Forum: Leben und Lernen
Fortbildungsoffensive für Lehrer: "Wir dürfen Rechtschreibung nicht mehr als notwendi
Sebastian Gollnow/ DPA

Viele Grundschüler haben Probleme, richtig lesen und schreiben zu lernen. Deshalb bekommen nun in drei Bundesländern ihre Lehrer Nachhilfe. Gut so, sagt eine Betroffene. Sie und ihre Kollegen müssten umdenken.

Seite 1 von 7
manicmecanic 24.05.2019, 11:36
1. Änderungswahn

Nur der ist Schuld an dem Desaster was diesen Punkt betrifft.Es gab mal Zeiten in Sachen Schule da konnten fast alle Schüler nach der Grundschule gut lesen und schreiben.Sogar auf der wie sie heißen würde Brennpunktschule auf der ich war.Also war das damalige System klar besser aber es mußte ja unbedingt geändert werden.Und bevor sich nun wer auch immer auf mich stürzt mit dem Pauschalvorwurf.Nein,früher war längst nicht alles besser aber was Schule und den Punkt betrifft war es das.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Phil2302 24.05.2019, 11:36
2. Das zieht sich bis zum Abitur

Ich habe genug SuS in der Oberstufe, die massive Probleme mit der Rechtschreibung haben. Ein Phänomen ist dabei relativ neu, jedoch bereits sehr weit verbreitet: Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung. Und wir reden hier nicht von schwierigen Wörtern wie "zum einen und zum anderen", sondern von Sätzen wie: "Das auto hielt bei Rot an." Das ist definitiv eine Folge der ganzen Handys, wo es keinen mehr interessiert, ob man Groß- und Kleinschreibung beachtet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
In Kognito 24.05.2019, 11:51
3. "neue Erkenntnisse, wie Rechtschreibung besser vermittelt..."

Klar doch, aber nur für Generation "Bekloppt Rot/Grün/Kunterbunt".
Alle, die vor dieser Sekten - "Ära" gelernt und gelehrt haben, konnten es!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Marvel Master 24.05.2019, 11:51
4.

Hallo zusammen,

Hauptursache dürften wohl das berühmte "Schreiben nach Gehör", gepaart mit der elektronischen Technik von heute sein.

Vor ein paar Wochen hatte "Die Zeit" einen ähnlichen Artikel. Da meinte ein Forist tatsächlich, dass das Schreiben so was von gestern wäre und man es heute nicht mehr brauchen würde. Man könnte ja alles in sein Smartphone reinsprechen und der macht dann daraus schon Sätze. Auch Schreiben via Hand lehnte er komplett ab weil heute eh keiner mehr schreibt.

Ich konnte da nur mit dem Kopf schütteln. Vermutlich bin ich zu alt, um das zu verstehen.

VG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlo1952 24.05.2019, 11:55
5. Es ist schon seltsam, dass ich

und die meisten meiner Zeitgenossen in der Schule noch richtig lesen umd schreiben gelernt haben. Da muss man sich fragen, was ist zwischenzeitlich passiert? Warum geht man nicht einfach auf die Methodik der 60er Jahre zurück. Man muß nicht immer neues erfinden oder altes verschlimmbessern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
novasun 24.05.2019, 11:55
6. Schule muss sich ändern,

denn das Leben um sie herum ändert sich. Und da gibt es Gründe, wieso zum Beispiel die Rechtschreib-Leistung drunter leidet. Wird ja im interview auch kurz angerissen.
Im übrigen Spracherzieher haben das auch schon früh thematisiert. Es gibt heute Familien da wird mit den Kindern so wenig/bis gar nicht gesprochen das schon der Spracherwerb als solcher gefährdet ist... Diese Kinder können dann auch nicht Rechtschreiben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Furchensumpf 24.05.2019, 11:57
7. Tja....

Einer der Gründe dürfte in dem Irrsinn "Schreiben nach Gehör" zu finden sein. Kinder lernen erst einmal etwas falsch und bekommen gesagt, dass es richtig ist, und ab dem 3. Schuljahr wird dann die Rechtschreibung benotet und dann ist plötzlich alles falsch. Und das sollen die Kinder dann verstehen. Welcher Depp denkt sich so etwas aus? Mal davon abgesehen, dass diese Methode auch das Lesen verschlechtert.

Schlimm ist zudem, dass sich bisher jede Schule aussuchen konnte, nach welcher Methode Lesen und Schreiben gelernt wird - was bei einem Schulwechsel heftig sein kann.

Ich bin so froh, dass bei unserem Junior nach der Silbenmethode gelernt wird. Da kann ich die Grundschrift so gerade noch durchgehen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stelzerdd 24.05.2019, 12:03
8. Rechtschreibreform

Anstatt die Kinder zu lehren, wie man richtig und schön schreibt, hat man eine verkorkste Rechtschreibreform nach der anderen veranstaltet. Die letzte war so schlimm, daß seriöse Medien sie rundweg abgelehnt haben.
Andere Stationen auf dem Irrweg sind das Schreiben nach Gehör, damit fangen zur Zeit die Erstklässler z.B. in Thüringen an. Jeder Pädagoge weiß aus Erfahrung, daß einmal falsch Gelerntes kaum wieder aus dem Kopf zu kriegen ist.
Und dann ist noch diese falsche Ansicht von Freiheit: Ich kann doch schreiben, wie ich will. Klar kannste. Möglicherweise kann es dann aber der Empfänger des Schreibens nicht lesen und verstehen - und das Schreiben ist doch genau dafür erfunden worden.

Das Gejammer jetzt versteh' ich nicht. Es fehlt nicht an ausprobierten Rezepten. Da wäre etwa: Im Unterricht laut - richtig - Geschriebenes durch die Schüler vorlesen lassen. Viel schreiben, Diktate z.B.. Gescheite Lesebücher verwenden (die berühmte Fibel). Und endlich wieder Schönschreib-Unterricht. Schön und richtig schreiben mit viel Zeit. Das "schnelle" Internet und Smartphone-Daumenschrieb verführen nämlich zur Schlampigkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bazzu 24.05.2019, 12:05
9. Die gute Frau hat recht...

...was jedoch fehlt: In anderen Fächern als Deutsch ist die Rechtschreibung den SuS meist egal. Es gibt keinen Zwang, keine Notwendigkeit korrekt zu schreiben. Wir Lehrer (in Nds) entwirren schon das Kauderwelsch, weil wir für Rechtschreibung in der Sekundarstufe I keine Bewertungsabzüge erteilen dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7