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Flüchtlinge an Universitäten: "Ein Schatz, den wir da haben"
DPA

Viele Flüchtlinge haben in ihrer Heimat bereits ein Gymnasium besucht oder studiert. Deutsche Hochschulen tun einiges, um ihnen ein Studium zu ermöglichen - doch es bleiben große Hürden.

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realist4 06.09.2015, 15:23
10. Ein Schatz?

Ich bin ja wirklich nicht dagegen, dass wir eine bestimmte Menge von Flüchtlingen aufnehmen, aber einige Aussagen, welche ich hier und da lese, zeugen von einer gehörigen Portion Blauäugigkeit. Eine eidesstattliche Erklärung und eine kleine Eignungsprüfung soll reichen? Ich würde in so einer Situation alles mögliche beeiden, warum soll das bei diesen Flüchtlingen anders sein? Die Freude über die Zuwanderung gut ausgebildeter Menschen hält sich auch in Grenzen, wenn man das niedrigere Ausbildungsniveau bedenkt und dazu noch die große Menge gering ausgebildeter oder sogar Analfabeten betrachtet. Logisch dass es gehörige Integrationsprobleme geben wird, zu groß sind die Unterschiede der beiden Volksgruppen.

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ulli7 06.09.2015, 15:23
11. Sprachzertifikat Deutsch C 1 zum Studium erforderlich

Um als Ausländer(in) an einer deutschen Hochschule studieren zu können, sollte er oder sie vorher das Sprachzertifikat Deutsch C 1 erworben haben. Ansonsten hat das Studieren auch wenig Sinn. Die drei Sprachzertifikate Deutsch A 1 und Deutsch A 2 sowie B 1 kann ein intelligenter Ausländer oder Ausländerin innerhalb von 600 Schulstunden erwerben. Für Deutsch B 2 sind weitere 400 Stunden erforderlich. Das Zertifikat Deutsch C 1 ist erheblich schwieriger. Insgesamt sind dafür rd. 2.000 Schulstunden in Deutschkursen an guten Sprachschulen erforderlich. Man rechnet pro Woche 20 Stunden. Unter einem Jahr ist das nur in den seltensten Fällen zu schaffen. Man sollte besser mit zwei Jahren rechnen.

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whitewisent 06.09.2015, 15:27
12.

Der Bericht hat einen entscheidenen Nachteil, er nimmt keinen Bezug auf die sowieso schon angespannte Situation an den deutschen Hochschulen und Universitäten.

Wenn bislang schon Quoten von 8 bis 10 Bewerbern auf einen Studienplatz vorliegen (Berlin 2014), oder für ein Medizinstudium 14 Wartesemester nötig sind, wird es für viele Bewerber aus dieser Gruppe nicht möglich sein zu studieren, falls sie die Eignungsprüfung schaffen. Für viele ist es jetzt schon ein böses Erwachen, den Mangel in Deutschland direkt kennenzulernen, der keinesfalls mit den Bildern übereinstimmt. Und auch unabhängig vom zugewiesenen Ort für das Antragsverfahren ist es nunmal so, daß eher Plätze in kleineren Städten, und nicht in den Metropolen frei sind, wohin es viele zieht.

Und dort stehen sie eben nicht nur in Konkurenz zu den "Deutschen", sondern bei uni-assist Programm genauso mit Studieninteressierten aus Korea, Bulgarien oder Spanien. Problem aber auch dort, das unter den Länderhinweisen Syrien, Afghanistan, Irak oder Eritrea gar nicht aufgelistet werden, also nicht als Schwerpunkt erkannt, und das 4 Wochen vor Semesterbeginn im Sommer 2015. Blindflug also nicht nur in der Politik.

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peterbuske 06.09.2015, 15:33
13. Es gibt mehr als genug

Was ist mit den Millionen perspektivlosen jungen Menschen aus Spanien, Portugal, Irland und Griechenland? EU-Bürger mit ähnlicher Schulbildung, aus ähnlichen Gesellschaften und der Möglichkeit, jederzeit legal nach Deutschland zu kommen? Ich könnte mich nicht erinnern, dass hier jemals jemand von einem "Schatz" gesprochen hat. Wieso auf einmal jetzt bei den Flüchtlingen?

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vau2 06.09.2015, 15:36
14.

Fragt sich wie viel der Schatz am Ende wert ist. Diese hier genannten "nicht-repräsentativen Befragung" beruht auf Glaube und Vertauen, gepaart mit meist nicht vorhandenen Zeugnisse.

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bernd_lauert_meer 06.09.2015, 15:39
15.

Zitat von shunt46
sind zwischen 15 und 20% der Flüchtlinge Analphabeten, weitere 50 bis 60% haben MAXIMAL das Niveau eines Hauptschulabschlusses. Das Studium in den Herkunftsländern entspricht fast NIE dem deutschen Qualitätsanforderungen. Weiterhin existiert eine sehr große Sprachbarriere. Im Endeffekt darf man sich glücklich schätzen wenn 5% der Ankömmlinge ein in D brauchbares Bildungsniveau haben! Also EINER von 20!
Es war nicht Herr Schäuble sondern Thomas de Maizière.
Erschwerend kommt hinzu, dass selbst wenn diese Leute einen Universitätsabschluss haben, dieser kaum mit einem europäischen Abschluss zu vergleichen ist. Ich habe diese Erfahrung zumindest in den Ingenieurwissenschaften gemacht.

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matzesalm 06.09.2015, 15:46
16. Fachkräftemangel, falsch eingesetzt

Vor Blauäugikeit nicht zu überbieten. Fachkräftemsngel herrscht nicht in den Berufen zu denen ein Hochschulabschluss Vorraussetzung ist. Hochschulabgänger und noch aktuell Studierente haben wir mehr als genügend unter uns. Es fehlt an anderen Stellen, Handwerk, Pflege usw. Aber das wäre ja für Migranten mit einer nicht vergleichbaren Schulbildung wie unsere nicht hinnehmbar. Ich als Fernstudent der nach mittlerer Reife Ausbildung und andchließender Sehr schwierigen Hochschuleignungsprüfung endlich Immatrikuliert wurde, sehe es nicht ein, dass mikranten bevorzugt werden. Sonst sehe ich für mich eine Auswanderung als bessere alternative.

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freespeech1 06.09.2015, 15:49
17. unseriöses Geschwurbel

Das ist alles unseriöses Geschwurbel ohne zuverlässige Basis. Irgendwelche Papiere, vielleicht noch Kopien oder gar unbelegte Behauptungen, sind wenig wert. Solche Urkunden sind leicht zu kaufen.

Warum schreibt der Spiegel nicht mal, was aus den 20.000 Flüchtlingen aus Syrien geworden ist, die 2012 und 2013 nach Deutschland gekommen sind? Den Flüchtlingen aus Afrika? Nicht Einzelfälle, sondern Statistiken. Das wäre eine seriöse Basis, um Prognosen zu stellen. Wie viele sind als hochqualifizierte Fachkräfte in gut bezahlten Jobs? Wie viele studieren erfolgreich? Wie viele Ingenieure sind unter den Flüchtlingen und haben auch einen Arbeitsplatz als Ingenieure gefunden? Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt? Wie viele leben von Hartz4? etc

Alles andere ist Wunschdenken und Propaganda und liegt vermutlich so Lichtjahre von der Wirklichkeit entfernt, wie die Prognosen über die Flüchtlingszahlen von 2015, die vor einem Jahr veröffentlicht wurden.

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rkinfo 06.09.2015, 15:49
18. Re: 2.000h Deutschunterricht - 2 Jahre

Zitat von ulli7
Um als Ausländer(in) an einer deutschen Hochschule studieren zu können, sollte er oder sie vorher das Sprachzertifikat Deutsch C 1 erworben haben. Ansonsten hat das Studieren auch wenig Sinn. Die drei Sprachzertifikate Deutsch A 1 und Deutsch A 2 sowie B 1 kann ein intelligenter Ausländer oder Ausländerin innerhalb von 600 Schulstunden erwerben. Für Deutsch B 2 sind weitere 400 Stunden erforderlich. Das Zertifikat Deutsch C 1 ist erheblich schwieriger. Insgesamt sind dafür rd. 2.000 Schulstunden in Deutschkursen an guten Sprachschulen erforderlich. Man rechnet pro Woche 20 Stunden. Unter einem Jahr ist das nur in den seltensten Fällen zu schaffen. Man sollte besser mit zwei Jahren rechnen.
Wer studiert muss die Sprache und ihre Feinheiten natürlich genau kennen.

Einerseits sind Gymnasium und Uni im Ausland eine gewaltige Bildungskostenersparniss die wir da ins Land bekommen.
Andererseits ist die Qualifizierung unbedingt früh auf Dauer auszulegen sonst bleiben am Ende nur die Kosten.

Obwohl wir jährlich 1/2 Mill. echte Einwanderer netto benötigen kommt die Politik nicht weiter beim Einwanderungsgesetz. Konservativ betrachtet muss man wohl eher 1 Mill/a Arbeitserlaubnis geben damit netto 1/2 Mill. dauerhaft in Deutschland bleiben.

Ohne Einwanderungsgesetz haben auch die gut vorgebildeten Flüchtlinge die Hürde GG16a Asyl und den Aspekt der Aufhebung Asyl wenn sich die Lage in der Heimat entspannt. Das ist viel Bürokratie für uns statt einfach solche Leute in Uni-Nähe auszuscheusen wo sie ggf. schon wichtige soziale Kontakte für später sammeln könnten.

Für EU-Bürger wäre eher die Vorbereitung zu 2/3 in den Heimatländern und Uni's sinnvoll und dann Wechsel im Endstadium nach Deutschland.

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ricki1 06.09.2015, 15:50
19. Grober Unfug

Ich hatte Jahre im Ausländerstudentenwohnheim (auch für besonders arme Deutsche) wohnen müssen; da waren viele fleißige Studenten aller Nationalitäten - und ein paar nicht so fleißige, die nur den Studentenstatus brauchten, um nach vielen Semestern ein völlig neues Studium anzufangen, damit sie als Orientalen nicht Deutschland verlassen müssten. Es gab allerdings auch Deutsche im 36. Semester, doch wird kaum ein Ausländer mit einem Deutschen Studienniveau und Organisation zurechtkommen, Mindeststudienzeit wohl eher selten.

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