Forum: Leben und Lernen
Folge des Handelsstreits: China warnt Studenten vor Studium in den USA
Xinhua/ imago images

Der Handelsstreit zwischen China und den USA geht in die nächste Runde: Die chinesische Regierung warnt Studierende vor einem Aufenthalt in den USA. Seit kurzem gebe es häufiger Probleme mit den Visa.

Seite 1 von 2
ebieberich 03.06.2019, 13:09
1. Zurueck in die Steinzeit

Wer sich mal die Autorenliste amerikanerischer Publikationen ansieht wird feststellen, dass mehr als die Haelfte Asiaten sind. Chinesische Doktoranden und Post-doktoranden sind die Arbeiterklasse der amerikanischen Wissenschaft. Ohne die lauft nichts mehr, weil kein gebildeter Amerikaner unter diesen Voraussetzungen (>40 h/Woche, mieses Gehalt, keine Zukunftsaussicht) arbeiten will. Ich weiss, dass chinesische Trainees mit gueltigen Visa die USA nicht mehr fuer internationale Konferenzen oder Urlaub verlassen, weil sie befuerchten, nicht mehr zu ihrer Familie zurueckkommen zu koennen. Die Grenzbeamten haben unbegrenzte Gewalt und koennen jeden abweisen, egal ob mit gueltigem Visum oder sogar "Greencard". Klagen kann man ja dann vom Ausland aus. Wenn das so weiter geht, fallen die USA zurueck in die Steinzeit (aber da fuehlen sich manche, die den Praesidenten gewaehlt haben, ja ganz wohl).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 03.06.2019, 13:21
2. Freier Studenten-AUS-Tausch ist ein wichtiges Puzzleteil der Welt von

Freier Studenten-AUS-Tausch ist ein wichtiges Puzzleteil der Welt von heute. Vermutlich sogar einer der Wichtigsten im Vorbeugen von Konflikten, gar Kriegen.

Allerdings geht es hier um Austausch, nicht einseitiges Aufsaugen der brillianten Koepfe durch US Universitaeten.

Die chinesischen Universitaeten, wenn sie auch im Forschungssinne hoechst attrativ sein sollen, heute schon oder in der Zukunft, leiden daran, dass die Fuehrung der KP willkuerlich solche Auslaender mit haarstraeubenden Vorwurfen ueberzieht und festsetzt, wenn die Regierung in deren Heimatland eine Entscheidung trifft, die der KP nicht passt. Die beiden Kanadier in der Todeszelle sind das abschreckende Beispiel.

Die KP in China muss zeigen, dass sie auch zur neuen Welt gehoert, wenn sie das nicht will oder nicht schafft, ist die Organisation eines auf Gegenseitigkeit beruhenden Studentenaustausches schwierig.
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neutralfanw 03.06.2019, 13:34
3. Ziel erreicht?

Es war Trump’s Ziel, die USA immer an erster Stelle zu sehen. Seine Nachfolger werden Jahrzehnte brauchen, um seine Politik zu korrigieren. Wer / Welcher Europäer möchte heute noch gerne in den USA studieren. Mr President it’s your fault.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micspiegelforum 03.06.2019, 13:46
4. Fehlende Infos

Mir fehlt hier die Information, ob die Schwierigkeiten, die die US Administration chinesischen Studierenden und Wissenschaftlern wie beschrieben bereitet tatsächlich existieren. Im Kern will ich das einmal glauben. Dann sollte vielleicht auch einmal Journalistisch der Frage nachgegangen werden, wie wir mit unseren Grundwerten und die so genannte 'freie' westliche Welt darüber denkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teutonengriller 03.06.2019, 13:47
5. Die USA haben seit Jahrzehnten oder schon seit es die gibt

gute Forschungsbedingungen gebotenund damit Zugriff auf Erkenntnisse und Erfindungen gehabt, die si ezu Geld und Arbeitsplätzen macten. wen die Einwanderung von Studenten und Forschern jetzt erschwert wird, wird denen bald die Innovationkraft verloren gehen mit dramatischen Folgen. Ich habe gestern gerade gelesen, hier im Forum im Zusammenhang mit der Offenlegung von Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken für die Visaerlangung,daß sich Geschäftsreisende, die oft in den USA sind über schikanöse Behandlung aufregen und ,daß die sich nirgends so unwillkommen wie in den Staaten fühlten. Sehr gut USA. Macht man weiter so, dann werden die brillianten Köpfe bald woanders forschen. Und Deutschland sollte sich maldas als abschreckendes Beispiel anschauen, was passiert, wenn man den einzigen Vorteil den man hat , die Bildung und Forschung, verspielt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
batmanmk 03.06.2019, 13:47
6. Ein Umdenken ist notwendig

Zwei Drittel der MINT-Postdocs an den US-Unis, die man ganz klar als technische Elite bezeichnen darf, wurden nicht in den USA geboren. So schöpft man zum Tiefstpreis den Rahm von ganz Asien ab, aber nur solange nicht China in der Lage sein wird ähnlich hohe Gehälter zu bezahlen. Die Wirtschaft wird schon früher dran sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DönerMan 03.06.2019, 13:53
7.

Spätestens wenn nicht mehr Hollywood, sondern Bollywood oder Shanghaiwood angesagt sind, werden die USA nicht mehr so attraktiv für Studenten sein. Bill Clinton hatte einmal gesagt, dass die USA sich daran gewöhnen müssten, in 50 Jahren nicht mehr DIE Macht sondern eine Macht unter vielen zu sein. Was wir derzeit auf der Weltbühne erleben zeigt, dass Globalisierung anscheinend nur solange gut ist, solange die USA hemmungslos exportieren können. Fließen die Güterströme andersherum, scheint Globalisierung ein Teufelszeug zu sein. So funktioniert aber Weltwirtschaft nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinerseits 03.06.2019, 15:16
8. Dunkel ist der Rede sinn.

Zitat von micspiegelforum
Mir fehlt hier die Information, ob die Schwierigkeiten, die die US Administration chinesischen Studierenden und Wissenschaftlern wie beschrieben bereitet tatsächlich existieren. Im Kern will ich das einmal glauben. Dann sollte vielleicht auch einmal Journalistisch der Frage nachgegangen werden, wie wir mit unseren Grundwerten und die so genannte 'freie' westliche Welt darüber denkt.
Ich habe Ihren letzten Satz 2-mal gelesen und verstehe in immer noch nicht. Könnten Sie ihn mal selber lesen und sagen, ob Sie ihn verstehen? Und ihn eventuell, falls negativ, noch mal formulieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinerseits 03.06.2019, 15:27
9. Neu: Von Trump neu renovierte Innovationskräfte

Zitat von Teutonengriller
Die USA haben seit Jahrzehnten oder schon seit es sie gibt, gute Forschungsbedingungen geboten und damit Zugriff auf Erkenntnisse und Erfindungen gehabt, die sie zu Geld und Arbeitsplätzen machten. Wenn die Einwanderung von Studenten und Forschern jetzt erschwert wird, wird denen bald die Innovationskraft verloren gehen, mit dramatischen Folgen. Ich habe gestern gerade gelesen, hier im Forum im Zusammenhang mit der Offenlegung von Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken für die Visaerlangung, daß sich Geschäftsreisende, die oft in den USA sind, über schikanöse Behandlung aufregen, und daß sie sich nirgends so unwillkommen wie in den Staaten fühlten. Sehr gut, USA. Macht mal weiter so, dann werden die brillanten Köpfe bald woanders forschen. Und Deutschland sollte sich mal das als abschreckendes Beispiel anschauen, was passiert, wenn man den einzigen Vorteil, den man hat, die Bildung und Forschung, verspielt
Keine Sorge. Trump wird das regeln; er wird ja die Einfuhr von Autos nach USA unterbinden, damit in der US-Autoindustrie die Innovationskraft entfesselt wird, und ebenso wird er es sicher mit der universitären Innovationskraft in den USA erreichen, dass die in ungeahnte Höhen steigt, wenn gar keine Leute mehr in die USA einreisen dürfen, besonders aus solchen suspekten asiatischen Ländern, die die USA seit Jahrzehnten unfair behandeln.
Ob Sie's glauben, oder nicht.
Könnten Sie zu ihrem am Ende genannten "abschreckenden Beispiel" noch einige Ausführungen machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2