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"Fridays for Future": Lehrerverband wirft Merkel Heuchelei vor
AFP

Zehntausende Schüler streiken für das Klima - und ernten Lob von etlichen Politikern. Der Lehrerverband findet das heuchlerisch und kritisiert sowohl die Bundeskanzlerin als auch die Landespolitik.

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PriseSalz 18.03.2019, 20:47
40. Worte statt Taten?

Wäre mal interessant zu wissen wie viele von den jetzt 'streikenden' Schülern im Sommer in die DomRep oder sonst wohin fliegen. Übrigens liebe Schüler: Man kann auch am unterrichtsfreien Nachmittag protestieren. Hätte die gleiche Wirkung wenn's auf der Straße passiert.

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cave68 18.03.2019, 20:52
41. ich finde

den Beitrag von Herr Meidinger sehr treffend.Es gibt genügend Umweltorganisationen nebst Nachwuchsorganisationen,die jeden Jugendlichen willkommen heissen.
Nur befürchte ich,dass dies ja nicht "in" bei den Jugendlichen ist,weil man dort tatkräftig mit anpacken,aus seiner Komfortzone raus muss und weil man ja relativ wenige coole Selfies beispielsweise von einem Arbeitseinsatz in einem schützenswerten Gebiet schiessen kann.
Auch fand ich damals die Aktion von Felix Finkbeiner (Plant for the planet) klasse ,mehrere Millionen Bäume zu pflanzen (habe selbst dafür so 40 Bäume gepflanzt).....auch wenn dies natürlich den Klimawandel nicht stoppen kann bekommen die Heranwachsenden zumindest mal ein Faible für Umweltschutz.
Von diesen Mainstream-Protesten halte ich schlichtweg gar nichts....einfach nur "Ändert was" brüllen hilft keinem weiter...und wenn man Vorschläge bringt was zu tun ist sollte man sich auch selbst umweltbewusst handeln.

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spon-1279537853053 18.03.2019, 20:54
42. na sowas

endlich sagts mal einer. GK-unterricht wird in BaWü immer weiter entwertet und entkernt. Aber dann billig beifall klatschen und nix, aber auch gar nix tun! (Co2 ziele, dieselgate, tempolimit.........)??

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World goes crazy 18.03.2019, 20:54
43. " politischen Bildung an Schulen "

Scherz des Tages. Wenn sich seit meiner Schulzeit nichts geändert hat (noch nicht so lange her...), dann gibt es an der Schule keine korrekte politische Bildung. Ja man lernt den Unterschied zwischen unserer Form der Demokratie und der Regierung des Kaiserreichs, aber was bringt es, wenn Schulbücher bspw. Bismarck verherrlichen, weil er ja so viel für die Arbeiter getan hat, aber keinesfalls erwähnen, dass dieses Handeln nur auf dem Druck der STRASSE basierte und er in Wirklichkeit ein assoziales A*hole war? Wenn man die Schüler politisch bilden wollen würde (sollte hätte könnte...), dann sollte man ihnen eventuell "1984" als Pflichtlektüre geben statt Kafka -.- Bei mir war es u.a. noch Kohlhaas, und da setzt ein Betrogener sein Recht mit Gewalt um, viel besser? ---> Wenn man was ändern will, geht das besser über die Straße, als per "Schulbildung". Was man freitags verpasst ist definitiv nie schwer nachzuholen, ich mein es gibt ja schon genug Studien dazu, dass gen Wochenende die Aufmerksamkeit und das Aufnahmevermögen sinkt, deswegen war freitags bei uns nur Müll ;)

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Strafjurist 18.03.2019, 20:56
44. Oh je, Unterricht fällt aus...

Der Lehrerverband reiht sich also in ein bei den Kritikern junger Menschen, die einen offensichtlich ausgesprochen wirksamen Weg gefunden haben, ihr mehr als berechtigtes Anliegen in die öffentliche Debatte zu bringen. Allein in Hessen fallen 16.500 Unterrichtsstunden aus - täglich und ganz ohne Zutun der Streikenden. Schuld daran sind Politiker, die über Jahre zwar wahnsinnig viel Energie in immer neue Schuldebatten gesteckt haben, gleichzeitig aber die Schulen kaputtsparten. Angesichts dessen sind zwei ausgefallene Stunden am Freitag wirklich zu verschmerzen. Zumal die Streikenden in dieser Zeit tatsächlich etwas tun, wofür die Schule eigentlich ausbilden sollte: Gemeinwohlorientiertes Engagement und politische Teilhabe. Und nein: Diese jungen Menschen sind weder fremdgesteuert noch indoktriniert, sie bewegen sich auf genau der Linie, welche die Wissenschaft vorgibt und fordern lautstark genau das ein, was schon seit Jahrzehnten nötig wäre und was von Lobbyverbänden aller Art bis heute hintertrieben wird. Sie werden unser Versagen ausbaden müssen, und bis sie in dem Alter sind, in dem FDP-Chefs ihnen offenbar erst erlauben wollen, mitzureden, ist das Kind definitiv und unumkehrbar in den Brunnen gefallen. Wem heute noch ein paar Tausend Jobs in der Braunkohle (nur noch ein Bruchteil der Jobs, die an den erneuerbaren Energien hängen) wichtiger sind als die Einhaltung von Klimazielen, der sollte klar sagen, wessen Lobbyinteressen er oder sie verfolgt. Es sind sicher nicht die Interessen der Klimastreikbeteiligten. Und der Aufruf, sich freitags mit diesen jungen Menschen zu solidarisieren, ob als Scientists for Future, Parents for Future, Grandparents for Future oder auch ohne Hashtag, richtet sich mit jeder Streikwoche dringlicher auch an Lehrer. Wenn es nötig ist, zählt Fehlstunden und schreibt diese in Zeugnisse. Aber ansonsten gebt den Kindern und Jugendlichen alles an Unterstützung mit bei ihrem Versuch, ihre eigene Zukunft nicht im Wortsinne absaufen zu lassen!

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NicksAlleVergeben_1 18.03.2019, 20:59
45. "Nix tun"?

Zitat von igel_52
und nix tun für das Klima. Alles aussitzen. Und jetzt die Kritiker in hohen Tönen loben. Eigentlich fast so als würde Macron am Samstag mit gelber Weste durch Paris laufen.
Stellvertretend für viele Beiträge, die der Politik im Allgemeinen oder der Regierung im Besonderen vorwerfen, "nichts für das Klima" zu tun frage ich Sie:


-Haben Sie den Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie mitbekommen und auch, dass dieser umgesetzt wird?

-Haben Sie den hysterischen "Feldzug" gegen den Diesel nebst Fahrverboten mitbekommen?

-Haben Sie den massiven Ausbau von Windkraft, gerade an den Küsten, verfolgen können?


Wenn Sie, wovon ich ausgehe, diese Fragen mit Ja beantworten, wäre eine Entschuldigung für Ihre Behauptung angemessen. Und das sage ich als entschiedener Gegner Merkels und ihres Politikstils.

Ihr Anliegen und das jener, die ins gleiche Horn stoßen, ist schicht, dass es Ihnen nicht schnell genug geht.
Und das ist nun mal ein sehr subjektives Argument und um zu diesem Schluss zu kommen, muss man extrem viele Faktoren bedenken und gegeneinander abwägen. Das traue ich den wenigsten, ich schließe mich ein, zu.

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FocusTurnier 18.03.2019, 21:03
46. Grüne

Diese ganzen Proteste, welche ich persönlich als diffus, unkonkret, in Teilen erschreckend naiv empfinde, sind Mobilisierungsversuche der Grünen. Luisa Neubauer, die Organisatorin der Proteste und Mitglied der Grünen sagt es auch selbst:

"Wir werden die Europawahl zur Klimawahl machen!"

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=298690677471003&id=3749277011 07

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spiegelleser987 18.03.2019, 21:03
47.

Die Kinder streiken doch nicht gegen den Klimawandel, die kämpfen gegen den "Kliemerwandel". So stand es auf einem Plakat bei der Demonstration. Einen Ausschnitt aus der NDR-Fernsehsendung kann man hier ansehen:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=27&v=08oWU1VpN68

Die Kinder sind also mit der Sprache schon (r)ausgebildet und verzichten deshalb freitags auf den Unterricht ....oder warum? ;-)))

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geando 18.03.2019, 21:10
48. Wahrscheinlich die ressourcenverschwendenste Kindergeneration

Die Generation der jetzigen Schulkinder ist wahrscheinlich die ressourcenverschwendenste Kindergeneration die es je gab. Es gab noch nie so viele Kleinfamilien, noch nie hatten einzelne Kinder so viel Wohnraum, noch nie so früh Handys, Computer, Spielkonsolen, sind so viel in den Urlaub gefahren, es gab noch nie so viele spezielle Kinder- und Jugendprodukte wie heute, noch nie waren Kinder materiell so gut ausgestattet. Das ist zwar nicht originär die Schuld dieser Kinder, aber bevor sie jeden Freitag die Schule schwänzen, sollten sie lieber mal bei sich selber anfangen. Wie wäre es mit einer alternativen Jugenkultur, die Handys und Konsum verachtet, die ihre Klamotten nur Second Hand kauft und Gandhi liest anstatt Rihanna hört. Nee, ich glaube das Schuleschwänzen ist dann doch spassiger.

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piddyUK 18.03.2019, 21:12
49. debie61

"..sich fuer die Zukunft des Planeten engagieren".Oder kraeftig mithelfen diesen zu zerstoeren?!!Fragen sie die jungen ' Aktivisten' mal,woher youtube videos oder Playstation herkommen.Keine Ahnung haben die jungen Nutzer.Von Servern nie was gehoert.Wie viele millionen davon gibt es und wieviel Strom verbrauchen die.Und fuer die Kuehlung nochmal die gleiche Menge.Werden sie denn mit gutem Beispiel vorangehen und verzichten?Zeigt uns Alten doch mal wie ernst es euch ist.

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