Forum: Leben und Lernen
"Fridays for Future": Aachen - eine Stadt im Ausnahmezustand
Franca Quecke/ SPIEGEL ONLINE

In der Grenzstadt demonstrieren Zehntausende Menschen für Klimaschutz. Die Teilnehmer kommen aus 16 Ländern, Verwaltung und Organisatoren stehen vor einer Belastungsprobe.

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achterhoeker 21.06.2019, 22:45
1. Hallo Aachen

Ihr, die Ihr in der Nähe von belgischen und französischen Atomkraftwerken lebt, Ihr beschleunigt einen Zustand den Ihr noch gar nicht erfasst habt. Der Antikohleweg sieht so aus: Strom in Deutschland zu teuer, daher schließt der Chemiekonzern Ineos seine Anlage in Schkopau, lässt sie abreissen bzw. ein Teil wird abgebaut, verladen und in Belgien wieder aufgebaut. Antriebsenergie? Atomstrom mit einem Abfallprodukt das 300 000 Jahre braucht um unschädlich zu werden. Das Produkt aus Belgien wird dann mit LKW auch nach Osteuropa gefahren. Von Belgien und Holland (Antwerpen und Rotterdam) fahren tägliche tausende LKW ab bzw. kommen gleichzeitig an. Alles gefördert von den von Euch gewählten Volksvertreter (auch den Grünen). Aber das berührt Euch nicht, Hauptsache der nächste Urlaub klappt, die Regale sind voll und im Büro ist prima Klima. Die Arbeit verlieren andere.

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Milmo 21.06.2019, 23:33
2. Was soll man dazu sagen?

Warum demonstrieren die jungen Leute nicht vor der chinesischen, amerikanischen, indischen Botschaft? Deutschland hat immerhin politisch ein Ende der Steinkohleverstromung in absehbarer Zeit entschieden - trotz minimaler Relevanz für alle Klimamodelle und irrsinnige Kosten für unsere Volkswirtschaft. Die Erneuerbaren kosten uns ca. 24 Mrd. Euro im Jahr. Warum protestieren diese Leute hier, und nicht dort, wo es relevant wäre? Sollten die Kinder wohl doch besser zur Schule gehen, um dort etwas zu lernen.

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D. Brock 21.06.2019, 23:47
3. Ich bin sehr beeindruckt ...

... von den jungen Leuten. Ich hatte in der Vergangenheit den Eindruck, dass "die Jugend" praktisch durch nichts wachzurütteln sei. Erfreulicherweise hab' ich mich getäsucht. Wie so oft, benötigt es wohl einen Zündfunken: Greta Thunberg.
Bleibt zu hoffen, dass sie wirklich durchhalten, wir älteren täten gut daran sie zu unterstützen. Politiker wissen, dass solche Proteste generell im Sommer (Sommerzeit, Sonne usw.) wie auch im Winter (Weihnachten) einschlafen. Richtig ärgern kann man sie, wenn man sie im "Sommerloch" zum Handeln zwingt. ... Ich drück' die Daumen! Weiter so!

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Arthur Dent 22.06.2019, 00:10
4. Klimaschutz OMG

Was hier die Begriffe schon wieder vedreht werden, lässt einen wirklich erschaudern. Klimaschutz, wovor wollen sie denn das Klima schützen ?? Wenn es Umweltschutz wäre, dann würde es Sinn ergeben. Ein Wehrmutstropfen bleibt, die ganzen Schreihälse bekommen die Rechnungen noch dargelegt, Dann werden sie erleben das Greta eine flotte Mark macht, wärend die Johlhälse im Kalten sitzen.

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f.hansche 22.06.2019, 00:24
5. Niedlich: Vaals liegt in Begien

und ist über Nacht auch noch Stadt geworden. Der Ort Vaals in der Gemeinde Vaals geht übrigens direkt in das Laurensberger Vaalserquartier über und ist damit ein Ortsteil der Stadt Aachen. Man fährt also kilometerweit von Vaals nach Aachen. Auf dem Vaalser Berg liegt übrigens der Drielandenpunt. Vielleicht ist unser belgischer Freund von dort in die Niederlande „eingereist“, dann war es für ihn schon ein bisschen sportlich. Bei soviel Grenzen ist das aber auch schwierig. Dummerweise haben wir die Grenzhäuschen auch nicht mehr zur Orientierung. Als Grenzstadt habe ich Aachen seit Jahrzehnten nicht mehr wahr genommen.
Aber bei der Demo ging es ja auch um Grenzen - um Grenzen, die gesetzt werden müssen, um auch in Zukunft auf dieser Erde leben zu können.
Übrigens: Es waren nicht alle Informatiker Aachens auf der Demo, bei uns im Büro tummelten sich noch ein Paar. Allerdings habe ich auch einen Mathematiker auf der Demo gesehen.

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bollocks1 22.06.2019, 03:34
6. ITut mir leid...

..aber das kommt mir alles ziemlich hysterisch vor. Und alles rennt hinter ein 16-jaehrigen Göre vor die mutmasslich sogar CO2 ‘sehen’.
Ob nun jeden Freitag oder nicht in Aachen demonstriert wird oder nicht ist absolut einerlei, wenn nicht das eigentliche Problem, die voranschreitende Ueberbevoelkerung in Asien und Afrika mit entsprechendem Verbrauch und Verschmutzung, drastisch zurückgedreht werden kann.
All die wohlmeinenden Demonstrierenden duerfen sich in 2050 nochmal mit ca. 2,3 Milliarden Menschen mehr die Resourcen teilen. Und CO2.

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dedede 22.06.2019, 04:12
7. Ja, ok, aber Atomangst?

Finde ich ja gut, Klimaschutz und so. Aber was will denn der Anti-AKW-Typ da? "Atomangst" ist doch eine ganz andere Geschichte, und falls Kernkraft was mit Klima zu tun hat dann doch am ehesten als Lösung, nicht als Teil des Problems, oder?

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nach-mir-die-springflut 22.06.2019, 04:38
8. Ich war so verliebt (gestern)

Weltweit müssten alle Industriestaaten auf CO2-neutrale Energiebereitstellung umstellen, um einem menschengemachten Klimawandel vorzubeugen. Wenn die Umstellung 100 Jahre braucht, sind wir 2100 CO2-neutral. Dann braucht es noch einmal 100 Jahre, bis der Planet Erde das Angebot seiner Menschen angenommen hat und umgesetzt. Zwischen 2200 und 2300 wissen wir dann, ob es 2000 einen menschengemachten Klimawandel gab.

Was die Perversion der Zeit heute ausmacht, ist das verschrobene Verhältnis zur Zeit. Wie im Affekt muss alles jetzt sofort kommen, sonst verliert das Ding an Attraktivität.

VW meint, in Deutschland selbst 40.000 Konzernmitarbeiter von 200.000 in die Arbeitslosigkeit schicken zu müssen, weitere Autofirmen wie Zulieferer sind betroffen, so dass wir schnell die 1 Mio. Arbeitslosen erreicht haben. VW sagt, das Akkuauto würde sich ohne Regularien nicht durchsetzen. So auch ist es mit der Öko-Energie, ohne den Nachdruck durch die staattliche Gewalt würde sich diese Energie nicht etablieren. Damit liegt der Fehler im System. Aber dennoch machen alle weiter und wollen auf Teufel komm raus eine CO2-Steuer und meinen, ab 2050 ist alle gut. 's erinnert an 1943. Woher kommt der Fanatismus?

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Hinrich7 22.06.2019, 04:50
9. eine freundliche friedliche Demo

jung und alt gegen den Ressourcenwahn, gegen den Profiwahn, für eine lebenswerte Welt ohne graue Steingärten, für Artenschutz, Freude und Friede statt Krieg und Streit - die schönste Demo die ich je sah.

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