20% kommt, da vor dem Krieg Syrien eine Quote im sehr niedrigen einstelligen Bereich hatte !
Das liegt wohl daran, das die Leute nicht nur aus Syrien kommen und eben auch diese Leute nicht alle qualifiziert sind.

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remo 07.09.2015, 10:48
104. Stimmt

Zitat von shunt46
sind zwischen 15 und 20% der Flüchtlinge Analphabeten, weitere 50 bis 60% haben MAXIMAL das Niveau eines Hauptschulabschlusses. Das Studium in den Herkunftsländern entspricht fast NIE dem deutschen Qualitätsanforderungen. Weiterhin existiert eine sehr große Sprachbarriere. Im Endeffekt darf man sich glücklich schätzen wenn 5% der Ankömmlinge ein in D brauchbares Bildungsniveau haben! Also EINER von 20!
Aber derzeit werden solche gesellschaftlichen Risiken totgeschwiegen, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen.
Oder sogar bewusst und dreist falsche Behauptungen aufgestellt.
Es gibt auch Leute hier im Forum, die behaupten kess, dass über die Hälfte der Sinti&Roma einen Hochschulabschluss hätten.
Die Probleme mit ausufernder Kriminalität, Ghettobildung und Parallelgesellschaften rühren genau daher: dem naiven Negieren der Realität.
Von den künftigen kulturellen Problemen ganz zu schweigen.

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vwl_marlene 07.09.2015, 11:46
105.

Zitat von eligro
Der Artikel bestätigt meine Erfahrungen im Schulsystem. Nachhilfe brummt, denn die allermeisten Lehrer sind von der Situation in der Klasse ueberfordert. Schon ein Verhaltensgestoerter, dem die ständige Aufmerksamkeit gilt, zieht alle Kraft ab, die doch eigentlich alle bekommen sollten. Jeder kann sich ausmalen, wie das in den Schulen dann werden wird, wenn traumatisierte Fluechtlingskinder in den Klassen sitzen.
Die anderen Schüler erhalten eine Chance, ihre Sozialkompetenz zu erweitern?

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juanth 07.09.2015, 11:48
106. Quatsch

Zitat von lindenbast
Wenn Sie einen BA haben, IST Ihr Studium abgeschlossen, also beendet. Ich verstehe also nicht, was Sie sagen.
Ein BA ist ein Nichts, Berufschancen gegen null, davon ab ist erst der Master ein echter Abschluss.

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bwk 07.09.2015, 12:02
107. Neben 15 -30% mit guter Ausbildung

Zitat von schwaebischehausfrau
gibt es lt. neuesten Aussagen unseres Innen-Ministers aber auch 15-20% Analphabeten bei den erwachsenen Flüchtingen, die gerade kommen. Menschen, deren Aussicht auf eine Integration ins Arbeitsleben genauso gering ist wie die Illusion, dass sie die Rente für die alternde deutsche Gesellschaft sichern werden. Unsere Gesellschaft und unsere Politik sollte sich ehrlich den Chancen und Herausforderungen von Migration und Asylpolitik stellen. Dazu würde es aber auch gehören, sich einfach mal die Zahlen der letzten 30-40 Jahre anzuschauen, die ein realistisches Bild geben. Wie hoch der Anteil der Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund an den Beschäftigten ist und wie hoch ihr Anteil an den dauerhaft von staatlichen Unterstützungen abhängigen Leistungen wie Hartz4 etc. ist. Will aber im Moment niemand, weil das der Willkommenskultur und dem Rettungs-Taumel dann doch ein schnelles Ende bereiten würde oder zumindest eine differenziertere Betrachtung, welche Art von Einwanderung das Land braucht.
Hier hat ein Sponleser gut analysiert. Ja, besser erst nachdenken und dann jubeln über den Zustrom. Jedem Nachdenklichen empfehle ich das Buch "Exodus" des britischen Autors Paul Collier als Lektüre. Die Briten haben ihre Erfahrung mit der massenhaften Einwanderung aus fremden Kulturen bereits gemacht.

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