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Franziska Giffeys Dissertation: Zwar legal, dennoch wertlos
Markus Schreiber/ AP

Die Bundesfamilienministerin darf ihren Doktorgrad behalten. Das eigentliche Defizit ihrer Dissertation ist allerdings nicht die schlampige Quellenangabe, sondern ihr Thema: Giffey schrieb über sich selbst. Mit Wissenschaft hat das wenig zu tun.

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Ein_denkender_Querulant 31.10.2019, 16:03
1. wertlos ...

Das ist ein hartes Urteil und es trifft vermutlich auf übert 80% der Dissatationsthemen zu. Aber weiß man das immer vorher? Und ob etwas in fünfzig Jahren "wertvoll" ist, wird die Zeit zeigen.

Warum wollen Sie unsere Ministerin weiter demontieren? Ist das "wertvoll"?

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dertorsten 31.10.2019, 16:07
2. Änderung im Namensrecht erforderlich

als erstes muss der Doktor als Namensbestandteil fallen. Dann sollten die Promotionsrichtlinien der Hochschulen so geändert werden, dass Dinge wie die derzeit übliche Medizinerpromotion nicht mehr so attraktiv sind. Da muss in den Anforderungen ein deutliches Gefälle zu einer Semesterarbeit sein. Wer dann immer noch will, kann sich ja einen Dottore bei der Universal Life Church holen.

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dwg 31.10.2019, 16:07
3.

Nun, die meisten Doktoranden bearbeiten ein Thema in dem sie Erfahrung haben. Jetzt mag man den Erfahrungshorizont, den man als Politiker gewinnt grundsätzlich gering schätzen, aber auch in anderen Bereichen gibt es Dissertation, die eher in die Kategorie Erlebnisaufsatz fallen. Ich will sicher nicht der Flachform einer Dissertation das Wort reden, aber die geäußerten hehren Ansprüche gälte es dann generell zu verteidigen und die Zahl der Dissertation außerhalb des MINT Bereiches würde in Folge drastisch fallen.

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kuroro_luzifer 31.10.2019, 16:10
4. Satire?

Ich hoffe, dieser Kommentar ist ein Scherz. Wird hier tatsächlich gefordert, dass wissenschaftliche Arbeiten nicht mehr in dem Milieu oder Berufsfeld durchgeführt werden sollen, in dem man tätig ist? Allein von den Titeln eine unwissenschaftliche Absicht zu unterstellen, ist unseriös.
Man könnte genauso auch andersherum argumentieren, dass die Autoren kritische Fragen und praktikable Anwendungen in ihrem Umfeld erforschen.

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gluonball 31.10.2019, 16:10
5. Vielen Dank

Genauso sieht es aus. In vielen Doktorarbeiten liegt absolut kein Mehrwert. Wenn man sich dagegen ansieht was Chemiker dafür leisten müssen ist das ein Schlag ins Gesicht.
Eine Doktorarbeit muss ein Feld weiterbringen. Da wäre Mal ein Vergleich mit den USA und der Qualität dort interessant.

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Yoroshii 31.10.2019, 16:11
6. Das Doktorchen auf der Visitenkarte

Es tut weh, wenn man dieser Ministerin zuhört. Man kann sehr wohl verstehen, dass dem Doktorvater oder der Doktormutter die Augen wehgetan haben, als sie das Werk lesen und ihr "Placet" geben mussten. Es wundere sich niemand, wie es denn sein kann, dass die AFD an Stimmen gewinnt.

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gigi76 31.10.2019, 16:12
7. Transparenz

Man sollte die Betreuer solcher Doktorarbeiten mehr in die Verantwortung nehmen, auch von Seiten der Medien. In diesem Artikel ist der Name der Betreuerin nicht genannt. So kann kein gesellschaftlicher Druck entstehen, solche Doktorarbeiten die nur dem Karrierezweck dienen, gar nicht erst anzunehmen, oder diese dann deutlich besser zu prüfen.

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Meckerer 31.10.2019, 16:13
8. Längst nicht erst seit Trump

So sieht es aus wenn man etwas nach amerikanischen Vorgaben erarbeitet. Kein Niveau. Da bleibe ich doch lieber meinem Land treu und habe es etwas schwerer aber dann mit Qualität. Wozu braucht man(n)/Frau eigentlich diesen Titel, zur Selbstbefriedigung???
Ist eben nur cool die USA das war‘s dann aber auch schon.

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Papazaca 31.10.2019, 16:13
9. Eine bahnbrechende Erkenntnis. Ein Thema für eine Doktorarbeit

Und das ist jetzt die Erkenntnis von Giffeys Doktorarbeit? Die Frage ist doch eher: Welche der bisherigen Doktorarbeiten warteten mit wichtigen Erkenntnissen oder Findlings auf, die wirklich relevant waren? 99% der Arbeiten werden angefertigt, um einen Titel zu erlangen, sonst NIX.

Frommer Wunsch und Realität klaffen hier Lichtjahre auseinander, das sollte auch Frau Olbrisch vom SPON wissen.

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